tinjo's HOMEPAGE


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Der Papst in der USA

ARCHIV > 2008

Der Papst überrascht durch Gespräch mit Missbrauchsopfern




Der Papst vor der Uno-Generalversammlung in New York (Bild: Reuters) NZZ

18. April 2008, 09:36,
Papst Benedikt XVI. ist mit einem persönlichen Treffen mit Missbrauchsopfern pädophiler Priester weit über die Erwartungen bei seinem USA-Besuch hinausgegangen. Er rückte damit seine Bemühungen um Sühne und Wiedergutmachung für den die US-Kirche seit Jahren erschütternden Skandal in den Mittelpunkt seiner Reise.

Aus der Berichterstattung von NZZ Online ist zu vermuten, dass auch nach der Rückkehr des Papstes nach Rom das Thema "Missbrauch" noch lange zu reden und zu schreiben geben wird.

Was mich - auch an der NZZ - stört, ist dieser undifferenzierende Gebrauch des Begriffes "Missbrauch" in den Medien. Da heisst es z.B.:

"Mehr als 4000 Priester sind in den USA beschuldigt worden, seit den 50er Jahren Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Die Kirche zahlte mehr als zwei Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) Schmerzensgeld"

Da wäre doch zuerst einmal abzuklären, ob alle diese 4000 Priester dasselbe getan haben. Was heisst denn "missbraucht"? Weiter ist zu beachten, dass sich diese Statistik auf mehr als ein halbes Jahrhundert bezieht. Wäre also nachzufragen, ob die Schuld nun allein bei der Kirche und den "pädophilen Priestern" liegt. Es soll nichts beschönigt werden: Jeder Übergriff aus einer Machtposition ist einer zuviel. Ich meine aber, dass es entweder eine bewusste Manipulation ist zur Skandalisierung des Tatbestandes "Missbrauch", dass die Fälle über einen so langen Zeitraum zusammengezogen werden, oder damit ausgesagt werden soll, dass "endlich etwas getan" werden muss gegen dieses Weltübel des "pädophilen Missbrauches".

Beides sind für Insider altbekannte - zumindestens seit Jahrzehnten - praktizierte "Aufklärungs"-Mechanismen der Medien (und gewisser "Fach"leute), die wirkliche Fachleute und Experten in realen "Missbrauchsfällen" langweilen.

Die Kirche hat bis anhin über zwei Milliarden Dollar Schmerzensgeld bezahlt. ( 2 Milliarden durch 13000 = 153.846 Dollar pro Kind! ) Der Medienrummel um den Papstbesuch und der nun scheinbar in den Mittelpunkt gerückte "Pädophilenskandal" wird seine Auswirkung haben auch auf die Kirchenkassen. Manch eine(r) wird sich besinnen, ob da nicht noch etwas Taschengeld herauszuholen wäre!

Was ich in den weiteren Äusserungen zu diesem "Skandal" aufmerksam verfolgen werde, sind die Worte, die der Papst dazu gebraucht. Wenn das, was der Blick in einer Berichterstattung in indirekter Form erwähnt, wirklich Worte des Papstes sind, dann gibt dies zu denken. Der Blick schreibt unter dem Titel:

Pädo-Priester: Papst ist «tief beschämt»7:11 | 16.04.2008 (http://www.blick.ch/news/ausland/paedo-priester-papst-ist-tief-beschaemt--88636)

«Wir sind tief beschämt und wir werden alles tun, dass dies in der Zukunft nicht mehr passieren kann», zitierten italienische Medien Benedikt. «Wir werden Pädophile vom Priesterdienst absolut ausschliessen.»

Wenn der Papst wirklich gesagt hat: «Wir werden Pädophile vom Priesterdienst absolut ausschliessen.» , dann ist das eine Diskriminierung einer Minderheit und eine Verletzung von Menschenrecht und -würde, die ich einem Mann mit der Intelligenz und Lebenserfahrung eines Benedikt XVI nicht zumuten kann.

Es wird sich zeigen, ob dieses scheinbare Zitat wieder ein volksdümmliches Entgegenkommen in der seit Jahrzehnten mit immer neuer Entrüstung geübten medialen Mobilmachung gegen Pädophile ist, "dass endlich etwas dagegen getan werden muss", oder ob sogar der Papst in diese Medienfalle geraten ist.

Man wird sehen und hören...



Suche

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü