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Skandal bei Hilfswerk

INHALT > DU > Beat Meier

"SKANDAL BEI HILFSWERK" (?)

Dies die Schlagzeile im Blick, am Freitag, 25. August 2006
auf Seite 9 unter "Blick aktuell" verfasst von - wie könnte es anders sein - Viktor Dammann
"Ausgerechnet Bubenschänder arbeitet für Verdingkinder"





Um diesen Verein geht es:


Die Ziele des Vereins:

* Oeffentlichkeitsarbeit
* Vermittlung von Rechtshilfe und Rechtsberatung
* Vermittlung bei Opferhilfestellen
* Politische und historische Aufarbeitung des Verding-, Heim- und Pflegekinderwesens
* Führung von Regionalgruppen
* Begleitung der Gruppenleitungen
* Bildung einer Gruppe für Töchter und Söhne von Verdingten, sowie einer Gruppe für Partner und Partnerinnen von Verdingten
* Aufbau einer Bibliothek, Mediathek und eines Archivs

www.verdingkinder-suchen-ihre-spur.ch

Meine Leserinnen und Leser mögen es mir verzeihen, - aber ich mag die Zeitung "Blick" so überhaupt nicht, dass ich keinen link auf den Artikel setzen mag, um den es im folgenden geht.

Im Untertitel wird verkündet:

"SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr ist empört. Ausgerechnet der schlimmste Bubenschänder der Schweiz kümmert sich um Verdingkinder."

Und in einem eingefügten Artikel mit dem Titel

"Über Jahre hinweg verging er sich an seinen Stiefsöhnen" steht dann auch der Name dieses -wie es weiter heisst - "bekanntesten Pädophilen der Schweiz": Beat Meier. Er wird dann auch noch mit einem Farbporträt zur Schau gestellt. Gerade unter dem Porträt eine grosse Schwarz-Weiss Foto, darauf abgebildet zwei Frauen, die je ein Kind auf dem Arm tragen und mit einigen weiteren Kindern (zwei, die pikanterweise ihre Schürzen hochheben und nach unten schauen!).

Bildlegende:

" Verdingkinder bei einem Waldspaziergang im Berner Oberland mit ihren Betreuerinnen (1947)"

Halt, halt! Herr Dammann, jetzt steht da schon so viel Ungereimtes, dass ich schon einmal ein paar Fragen habe an Sie:

1. "Skandal bei Hilfswerk" Wer macht denn da den Skandal? Der Blick mit Ihrem Artikel, Herr Dammann!
Kein Mensch hat vorher von einem Skandal gesprochen!

2. der "schlimmste Bubenschänder der Schweiz" Herr Damman, Sie wollen doch nicht als Lügner da stehen! Und Sie glauben doch selber nicht, dass es in der Schweiz noch keinen schlimmeren Bubenschänder gegeben hat oder immer noch gibt? Das wäre ja wunderbar, es gäbe dann nämlich gar keinen, weil Beat Meier ja für etwas verurteilt wurde, das er nie begangen hat. Das erwähnen Sie ja sogar selber.
Zitat:
"Das Gericht glaubt den Stiefkindern nicht, als diese ihr Aussagen widerrufen"! Wenn doch die einzigen Opfer, wegen denen Meier seine Strafe schon längst abgesessen hat, vor den Richtern sagen: "Wir sind keine Opfer", ja, wo sind denn die Opfer des Herrn Meier?
Vielleicht würde da einmal ein Statistik Klarheit schaffen. Wäre doch Blick-gemäss: Eine Statistik aller Schweizer Bubenschänder mit Angabe der von diesen begrabschten Buben!(Vielleicht noch abgestuft nach Art und Gewichtigkeit der "Schändung"). Dürfen die Leserinnen und Leser des Blicks und auch ich und weitere Menschen, die Beat kennen, Sie darum bitten?

ganz aktuell:Schlagzeile heute (31.8.2006) im Blick: Grapsch-Lehrer gesteht immer mehr Taten - Schweiz - News - Blick Online

"Es sind schon 17 Übergriffe, die dieser Lehrer gestanden hat..." (Warum haben sich die Buben nicht vorher gemeldet? Werden sie jetzt befragt? Sind sie erleichtert, dass sie nun "auspacken" können oder schockiert, dass ihre "Jugendsünden" aufgedeckt wurden?)

