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Richtiig, Herr Richter

ARCHIV > 2008

22.März 2008: Blick meldet:
Lehrer fotografierte nackte Buben und sammelte Kinderpornos

Jeden Tag steht er vor seinen Schülern. Hat er Kontakt zu Buben. Aber niemand weiss, wer der pädophile Lehrer ist. Und wo er ist. Ein Richter schützt ihn.


Richtig, Herr Richter!


Das geht die Schule wirklich nichts an,



so lange sich niemand belästigt fühlt...

Immer wieder die selbe Situation: Lehrer X. unterrichtet in einer Schule. Würden z.B. Blick-Reporter in eben dieser Schule eine Umfrage unter Schülern machen nach dem beliebtesten Lehrer, wäre es vielleicht genau dieser. Niemand weiss, dass Lehrer X. mit einem Problem zu leben hat, das er vor seiner gesamten Umwelt verschweigen muss.
Das ist aber nur die eine Seite seines Problems. Die andere ist, dass das, was er verschweigen muss, zu seinem Wesen gehört, wie für andere der Wunsch, eine Familie zu gründen, was voraussetzt, dass man Kinder gerne hat. Lehrer X. hat Kinder gern - zu gern, als dass er ihnen Schaden zufügen oder selbst solche "machen" könnte. Sein persönliches Problem ist, dass er Kinder etwa im selben Masse erotisch findet, wie ein "normaler" Mann bestimmte Frauen erotisch findet.
Auch möglich, dass er verheiratet ist und eigene Kinder hat. Trotzdem hat er dieses Problem, mit dem er sich zurecht finden muss...
Kleine Zwischenfrage: Ist es verwerflich, wenn Männer Frauen erotisch finden und sich an entsprechenden Abbildungen erfreuen oder gar begeilen? ( Ich meine erotische, nicht pornografische Abbildungen!)

Ein weitere Frage: Was bewirkt die Betrachtung solcher Abbildungen? Was sind die Folgen?

Im "Normalfall" eine banale Frage - und sicher keine für die Blick-Titelseite! Kein Anlass für einen Skandal, höchstens eine weitere Anregung, noch mehr entsprechendes erotisches "Menschenmaterial" zur Umsatzsteigerung bildlich anzubieten.

Ganz anders sieht das aber aus, wenn Herr Lehrer X. sich mit seinen Abbildungen etwas Freude oder gar Lustbefriedigung verschafft und jemand davon erfährt!

Lehrer X. war wohl - und ist sicher weiterhin - ein vorzüglicher Lehrer - wie viele andere, die es jetzt nicht mehr sind - und ein beispielhaftes Vorbild für Schülerinnen und Schüler und eine grosse Stütze für Schule und Elternhaus. Weiter Fragen und Kommentare wären überflüssig...

... wenn sich nicht nach dem ewig gleichen Drehbuch menschliche Dramen in der Realität abspielten, ausgelöst von - durch Sex- und Sensationsgier ersetzte - Jagdlust neuer Hexenjäger, ungestraft durch Gesellschaft und Obrigkeit...
.....




Er habe "Tausende von ekligen Kindersex-Bildern" besessen und sei als "als Pädophiler verurteilt".

Trotzdem dürfe der Baselbieter Lehrer weiter unterrichten und als Vereinstrainer amten.

Der Journalist ärgert sich, dass ausgerechnet der Richter, der den Lehrer wegen Pädophilie verurteilt hat, ihn nun schützt und seinen Namen nicht heraus geben will.
" Nicht einmal an die Schulbehörden."!

Wenn schon jemanden, dann sicher nur den Schulbehörden und nicht dem Blick und der breiten Öffentlichkeit, - wäre zu hoffen. Auch in manch anderen Fällen!

Dem Baselbieter Richter und seinem Chef, Gerichtspräsident Peter Meier gebührt Respekt und Anerkennung für solch konsequente Haltung! "
«Einerseits gibt es die Unschuldsvermutung und das Amtsgeheimnis. Anderseits gilt es, sexuellen Übergriffen auf Kinder vorzubeugen», rechtfertigt dieser das Vorgehen des Richters."

