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"Sonntagsblick"

ARCHIV > Der zweite "Fall" > Dokumente

Zu den Artikeln im "Blick" erübrigt sich meinerseits ein weiterer Kommentar. Ein solcher wird erfolgen, wenn der Entscheid des Presserates auf die eingereichte Beschwerde gegen diese Berichterstattungen bekannt sein wird. (Inziwschen eingetroffen!)

Zum Bericht
«Ich tue nichts Böses» von

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Walter Hauser im "Sonntagsblick" vom 24.08.2008, habe ich jedoch einige Anmerkungen:


Walter Hauser hat mich angerufen, nachdem im "Blick" am 15.08.2008 der letzte Bericht zu meinem "Fall" erschien mit der triumphalen Meldung:

" MURG SG – Aus für den pädophilen Murger Kirchenrat. Erst muss Martin Joos sein Kirchenamt abgeben. Dann holt ihn die Polizei ab.
(Von Viktor Dammann | 11:59 | 15.08.2008)

Damit war für den "Blick" mein Fall (wohl vorläufig) erledigt. Der "puplic watching dog" hat seine Aufgabe getan...

Beim ersten Anruf Hausers habe ich abweisend reagiert und ihm erklärt, dass ich aus naheliegenden Gründen Blick-Reportern keine Auskunft mehr gebe und weil ja alles, was man ihnen sagt, so zurecht gedreht werde, bis es ihnen in ihr Konzept passt. Dann aber konnte mich Herr Hauser überzeugen, dass er meinen "Fall" aus einem anderen Blickwinkel aufgreifen möchte und dass der "Sonntagsblick" vom "Werktags-Blick" zu unterscheiden sei. Zu einem Interview mit ihm war ich bereit, als ich von ihm erfuhr, dass er der Autor des Buches
" Der Justizmord an Anna Göldi" ist. Da ich bereits über dieses Buch gelesen und die Reportage dazu im Fernsehen gesehen hatte, war ich eigentlich gespannt darauf, wie er sich zu einer "modernen Hexenjagd" äussern würde, wie sie gegen mich inszeniert wird! Ich machte aber zur Bedingung, dass ich den gesamten Text vor der Veröffentlichung zu lesen bekomme und allfällige Korrekturen verlangen dürfe. Dies wurde mir zugesichert und - es sei bereits hier vermerkt - Walter Hauser hielt sich daran. So kam es denn zu diesem Interview und auch zu aussagekräftigen Fotos, die von Sabine Wunderlin in meinem Haus geknipst wurden. Dieses wurde für den Bericht ausgewählt:
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Verharmlosend: Martin Joos umgeben von Skulpturen schöner Jünglinge. (Sabine Wunderlin)"

Doch da passierte wohl eine Verfälschung durch die Redaktion. Wohl irgend ein(e) Redaktor(in) wählte zu diesem Bild obige Beschriftung. Sicher nicht im Sinn Hausers und auch nicht der Fotografin! Diese tendenziöse Bemerkung steht ja auch im Widerspruch zur gewählten Überschrift zum Bericht:

"Ich tue nichts Böses"


Was ist denn "verharmlosend", wenn jemand Freude hat an schönen Skulpturen?

Die einen sammeln Landschaftsbilder, andere Frauenakte, ich sammle nun mal künstlerische Darstellungen von Jünglingen, weil mir das Freude macht.

  • Was ist daran schlimm?
  • Wen wundert meine Vorliebe? Ich kann mich nur über so viel Misstrauen wundern...


Dankbar war ich zu jener Zeit, dass Hauser bereits im Untertitel etwas erwähnte, was zum aktuellen Zeitpunkt keiner anderen Zeitung eine Meldung mehr wert war, auch wenn solche vorgängig nicht genug über diesen "Skandal" schreiben konnten:

"Theologe Martin Joos verteidigt seine Neigung und tritt aus der katholischen Kirche aus."

Allerdings: ich "verteidige" nicht meine Neigung. Ich verteidige meine Unschuld und kläre auf dass "Pädophilie" als solche kein Verbrechen ist! In diesem Sinne zitiert er mich hier richtig:

"Joos steht offen zu seiner Pädophilie – die Liebe zu Knaben – und sieht diese nicht als eine Krankheit an. «Pädophilie ist nichts Böses, solange sie nicht sexuell ausgelebt wird», sagt er.

Zwar gäbe es auch hier etwas zu korrigieren: "offen zur Pädophilie" stehe ich erst, seit ich von einem seiner Kollegen auf diffamierende Weise geoutet wurde und trotzdem ehrlich bleiben will. Einige weitere Bemerkungen stören mich zwar, aber sie gehören scheinbar zu einem Blickartikel (auch zum Niveau eines "Sonntagsblick"?) So wehrte ich mich nicht lange dagegen. Auch ein wenig übertreiben darf man ja, (auch das gehört zum "Blick"!): "
Die Polizei beschlagnahmte in seinem Haus unzählige Schriften, Disketten etc. " Also gerade "unzählig" waren die nicht - und bis auf ganz Weniges ist alles wieder in meinem Besitz!

Sehr korrekt berichtet Hauser über
"Emil Hobi (49), Pfarrer in Murg," Dieser warnt

"davor, das Problem der Pädophilie zu verharmlosen. Grundsätzlich gehörten Liebe und Sex zusammen. Das sei aber eine Sache von Erwachsenen, die frei entscheiden könnten, sagt Hobi. Weil Kinder gegenüber Erwachsenen von vornherein im Nachteil seien, müsse Pädophilie strikt abgelehnt werden."

Leider stimmt wirklich, was Hauser über die Haltung des Herrn Pfarrer schreibt, die er auch gegenüber dem Kirchenverwaltungsrat und dem Bischof vertrat und scheinbar auch heute noch dazu steht. (Seit Erscheinen des ersten "Blick"-Artikels zumindest!). An sich sein gutes Recht, nur irgendwie verwechselt und vermischt er Ursprung und Wirkung. Es sei dem Herrn Pfarrer belassen wenn er "Pädophilie" ablehnt und scheinbar Erotik mit Sex gleich setzt und damit eine Menschengruppe diskriminiert, die nun einmal
naturgegeben existiert. Im Gegensatz zu "Christen"! Zu solchen "wird" man willentlich - mehr oder weniger! Vielleicht hat auch der Herr Pfarrer (vielleicht sogar der Bischof?) zwischenzeitlich gemerkt, dass nicht jeder "Pädophile" ein Krimineller und/oder ein Monster ist und dass es zu unterscheiden gilt zwischen "Pädophilie" und pädosexuellen Übergriffen... Zu einem Kriminellen oder einem Monster wird man. Das ist genauso ein Willensakt wie der Wille zum Guten! Mich jedenfalls kennt er ja seit Jahren und hat manches Gespräch mit mir geführt. Wir verstanden uns gut, hatte ich den Eindruck. Erst dieser Ex-Polizist und der Blick-Journalist überzeugten ihn, dass er in Sachen Menschenkenntnis noch zu lernen habe... ( Vielleicht fragt ja Herr Hauser einmal bei ihm nach, wie es heute damit steht? Ich habe übrigens zu Emil Hobis Haltung in diesem Bericht einen Leserbrief geschrieben. Ein Reaktion blieb aus.)

Hauser schreibt:

"Aufgeflogen war der Fall, weil Joos auf seiner Internetseite eine pädophile Freundschaft mit einem Jugendlichen im Zeitraum zwischen 1982 bis 1998 geschildert hatte."

Es stimmt, dass damit alles ins Rollen kam. "Aufgeflogen" aber ist der "Fall" dadurch, dass sich dieser Ex-Polizist und ein als Pädo-Hasser bekannter Journalist, gierig wie die Geier, auf alles stürzten, was mich zur Strecke bringen könnte.Sie bemerkten in ihrer Gier auf Süffiges gar nicht, was die wesentliche Aussage dieser Erzählung ist. (Im Gegensatz zu den Aasgeiern in Gottes freier Natur: Die sorgen für Ordnung wo stinkendes Aas liegt - und werden dabei satt, was ihrem guten Lebens-Recht entspricht!)

Hauser hat bemerkt, was "Daniel" für mich war:

"Joos hatte Daniel, Sohn eines Alkoholikers, in einem Kinderheim in Flims GR kennengelernt. Er habe den damals Zwölfjährigen wie sein eigenes Kind behandelt, sagt Joos, der neben seinem Theologiestudium als Goldschmied tätig war."

Dankbar bin ich Herrn Hauser auch, dass er - als einer der wenigen Medienleute - richtig wiedergegeben hat, weshalb ich mein Amt aufgegeben habe. Nicht der Druck von aussen (und durch die Medien!) war es, was mich zum Rücktritt aus dem Kirchenamt und zum Austritt aus der katholischen Kirche führte, sondern:

"Weil die Kirche ihn wegen seiner pädophilen Veranlagung fallen gelassen habe, so Joos, habe er nun die Konsequenz gezogen. In einem Schreiben vom 15. August erklärte der ausgebildete Theologe seinen Austritt aus der katholischen Kirche. «Einer Kirche, die mich nicht akzeptieren kann, wie ich von Gott geschaffen wurde, will ich nicht angehören.» "

Wer von all jenen, die mich schlecht machen wollten, fand es in einem positiven Sinne als erwähnenswert, dass ich "ausgebildeter Theologe" bin? Schwingt aus Hausers Formulierung nicht indirekt die Frage mit:

  • Weshalb galt dies gar nichts, aber allein das Wort "pädophil" schon alles, aus einem Menschen eine persona non grata zu machen!


Geradezu peinlich wirkt ja die Antwort, die Hauser auf seine Nachfrage in St Gallen erhalten hat:

"Sabine Rüthemann, Mediensprecherin des Bistums St. Gallen, widerspricht Joos. «Wir haben ihn nicht fallen gelassen, sondern ihm im Gegenteil seelsorgerische Hilfe angeboten.»"

Erstens ist es eine offensichtliche Lüge:

  • Was heisst denn "nicht fallen gelassen", wenn man mich ohne stichhaltigen Grund und gegen den Willen meiner Amtskollegen und -Kollegin indirekt zum Rücktritt zwingt und der Macht der Medien Vorschub leistet?


Was für scheinheilige Ausflüchte in der amtlichen Stellungnahme!

  • Auch eine kirchliche Behörde muss sich an die von ihr postulierten Bestimmungen halten und mischt sich nicht ein, wo sie nichts zu bestimmen hat.


Ich musste durch diese Nachfrage Hausers von einer auf mich geradezu beleidigend wirkenden Offerte erfahren: Man habe mir Hilfe angeboten!

  • Man möge mir belegen wann mir Hilfe angeboten wurde und für was? (Etwa für den grossen finanziellen Verlust wegen Rufschädigung, den ich in all meinen beruflichen Tätigkeiten zu tragen habe wegen dieser Affäre?)


Seelsorgerische Hilfe zur Verarbeitung des Schadens, den die St.Galler Bistums-Behörde mir dadurch zufügt, dass sie den "Blick" als unfehlbar betrachten (glaubenstreu, der Reklame folgend..!) und damit nicht nur mich, sondern auch weitere Leute in unserer Kirchgemeinde diffamieren? Seelsorge an mir? Nein danke! Aber den materiellen Schaden, den ich immer noch erleide und mich in ernsthafte existentielle Schwierigkeiten gebracht hat, dürfen sie mir gerne ersetzen.

Scheinbar hat nur Walter Hauser den wahren Inhalt dieser Beziehungs-Geschichte unvoreingenommen und mit zumindest toleranten Gefühlsregungen gelesen. Denn nur er erwähnt es:

"Inzwischen ist Daniel 38-jährig und bekleidet in einer grossen Elektronikfirma einen wichtigen Posten."

Leider erlaubte sich die Sonntagsblick-Redaktion neben der tendenziösen Bildbeschriftung noch eine weitere Gesinnungs-Rückkehr-Anweisung, damit den Leser/innen die Lust am Skandal-Journalismus nicht vergeht. Soll damit auch Walter Hauser eins ausgewischt werden? Als Titel zu den zum Artikel eingegangenen Leserbriefen steht in der Druckausgabe :

"Martin Joos verteidigt pädophile Neigung
Böse sind immer die anderen"

Der ganze Leserbrief, dem die entnommen ist lautet:
"Typisch für Pädophile: Ich bin ja so lieb. Das Problem wird verdrängt. Bös sind die anderen und behandelt muss ich nicht werden". Kein weiterer Kommentar dazu...

Hier kann die fragliche Erzählung in der Originalausgabe gelesen werden:

Mein lieber Junge (von Cornelia Kurth)

NB. übrigens beinhaltet die Erzählung noch ein "Scandalum", das scheinbar noch niemanden aufgefallen ist!

Beweis genug für mich, dass genaues Lesen und Nachdenken nicht Sache der "watch dogs" ist
und für sie nur das Eine zählt:

"Geständnis" und verbotener Sex!



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