3. "kümmert sich um Verdingkinder" Mit Verlaub, Herr Dammann, wenn es heute noch Verdingkinder in der Schweiz gäbe, wäre der Blick wohl der erste, der diesen Skandal aufgedeckt hätte.
Es geht also nicht um Kinder, sondern um "ehemalige Verdingkinder".


4. die Foto der Verdingkinder unter Meiers Porträt:

Sie mögen mir jetzt vorwerfen, Herr Damman, dass ich voreingenommen sei, wenn ich aus den beiden Foto den Schluss ziehe, sie wollten damit der Leserschaft suggerieren, der Herr Meier (oben abgebildet) hätte solche Kinder (unten abgebildet) missbraucht. Ja, Sie haben recht, das Foto ist ja datiert (1947). Und das Alter von Meier haben sie auch angegeben (60) Man rechne also nach.
Aber, Herr Damman: Warum denn dieses Kinderbild aus alten Zeiten, Ihre Schlagzeile heisst doch
"Bubenschänder arbeitet für Verdingkinder"?

5. es kommt noch besser: zwei Mädchen heben ihre Schürzlein!


Na ja, Herr Damman, ist ja wohl Zufall, dass die beiden Mädchen ihre Schürzlein hochheben. Hat doch überhaupt nichts zu bedeuten, Beat Meier ist ja nach Ihren Vorstellungen ein Bubenschänder"...

Wie schon vermerkt, ich lese nur mit grösstem Widerwillen im Blick und ähnlichen Blättern. Ich habe meine Erfahrung und weiss, wieviel sich Journalisten leisten dürfen, bis ihnen korrigiert oder gestrichen wird, was sie schreiben. Es darf in schwarz auf weiss, in dicken Lettern gelogen werden, die Buchstaben werden deswegen nicht rot, wenn sie es nicht schon als Schlagzeile sind...

Deshalb darf man - auch Herr Dammann - mich ruhig belächeln über meine brave Naivität, wenn ich hier auf Fehler und Lügen aufmerksam mache. Es wird deshalb ganz sicher schon heute wieder dick weiter gelogen und schluddrig nachgeforscht oder mit ganz fiesen Methoden Schein-Information eingeholt.

Das geht zum Beispiel so: Der Journalist schickt einen Brief oder ein E-Mail ungefragt einer Person zu, von der er Auskunft will und stellt ein paar ganz konkrete Fang-Fragen in der Art von "stimmt es dass..." . Will man diese nicht beantworten oder hält man die von ihm gestellte Frist nicht ein, (meist ganz wenige Tage), hilft nur noch nachträgliche Richtigstellung - und die ist mühsam! Er vermerkt nämlich auf seiner Anfrage, dass er bei Nichtbeantwortung davon ausgehe, "dass es stimmt". Und das sind die scheinbaren Tat-Sachen, die dann als Sensation oder Skandal in der Zeitung stehen!!

Wenn ich also hier diesen Skandal-Artikel auseinandernehme und kritisch hinterfrage, dann erwarte ich nicht, Herrn Damman (oder die Blick-Redaktion) zu mehr Seriosität in ihren Nachforschungen ermahnen zu können. Das ist ganz einfach unmöglich und scheinbar auch nicht erwünscht. Das Volk kauft ja diese Zeitung und will scheinbar belogen sein!

Was ich aber damit aufzeigen will, ist eine ganz unglaubliche Tatsache, die u.a. auch in diesem Skandalbericht steht und die von Herrn Damman ausgelöst wurde:

Die Tatsache nämlich, dass eine vom Volk gewählte Politikerin auf Grund der absolut einseitigen und skandalisierten Aussagen dieses Journalisten aus dem Verein "Verdingkinder suchen ihre Spur" unter Protest ausgetreten ist und Blick dies als Sensationsbericht drucken lässt!

Zitat aus dem Bericht:
"Als BLICK die Zürcher SP-Politikerin über diese Tatsache informiert" dass "der schlimmste Bubenschänder der Schweiz" für den Verein arbeite " zieht sie die Konsequenzen. Sie tritt sofort zurück."

