tinjo's HOMEPAGE


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Immer die Kirche!

INHALT > ES > Immer die Kirche!

jetzt (März 2010) im :

Dossier: Die Scheinheiligen


Immer neue Fälle erschüttern katholische Einrichtungen in Deutschland - und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert jetzt eine schonungslose Aufarbeitung.

Das müsste nicht sein, dass meistens an erster Stelle "die Kirche" dran kommt, respektive kirchliches Personal angeklagt wird, wenn es um "Kindmissbrauch" geht!

Die Medien hatten dieses Jahr schon über etliche Katastrophen zu berichten, bei denen es unzählige "Opfer" gab.

  • Wer könnte sie alle noch aufzählen?
  • Wer hat alle Detail-Berichte darüber gelesen?
  • Wer war wirklich bis zu innerst erschüttert von all dem Leid, das über die betroffenen Menschen kam?
  • Wer hat Leserbriefe geschrieben und gefordert, endlich müsse Menschenmögliches getan werden, dass Naturkatastrophen nicht mehr so viele "Opfer fordern"?


Halt!

Was heisst denn das: "Opfer fordern"?

Ist es die Natur, die Opfer von uns Menschen fordert, oder ist es nicht eher "der Lauf der Welt", den man sich nicht ohne "Opfer" denken kann?

Dann könnten wir achselzuckend darüber hinwegsehen, solange wir nicht selber von einem Unglück betroffen werden. Was aber, wenn wir selber "Opfer" einer Katastrophe werden? Suchen wir dann nicht ganz unwillkürlich nach der Ursache des Unglücks oder nach Schuldigen?

Bei einem Erdbeben wären es die Konstrukteure von Häusern die nicht standhielten und Menschen unter sich begruben. Bei Tsunami-Opfern die zuständigen Behörden, die nicht frühzeitige gewarnt haben oder es unterliessen, Warnvorrichtungen zu installieren. Bei einem Autounfall wäre es der fehlbare Lenker oder allenfalls technische Fehler oder der mangelnde Strassenunterhalt usw.

Beispiele könnten in beliebiger Menge hinzugefügt werden, die entscheidende Frage bleibt immer dieselbe:

  • wer oder was ist schuldig zu sprechen, wenn "Opfer" zu beklagen sind?


Meist ist es klar, wer oder was gemeint ist, wenn man von Opfern spricht. Bei Erdbeben- und Tsunamiopfern kann man sich auch ohne detaillierte Bildberichte die Leiden vorstellen, bei einem Autounfall erfährt man meist, ob es Tote gab oder wie schwer die Verletzungen der "Unfallopfer" sind.

Was heisst denn eigentlich "Opfer"? Als Synonyme werden im Wiktionary "Geschädigter" und "Spende" genannt. Definitionen für "Opfer" sind:

  • jemand, der durch etwas Schaden erlitten hat


und

  • etwas, das man abgibt oder spendet, so dass man selbst darauf verzichten muss


Eine sprachliche Eigentümlichkeit: "Opfer" kann sowohl freiwilliger Verzicht auf etwas bedeuten, wie auch erlittener Schaden durch "etwas".

Beim einen ist etwas oder jemand für die "Tat" verantwortlich, bei der ich "Opfer" werde, beim anderen eine freiwillige eigene "Tat", bei der ich ein "Opfer" bringe,

Was soll nun dieser sprachliche Exkurs?

Ich bin sicher, dass sich alle zu den oben erwähnten Beispielen (und auch den unzähligen weiteren, die angeführt werden könnten) klar ist, was man unter "Opfer" versteht.
Ebenso sicher liessen sich Präventionsmassnahmen zur Verrmeidung von zukünftigen Katastrophen oder Unfällen aufzählen.

Geht es aber darum, einem einzelnen "Opfer" direkt beizustehen, dann muss man sich ganz individuell mit diesem befassen und feststellen, was seine Leiden sind und was es benötigt.

Eigentlich klar und deshalb unnötig, sich darüber sprachliche Gedanken zu machen!

Ich finde, es ist eben gar nicht so klar!

Zumindest nicht bei dem Thema, mit dem wir zur Zeit überschwemmt werden:

Da hat "endlich" das grosse Beben stattgefunden, der Aufbruch der Opferskandale und die Feststellung des "Epizentrums": die Kirche und die Bildungsstätten! Wie ein Tsunami brechen nun die Folgen dieses Aus- und Aufbruches aus allen Medien über uns herein.

JETZT MÜSSEN DIE TÄTER HER!!!
Hier ein Beispiel!


ABER WAS IST MIT DEN "OPFERN"?
was hilft z.B. diesem "Opfer" wirklich?


Das fragen sich diese selbst - deshalb auch dieser Aufstand, der "nun endlich" stattfinden kann.

Das frage auch ich - aber ich frage:
WAS SIND IHRE LEIDEN?

  • Können wirklich alle pauschal als "Opfer" bezeichnet werden, die nun aufgerufen werden, sich zu melden?
  • Gibt es nur "Schwerverletzte", keine "Bagatellfälle", also nur eine Vorgehensweise, sowohl bei "Opfern" wie bei "Tätern"?
  • Wie werden jene behandelt, die sich nicht als "Opfer" fühlen? - Melden sich solche überhaupt, oder werden sie zur "grossen Dunkelziffer" gezählt?


Ich plädiere dafür, dass aus geschädigten Kinder keine "Opfer" gemacht werden, weil kein einziges Kind verpflichtet werden kann, sich als "Opfer" zu fühlen.

  • Wo ein Schaden entsteht, ist Hilfe und Abhilfe gefordert, aber solche, die der individuellen Betroffenheit entspricht und nicht Rache!
  • Wo jemand oder etwas Schaden verursacht, ist genauso Hilfe und Abhilfe gefordert, aber dem angerichteten Schaden entsprechend und nicht aus Rache!


Ich plädiere für mehr Souveränitätsdenken in der Erziehung und im Umgang mit Kindern und Erwachsenen!


Eigentlich ein klare Sache!

  • Warum so wenig ersichtlich in dieser hysterischen Gegenwehr?


Suche

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü