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Guter Junge...

INHALT > ES > Immer die Pädophilen!



Guter Junge...

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Leider habe ich mir auf einen Hinweis die Tortur zugemutet, den Film "Guter Junge" auf

zu Gemüte zu führen.

Ich muss zwar gestehen, dass mich dieser "gute Junge", der Sven, fasziniert und ich allein wegen ihm und seiner Ausstrahlung auf mich, nicht abschalten konnte. Das war gut so.

Sven wird von Sebastian Urzendowsky dargestellt. Wer nun glaubt, ich schwärme für einen Minderjährigen, darf sich ruhig selbst informieren. Der Film wurde 2007 gedreht und 2008 das erste Mal gesendet.

Wie ein "normaler" Mensch auf diesen Film reagiert, kann ich ja nicht beurteilen.

Zum Film gibt es hier u.a. folgenden Kommentar:

Kinderschänder! - Es gibt kein ausgrenzenderes Stigma. Pädophilie ist etwas so Ungeheuerliches, dass die öffentliche Debatte darüber nur auf einer einzigen Ebene stattfindet: dass es keine tiefere Ausleuchtung, keine Erklärungsansätze und schon gar kein Verständnis für die Tätersicht gibt. Andererseits sind da Zahlen, Fakten und leider viele öffentlich gewordene, traurige Fälle, die belegen, dass das Thema viel zu akut ist, als dass man es in eine Schublade verschwinden lassen könnte. Der WDR wagte den Tabubruch mit einem Fernsehfilm zu diesem monströsen Begriff: Pädophilie.

Ja, es gibt sie, diese "traurigen Fälle". Die Behauptung das Thema sei "zu akut, als dass man es in eine Schublade verschwinden lassen könnte", stimmt zwar. Aber nur deshalb, weil es von den Medien akut gehalten wird und vor allem weil es keine tiefere Ausleuchtung, keine Erklärungsansätze und schon gar kein Verständnis für die Tätersicht gibt."

Wenn ich diesen Kommentar lese, dann wächst meine Sympathie zum Vater von Sven, wie er sich in seiner Haltung zu seinem Sohn gewandelt hat und sich "Erklärungsansätzen" stellt.

Dieser Film geht von einem guten Ansatz aus und beleuchtet das Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten.

Dass der WDR es "wagt", den
"monströsen Begriff Pädophilie" damit einmal anders auszuleuchten, darf den Verantwortlichen zugute gehalten werden. Ob dies letztlich gelungen ist und nicht am Schluss wieder dieselben Vorurteile zurückbleiben und die Stigmatisierung einer Minderheit sogar noch zementiert wird, sei dahingestellt.


Heute Abend (
Mittwoch, 22.April 2009) war in der Rundschau im eine Reportage über den Kindersextourismus im thailändischen Pattaya zu sehen. Ob das die Zuschauer/innen wohl zur Kenntnis genommen haben, was der Kommentator gesagt hat? Es seien nicht die "Pädophilen", die zu den Hauptkunden dieses Angebotes gehörten, sondern "ganz normale Bürger", die sich in dieser Hochburg des Kindersexes einen besonderen Kick gönnen...

Wie heisst es oben in diesem Kommentar: "Pädophilie ist etwas so Ungeheuerliches, dass die öffentliche Debatte darüber nur auf einer einzigen Ebene stattfindet: dass es keine tiefere Ausleuchtung, keine Erklärungsansätze und schon gar kein Verständnis für die Tätersicht gibt."

Wer sich den Film "Guter Junge" anschaut - als "normale/r Bürger/in selbstverständlich - wird vielleicht befriedigt das Ende des Filmes zur Kenntnis nehmen. Der "gute Junge" ist im Gefängnis und wird dort (wenigstens noch) von seinem Vater besucht. Wenn man die "akuten" Bestrebungen und deren praktische Auswirkungen auf jene beachtet, die in die Mühle der Justiz geraten sind und sich vor Augen hält, wie die Gesellschaft auf "Pädophilie" reagiert, darf man annehmen, dass "so ein Sven" nie mehr ein freies Leben führen kann.

Wenn es so wäre, dass dieser Sven, wirklich ein Kinderschänder ist, könnte man solche Erwartungen noch verstehen!

Er ist es! Zumindest muss man es annehmen, auch wenn offen bleibt wie es mit ihm weiter geht. Der Film wurde - wohl, um überhaupt gesellschaftlich toleriert zu werden, so konstruiert, dass "Pädophile" dem Drang nicht widerstehen können, "Kinder zu schänden", was immer auch darunter verstanden wid. Obwohl der Sven in diesem Film als gewagteste Annäherung an seine "Opfer" von Küssen sprach und in der letzten "Missbrauchs-Szene" (mit einem Mädchen!) schlimme Kratzer von seinem geflüchteten Opfer abbekam, wird in der Quintessenz suggeriert, der Sven sei ein schlimmer Kinderschänder. So sind wir wieder gleich weit:


Wie heisst es am Anfang im obigen Kommentar?

Kinderschänder! - Es gibt kein ausgrenzenderes Stigma.


Und wie wird am Schluss "Kinderschändung" bezeichnet?

"Der WDR wagte den Tabubruch mit einem Fernsehfilm zu diesem monströsen Begriff: Pädophilie."

"Pädophilie". Wäre es nur der Begriff, der monströs ist, könnte man ihn ruhig "in der Schublade" versorgen.

In Abwandlung zu obigem Kommentar möchte ich aber vermerken:


"Andererseits sind da Zahlen, Fakten und leider viele öffentlich gewordene, traurige Fälle, die belegen, dass das Thema viel zu einseitig nur den "Pädophilen" angelastet wird, als dass man es in eine Schublade verschwinden lassen könnte."

Weiter Kommentar zu diesem Film:




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