Ich konnte es nicht glauben, dass Frau Fehr so schnell und so einseitig informiert handelt. Auch wenn sie nicht wusste, wer Beat Meier ist und wo er für den Verein arbeitet, sollte man doch von einer Politikerin etwas mehr Sachlichkeit und vor allem etwas mehr Vernunft erwarten dürfen. Oder liest diese Frau nur den Blick und ist sie noch naiver als ich, dass sie diesem nämlich alles glaubt? (Mich kann man belächeln wegen falscher Vorstellung von Sensationsjournalismus und dass ich zu empfindlich reagiere, aber damit richte ich sicher keinen Schaden an!)

Frau Jaqueline Fehr (SP) hat durch ihr überstürztes Handeln dem Verein und dem Vorstand schweren Schaden zugefügt und kann dafür nicht (nur) Herrn Damman und dem Blick die Schuld zuweisen.

Ich habe aus ihrer Homepage die Aussage gelesen:

"Klare Positionen sind wichtig" (http://www.jfehr.ch/ichmeine.html)


Da pflichte ich ihr gerne bei. Nur die Vorarbeit für den Positionsbezug, die stelle ich mir etwas anders vor, als dass man sich von einem Sensationsjournalisten orientieren lässt und zu seinem Triumph dann ganz nach seinen Vorstellungen handelt!

Weil man Frau Fehr auf ihrer Homepage auch direkt mailen kann, habe ich dies getan - ein wenig zu spontan vielleicht und nicht gerade diplomatisch.

Aber ich nehme mir auch das Recht heraus, empört zu reagieren, ganz nach dem Gusto der Blick-Macher:

Sehr geehrte Frau Fehr,
Den Blick lese ich nur, wenn es nicht anders geht, um mit mir verbundene Menschen aus Journalistendreck zu retten, so gut dies noch möglich ist, und brauche ihn nur dann, wenn ich dringend muss und mir nichts anderes zur Verfügung steht...
Und so einem Blick-Journalisten sind Sie nun auf den Leim gekrochen und lassen sich von ihm missbrauchen! Was meinen Sie, wie der stolz darauf ist, dass er eine Jaqueline Fehr zu einem "mutigen" Rücktritt bewegen konnte!!!!?
Soll ich ihm zu dieser Heldentat gratulieren und Ihnen zu Ihrem Mut und der volksverbundenen Geradlinigkeit? Natürlich, ein Pädophiler hat kein Recht, Vertrauensämter zu übernehmen, er ist ja lebenslang ein unverbesserlicher Unterhund, wenn er nicht bereit ist sich zu ducken und zu parieren, die Volksmeinung über ihn auf Befehl zu übernehmen und überhaupt zuzugeben, dass er ein Sauhund ist, weil das Volk und seine Richter es so wollen und es niemanden interessiert, ob es auch wahr ist, was ihm vorgeworfen wird und was er auf Befehl zu gestehen hat. Hauptsache, Damman und Konsorten haben Stoff für Skandalberichte. Nicht einmal SozialPartnerschaftlich würdig ist es, dass man sich bei einem solchen Unterhund seriös über die wahren Umstände seines Wirkens im Verdingkinder-Verein orientiert! - Gratuliere also auch Ihnen zu Ihrem Entscheid, ganz nach Ihrem Motto gefällt: "Klare Positionen sind wichtig". Vielleicht werden Sie ja einmal auf Ihrer Homepage Ihre Wähler/innen und Symphatisant(inn)en darüber orientieren, wer Ihnen diese Informationen zu diesem "klugen Entscheid" geliefert hat und wo sie auf die Suche nach Informationen zur Wahrheitsfindung gehen. Ich werde es auf meiner tun, wenn diese auch nicht die Beachtung finden wird wie die Ihrige. Aber sie ist wenigstens ehrlich, uneigennützig und in gewissem Sinne auch mutig aufgebaut. (Denn ich muss ja auch selber Angst haben vor Vorzeigemenschen wie Sie, die beim Wort "pädophil" alle Ihre sonst sicher schätzenswerten seriös recherchierenden Grundsatz-Eigenschaften fallen lassen wie volksverschrieene Unzüchtler ihre Hosen...)
Mit nachdenklich-freundlichen Grüssen, tinjo (mit Name und Adresse)

Eine Antwort ist bis heute ausgeblieben...

