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Kontakt mit Abt Martin

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Anlass zu meinem Kontakt zum Abt vom Kloster Einsiedeln, Martin Werlen, gab mir die Herausgabe der Schrift:

SCHWEIZER BISCHOFSKONFERENZ
Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge
Richtlinien für die Diözesen
Freiburg, 5. Dezember 2002



Dazu schrieb die NZZ:
„Die Auseinandersetzung mit diesen Problemen soll vor allem zur Ausbildung der Seelsorger gehören, aber auch Teil der Weiterbildung und der geistlichen Betreuung sein. Bereits bei der Aufnahme von Kandidaten in ein Priesterseminar soll auf die Persönlichkeit und allfällige belastende Faktoren besonders geachtet werden“, schreibt die NZZ in der Vorstellung dieses Dokumentes .

Wenn es auch im Hauptteil dieser Richtlinien fachlich und wissenschaftlich wohl kaum viel auszusetzen gibt, haben mich bei den Begriffs-Erklärungen gewisse Aussagen derart geärgert, dass ich Abt Martin einen sehr persönlich motivierten Brief schrieb:

Zusammenfassung des Briefes in seinen wichtigsten Punkten

(ganzer Brief)

Diesen Brief übergab ich anlässlich der Silvesterfeier 2002 in der Klosterkirche Einsiedeln dem Pförtner des Klosters zur Aushändigung an Abt Martin.


Weil keine Antwort kam, schrieb ich dem Abt am 16. Januar 2003 nochmals.

Daraus selbstkritische Auszüge und kritische Ergänzungen

(ganzer Brief)


Über eine Zeitung erfuhr ich von der neuen Einrichtung:
„Das goldene Ohr“ :
"«Das goldene Ohr» ist eine anonyme Adresse, die jede und jeder Aussenstehende benützen kann. Dahinter verbirgt sich ein vom Abt bestimmter Mönch des Klosters. «Das goldene Ohr» ist ein offenes Ohr, offen für alle Anliegen und Fragen (persönliche, biblische, kirchliche u.a.), die so gut wie möglich beantwortet werden. " ( (http://www.kloster-einsiedeln.ch/?id=34 )

Dorthin mailte ich am 19.Februar 2003 und fragte nach, ob wohl meine Briefe den Abt erreicht haben.
Die Antwort per Mail erhielt ich noch am selben Tag:

„Lieber Herr Joos,
unser Abt ist tatsächlich ziemlich überfordert. Er hat zwar seit einiger Zeit eine halbtags arbeitende Sekretärin; aber wie es scheint, reicht das nicht ganz aus, um die vielen Anfragen zu beantworten.
Das "goldene Ohr" ist nicht so überfordert.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Vertrauen. Wer auf Menschen vertraut, wird immer wieder Enttäuschungen erleben - trotzdem sollten wir nicht misstrauisch werden. Aber besser ist es, auf Gott zu vertrauen. Er hat sicher immer ein offenes Ohr für unsere Klagen - auch wenn wir in unserer Beschränktheit öfters meinen, er höre und erhöre uns nicht..
Mit freundlichen Grüssen
das.goldene.ohr


Es dauerte dann noch einige Zeit, bis eine alte Bekannte von mir, die sich sehr für meine Interventionen beim Abt interessierte, diesen telefonisch erreichen konnte und ihn aufforderte, mir endlich ein Antwort zu geben.

Daraufhin rief mich der Abt persönlich an und lud mich zu einer Besprechung ein. Das müsste ca. Anfang Juni 2003 gewesen sein, leider habe ich das Datum nicht notiert. Die Besprechung fand in seinem schönen Audienzzimmer im Kloster statt und dauerte gut zwei Stunden. Ich erinnere mich an ein gutes, von beiden Seiten sehr offen geführtes Gespräch, in dem wir uns situationsgemäss in diversen Punkten nicht einig wurden. Wen wundert’s!?...

Gegen Ende des Gesprächs erhob sich der Abt und ging in seine Büro. Er kam zurück mit einem gedruckten Exemplar der zur Debatte stehenden Richtlinien und gab mir den Auftrag, bis zur nächsten Sitzung der Fachkommission im Herbst 2003, Verbesserungsvorschläge zu den von mir kritisierten Punkten zu erstellen und ihm zukommen zu lassen.

Mit diesem Auftrag ging ich nachhause und sandte ihm meine Arbeit Anfang September 2003 mit folgendem Brief zu:

Brief-Zusammenfassung

(ganzer Brief)

Verbesserungsvorschläge für eine Neuausgabe der "Richtlinien"

Aus heutiger Sicht muss ich feststellen, dass ich meine Korrespondenz mit Abt Martin vielleicht allzu persönlich motiviert, geführt habe und einiges polemisch wirkt. Man darf aber nicht ausser Acht lassen, dass damals die unsägliche Hetzkampagne gegen Pfarrer F. und seinen Vorgänger auch in mir Spuren hinterlassen hat. Ich reichte sogar aus eigenem Antrieb eine Beschwerde beim Presserat ein, weil ich mich ganz persönlich betroffen fühlte wegen der Art und Weise wie der „Blick“ in dieser Affäre diese beiden Pfarrherren in den Schmutz gezogen hat und ihnen damit aus Sensations- und Gewinngier auf Dauer ihre gesellschaftliche Existenz vernichtet hat.

Es dauerte lange und brauchte wiederum diverse Nachfragen, bis ich endlich eine Antwort von Abt Martin erhielt.

Hier ist die Antwort und damit alles, was meine Arbeit dem Abt wert war.

Die Neuausgabe der Richtlinien enthält die unveränderten menschenverachtenden Bergriffserklärungen. ...




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