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ARCHIV > 2007

6.November 2007: Blick meint

Naive Aktion der Kantone


Pädophile sollen sich selber melden
Von Thomas Ley | 16:50 | 05.11.2007


NEUENBURG – Warum immer die Pädophilen jagen? Sie könnten sich ja gleich selber melden – bei einer Hot-Line der Kantone. Die Polizei findets naiv.
BLICK und die Polizei findet die "Aktion der Kantone" naiv:
Pädophile sollen sich selber melden


DOKUMENTATION
BLICK und die Polizei findet die "Aktion der Kantone" naiv: Pädophile sollen sich selber melden
Thomas Ley beginnt seine Story nach altbekannter Manier: Der freundliche ältere Herr, der das Vertrauen einer Mutter missbraucht und darauf deren Töchter...

Darauf enthüllt er der geneigten Leserin, dem entrüsteten Leser: "Dieser Pädophile wird sich so schnell an keinem Kind mehr vergreifen. Doch nicht nur die Spezialisten wissen: Viel zu viele Kinderschänder treiben weiter ihr Unwesen."
Also ist wohl so gewiss wie eins und zwei = drei gibt, gemäss Thomas Ley und Blick
ein Pädophiler = ein Kinderschänder!

Thomas Ley beginnt seine Story nach altbekannter Manier: Der freundliche ältere Herr, der das Vertrauen einer Mutter missbraucht und darauf deren Töchter...

Darauf enthüllt er der geneigten Leserin, dem entrüsteten Leser: "Dieser Pädophile wird sich so schnell an keinem Kind mehr vergreifen. Doch nicht nur die Spezialisten wissen: Viel zu viele Kinderschänder treiben weiter ihr Unwesen."

Also ist wohl so gewiss wie eins und zwei = drei gibt, gemäss Thomas Ley und Blick

ein Pädophiler = ein Kinderschänder!

Wer nun meint, das sei von Blick und Rey nicht so gemeint, lese doch was darauf folgt:

Die Jagd nach Pädophilen – eine Sisyphus-Arbeit. Auch der 62-Jährige wurde erst geschnappt, als ihn ein Nachbar verpfiff. Doch wenn sie die Polizei nicht findet – vielleicht melden sie sich selber? Bevor sie ihre Taten begehen?

Muss ich mich jetzt auch in Acht nehmen vor den Pädo-Jägern? "Bevor ich meine Tat begehe"?

Kombiniere ich falsch, wenn ich nach dem Lesen dieser Sätze eine weitere Gleichung anstelle:

"alle Pädophilen = Täter", man muss sie schnappen, bevor sie Ihre Tat begehen.
Pädophile sind nur dann gute Menschen, wenn sie sich selber der Polizei stellen und diese dafür sorgt, dass sie keine Taten begehen" (Wie denn???)

Immer noch nicht überzeugt, dass hier Jagd auf "Pädophile" gemacht wird? (Also wohl auch auf mich, als bekennender Pädophiler?)

Der Bericht enthält auch folgendes wortwörtlich: " Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) sucht ab nächstem Jahr nach potienziellen Pädophilen – per Telefon-Hotline.¨"

Schauen wir mal nach, was die SKP wörtlich zu ihrem Projekt verkündet: http://www.skppsc.ch/blog/index.php/weblog/category/C6

Ich finde da zuerst in einer Meldung über eine Gesetzesänderung im Kanton Basel Land :Gesetzesgrundlage zur Meldung von Lehrern und Erziehern , die gegen die sexuelle Integrität von Abhängigen verstossen haben, die Bemerkung: "Mit der Gesetzesänderung sollen ausdrücklich auch Konsumenten von Kinderpornografie erfasst werden, obwohl auf die explizite Erwähnung von Kinderpornografie oder Pädophilie im Gesetzestext verzichtet wird."

Auch wenn das Vorpreschen dieses Kantons in dieser Sache sich letztlich kontraproduktiv auswirken wird, so ist ihre Wortwahl doch zu begrüssen.
Ganz im Gegenteil zu Pascal Seeger, dem in einigen Texten zum Präventionsprojekt der SKP sein eigener Hass und seine sträflich pauschalisierende Haltung gegen "Pädophile" anzumerken ist. Z.B. hier:
Grenzenlos! Pädophilie im Second Life.

Jetzt haben die Pädophilen mit ihren ausufernden und verschrobenen Fantasien einen weiteren Platz gefunden, um sich zusammen zu tun und Momente von kindererniedrigender Lust zu teilen. Eine virtuelle Welt, die sich “Second Life” nennt, ermöglicht es ihnen minderjährige Avatare zu missbrauchen.


Second Life ist ein 2003 gegründetes virtuelles Universum, an dem sich mehr als eine Millionen Spieler rund um die Welt beteiligen.



>>>>>> "die Pädophilen mit ihren ausufernden und verschrobenen Fantasien" !!!

Nochmals: "die Pädophilen" !!!

Herr Pascal Seeger, Sie sind wahrscheinlich ein "Heterophiler"! Wissen Sie, wie ausufernd und verschroben "die Heterophilen" sind? Also auch Sie? ............. Schämen Sie sich nicht?

Geradezu unglaublich ist es, dass auf einer offiziellen schweizerischen Bundes-Website mit der Bezeichnung:



Schweizerische Kriminalprävention SKP PSC - Postfach 2073 - CH-2001 Neuchâtel
Tel. +41 32 729 91 60 - Fax: +41 32 729 91 69 - info@skppsc.ch

folgendes zu lesen ist. Wieder von Pascal Seeger!

Was mich dabei mehr als bedenklich finde, habe ich rot hervorgehoben:
Ein Hacker macht Jagd auf Pädofile im Netzwerk MySpace

Ein bekannter White Hat (eine Art Ethikpirat) hat mehrere Monate lang Cyperpädofile auf MySpace verfolgt. Er hat 744 gefunden, von denen 497 der Justiz bereits bekannt waren.
Kevin Poulsen hat ein kleines Programm entwickelt, welches es ihm ermöglicht nahezu eine Millionen Konten der Website MySpace.com zu sondieren (siehe auch unseren Artikel vom 13.09.2006), um so verdächtige Profile herauszufiltern, die möglichen Pädofilen zuzuordnen sind. Klar, es gab natürlich mehr als nur einige “Fehlalarme” und ein manuelles Nacharbeiten war nötig, um die aufschlussreiche Zahl (744, nur in den USA) bestätigen zu können. Sie erlaubt einen Rückschluss auf die Gefahr, welcher unsere Kinder, die diese sozialen Netzwerke nutzen, ausgesetzt sind.

Ich möchte mögliche potentiellen ‘Piraten’ darauf aufmerksam machen, dass Herr Poulsen im Auftrag des FBI gehandelt hat und seine Arbeit somit von den Behörden beaufsichtigt wurde. Oft habe ich gehört, dass die Polizei ihre Arbeit nicht mache und dass sich die ‘Piraten’ selbst um die Pädofilen im Netz kümmern sollten, indem sie sie dort jagen und ihre Computer oder Webseiten zerstören. Hierzu kommen mir drei sehr wichtige Dinge in den Sinn:

1. Die Polizei macht ihre Arbeit so gut es geht mit den Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung gestellt werden. Es sind vor allem juristische Hürden und das Fehlen von Einsatzkräften, welche die Gründe der nur relativen Effizienz der Polizeikräfte im Bereich der Cyberpädofilie sind.

2. Meines Erachtens bringt es garnichts, die Computer oder Webseiten zu zerstören, denn Ziel ist es ja, die Personen, die dahinter stehen, zu identifizieren, um sie anschliessend zu verurteilen und vor allem um zu wissen, ob es Opfer gegeben hat. Je mehr Sie diese Leute hetzen oder plagen würden, um so besser würden sie sich schützen und verstecken.

3. Wenn Sie Lust haben, einer dieser “weissen Ritter” des Internets zu werden, dann melden Sie sich bei Ihrer Polizeibehörde vor Ort, um sich vor den juristischen Schritten, die im Falle eines “Fehlalarms” gegen Sie unternommen werden könnten, zu schützen… Aber fühlen Sie sich bitte nicht angegriffen, wenn Ihnen der Polizeibeamte davon abrät, privat und alleine zu agieren.

Von meiner Seite her kann ich solche Initiativen, welche diese Pädofilen aufspüren nur begrüssen. In der Schweiz wäre dies eine Mission für die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität KOBIK. Leider muss ich hier an dieser Stelle auf Punkt 1 dieses Artikels verweisen…



Da wird doch tatsächlich von einem Bundesangestellten zu indirekten Piratenhandlungen aufgerufen, d.h. wenn ich Lust habe, "Cyberpädofilie" aufzudecken, darf ich verbotene Bilder anschauen, diese der KOBIK melden und werde mit dieser "lustvollen" Beschäftigung erst noch zum “weissen Ritter” des Internets ernannt!!!

Herr Ley vom Blick, Sie befinden sich also in guter Gesellschaft. Und "das Volk" klatscht Beifall!

Aber glücklicherweise nicht das ganze Schweizer Volk. Aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der/die solch schluddrigem Journalismus ( nicht nur im Blick - auch in Bundeskampagnen...) unkritisch übernimmt. Leider sind es nur wenige, die sich dann auch gegen solche menschenverachtenden Verallgemeinerungen wehren.

Es ist schon sehr bedenklich, wenn sogar ein Markus Melzl, als Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, seine Sorge äussert: «Wenn sich einer meldet, und er hat ein Problem – was geschieht dann, wenn der die Therapie wieder abbricht?»
Melzls Sorge: Dann driftet so einer wieder zurück in die Anonymität. Zurück in die Halbwelt der Pädophilen.

So kehre ich denn zurück in meine "Halbwelt" und hoffe, man lasse mich wenigstens die eine Hälfte meines Wesens leben: die des "normalen Bürgers", so wie "man" ihn haben will... ( Dass die andere Hälfte "meiner Welt", die ich wegen Ihnen, Herr Melzl, und Ihrer grossen Gefolgschaft, "auf der Strasse" anonym halten muss, auch nicht schlechter wäre, als die von Ihnen, wird Sie wohl kaum von Ihren Sorgen abbringen...

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