Doch nun nochmals zurück zu Blick und Herrn Damman und seinem Bericht:

6. "Missbrauch von insgesamt 17 Kindern müssen wegen Verjährung eingestellt werden"

Eigentlich, Herr Damman, müsste man Ihnen Ihren Job als Gerichtsjournalist wegnehmen, wenn Sie so schluddrig über Gerichtsfälle schreiben. Es waren nämlich ganz andere Gründe als die Verjährung: Es gab gar nicht so viele Missbräuche (eben gar keine, die wirklich bewiesen und deren Opfer bekannt sind!)

7. In Fettschrift behauptet Dammann: "Die Verdingkinder wissen nur, dass ein gewisser Beat Meier Sekretär ihres Vereins ist. Dass er verwahrt ist, verschweigt man ihnen."

Jedes dieser Verding"kinder" kann lesen und ist jetzt alt und selbständig genug (!), dass es selber bestimmen kann, ob und was es lesen will. Auch das Buch von Beat Meier, aber auch seine Geschichte, die in der von Ihnen erwähnten Aktions-Schrift detailliert nachzulesen ist. Es hätte auch Ihnen, Herr Dammann, gut angestanden, wenn dies zu Ihrer Pflichtlektüre vor dem Schreiben dieses Berichtes gehört hätte...

8. Dann wird ein Gründungsmitglied des Vereins zitiert: "Dies zeigt, dass die Verdingkinder- Vereinigung als Plattform für die Freilassung von Beat Meier missbraucht wird"

Pardon, Herr Dammann, darf ich Sie fragen, was jetzt stimmt: Wissen nun die Vereinsmitglieder oder wissen sie nicht, wer Herr Meier ist?

9. "Eine nicht geständige und wegen schweren Verbrechen verwahrte Person ist absolut nicht geeignet, vertrauliche Lebensdaten von Drittpersonen einzusehen und zu bearbeiten" hat scheinbar Frau Fehr gesagt.

Nun, Herr Dammann, da sind Sie einmal nicht der Übertreiber, sondern die Frau aus der sozialen und demokratischen Partei der Schweiz vergisst in der Eile ihres "sofortigen Austritts" alles, was sozial und demokratisch wäre, nämlich: eine gewissenhafte und unparteiische Abklärung der Umstände, wie sie wirklich sind und eine etwas menschlichere Einstellung auch zu einem Verwahrten, von dem sie doch so gar nichts weiss, wie er sich dort verhält.

Stimmt die Aussage dieser Frau?
Sehr geehrte Frau Fehr,
Wie kommen Sie darauf, dass Beat Meier "schwere Verbrechen" begangen hat? Wo her haben Sie diese Information???

Oder stimmt ihre Behauptung, Herr Dammann? Wenn sich eine Politikerin in einer anderen Sache so oberflächlich und inkompetent verhielte, wären Sie da nicht der Erste, der daraus Schlagzeilen machen würde? Letztlich geht die Sache eben doch wieder an Sie, Herr Dammann, zurück, weil Sie sich ja darüber rühmen dürfen, dass sich die Volksvertreterin Fehr bei ihrem Vereinsautritt auf Informationen von ihnen und von zwei frustrierten Vereinsmitgliedern gestützt hat.

Fazit aus diesem "Skandal", der vor Dammanns "Sensations"-Bericht keiner war und jetzt ein mehrfacher ist:

  • Der Herr Dammann und der Blick bleiben Sensationslieferanten fürs einfache Volk und lassen sich kaum belehren.


  • Die Frau SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr aber hat mit ihrer Bereitschaft, sich vom Blick in dieser Sache instrumentalisieren zu lassen, einen sehr undemokratischen Dienst getan. Sie hat mit ihrem überstürzten und auf falsche Informationen begründeten Vereinsaustritt den Vorstand persönlich äusserst unsozial und aufs Schwerste diffamiert und Beat Meier auf eine wirklich skandalöse Art bar jeden Beweises "schwere Verbrechen" angehängt. Eine Persönlichkeitsverletzung, die eigentlich bestraft werden müsste !


Darum: jetzt erst recht: AKTION freebeat unterstützen!

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