"
Der Richter muss also überzeugt sein, dass vom Lehrer keine Gefahr ausgeht. Obwohl dieser schon früher Buben mit entblösstem Geschlechtsteil fotografierte."


Selbst der Chef-Richter findet es «sehr unangenehm», dass der ver­urteilte Lehrer weiter unterrichten darf. «Ich bin Grossvater und meine Enkel gehen noch zur Schule», sagt Meier. «Deshalb kann ich es als Privatmann verstehen, wenn Eltern wenig Verständnis für diese Situation haben.» Gleichzeitig vertraue er aber auf das Urteilsvermögen seines Kollegen.

Bildungsdirektor Urs Wüthrich (SP) würde gerne reagieren – kann aber nicht. Weil er nicht weiss, um welchen Lehrer es sich handelt. «Ich habe sogar nochmals beim Kantonsgericht angefragt, ob es Mittel oder Wege gibt, den Namen dieses Lehrers doch noch zu erfahren», sagte Wüthrich BLICK. Die Behörde verneinte.

Auch an den Schulen herrscht absolute Ahnungslosigkeit. «Ich habe mich bei den zuständigen Stellen in den Kollegien umgehört», sagt Regierungsrat Wüthrich. Niemand wusste, wer der Lehrer sein könnte.

Zwar gibt es seit 1. Februar im Baselbiet ein neues Gesetz, das den Gerichten erlaubt, Arbeitgeber über pädophile Angestellte zu informieren. Das Verfahren gegen den Lehrer endete wenige Tage vor Inkrafttreten dieser Neuerung.

Aber auch mit dem neuen Gesetz sind die Baselbieter Richter nicht verpflichtet, die Namen von Pädo-Lehrern preiszugeben. Sie dürfen es lediglich – wenn sie es für nötig halten. «Ich kann nur an die Richter appellieren, in solchen Fällen künftig mehr Sensibilität walten zu lassen», sagt Wüthrich.

Die Baselbieter Gerichte mauern wohl nicht zum ersten Mal. Vermutlich unterrichten weitere Pädo-Lehrer. «Davon muss ich leider ausgehen», räumt Wüthrich ein. Wüsste er die Namen, würde er hart durchgreifen: «Jeder Fall würde zur Chefsache.» Nur zwei Alternativen hätten die Betroffenen: Fristlose Entlassung oder freiwillige Freistellung.

Der Pädo-Lehrer-Skandal. In den Baselbieter Nachbarkantonen wäre so etwas undenkbar. In Basel, Solothurn und im Aargau informieren die Polizeibehörden sogar bereits während den Ermittlungen. Ohne rechtliche Bedenken.

«Es wurde bei uns gerichtlich beschlossen, dass die Weitergabe solcher Namen gesetzlich und dienstlich gerechtfertigt ist und das Amtsgeheimnis nicht verletzt», sagt der zuständige Solothurner Departements-Sekretär Adriano Vella.

In Basel heisst es: «Das läuft bei uns auf höchster Ebene», sagt Markus Melzl von der Staatsanwaltschaft. «Der Erste Staatsanwalt informiert in heiklen Fällen den Vorsteher des zuständigen Departementes.» Und im Aargau gibt der Polizeikommandant die Information weiter.
Schwarze Listen auf der ganzen Welt

Viele Staaten setzen auf Meldepflicht und Berufsverbote für Pädophile. Vor allem englischsprechende Länder tun sich hervor:

In den USA sind Sexualstraftäter ein Leben lang gebrandmarkt. 1994 trat «Megans Gesetz» in Kraft – nach dem Sex-Mord an der kleinen Megan (7) durch einen vorbestraften Sex-Täter. Seither darf die US-Polizei Name, Foto und Adresse von Verurteilten einfach ins Internet stellen.

In Grossbritannien kommen Verurteilte in ein Register und werden nie mehr Lehrer. Die Zeitung «News of the World» nannte 2005 gar Hunderte echter und angeblicher Pädophiler. Folge: Brandanschläge auf deren Häuser – und mehrere Selbstmorde.

Süd-Korea führt eine Liste von 86 Englischlehrern aus dem Ausland: Trinker, Prügler und Beta­tscher. Wer da drauf ist, bekommt dort keinen Job mehr.

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