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denn sie wissen nicht...

ARCHIV > Problem KIRCHE












... denn sie wissen nicht, was sie tun...










Wie der Bischof von Sankt Gallen und seine Administration
vor der Boulevardpresse kapitulierte...















Eine Dokumentation



Unter dem Titel:

Anklageschrift mit Bitte zur gütlichen Regelung

wollte ich den katholischen Administrationsrat des Bistums St.Gallen dazu herausfordern, seine damalige Verhaltensweise in meinem "Fall" nochmals zu überdenken und sich Gedanken darüber zu machen, was allfällig falsch gelaufen war und wo "die Kirche" versagt hat.







Nach dem Misserfolg meiner gut dokumentierten Aufforderung wähle ich nun jenes Medium, das den Anstoss gab zu diesem unsäglichen Skandal. Meine vorher kaum beachtete Homepage fand ja vorübergehend eine unglaubliche Beachtung. Sie war von mir nie so gedacht gewesen, dass sie für Nichtbetroffene und nicht direkt Interessierte ohne weiteres auf Verständnis stossen würde. Inzwischen schreibe ich wohl eher wieder für mich selbst und mit der Hoffnung, dass meine Dokumentationen vielleicht doch irgendwann einmal als das aufgenommen und gewertet werden, wofür sie gedacht sind.


Nachdem mich nun genau jene Institution in so verächtlicher Weise "demontiert" hat und ich weder Lust noch die nötigen Mittel habe, mich gerichtlich zu wehren (und ich zudem das Vertrauen in unser Rechtswesen verloren habe...), bleibt mir hier dieses Mittel, das Ursprung des "Skandals" war.


Ich lasse die "Weltöffentlichkeit" entscheiden, ob das Verhalten der Kirche in diesem "Kirchen-Skandal" heiligmässig oder doch eher scheinheilig und verlogen zu bewerten sei und wer nun mehr Anlass dazu gab: Die Funktionäre in der Nachfolge Christi mit ihrer (Ehr-)Furcht vor der Boulevardpresse und dem gemeinen Volk oder ich mit meiner Hompage, deren wahre Absicht diese auch jetzt noch nicht zur Kenntnis nehmen wollen...

EINLEITUNG:

Kaum etwas könnte mir einen besseren Hintergrund geben zu meiner Dokumentation als dieses aktuelle Treffen im Vatikan von dem u.a. der
berichtet:

"Papst Benedikt XVI. macht den Skandal um tausendfachen Kindesmissbrauch in der irischen katholischen Kirche zur Chefsache: Bei einem Treffen mit irischen Bischöfen will er jetzt Präventionsstrategien erörtern."


Der Papst wird sich danach auch noch mit den Skandalen um den sexuellen Missbrauch an deutschen katholischen Schulen befassen müssen.

Weshalb ist die unrühmliche Tatsache, dass die Kirche immer wieder mit solchen "Missbrauchsfällen" konfrontiert wird, der passende Hintergrund zu meiner hier folgenden Klage gegen Verantwortliche dieser Kirche?

  • Weil die von mir Angeschuldigten nicht bereit sind zu differenzieren zwischen einem ernsthaften Engagement zugunsten der von "Missbrauch" bedrohten Kindern und einer "Missbrauchs"-Tat gegen diese!


  • Wer sich berechtigt fühlt, mir aufgrund meiner Lebensführung und meines Engagements zur Problematik "Pädophilie" Fehlverhalten vorzuwerfen, werfe den ersten Stein!

>>>Ich bitte um offenes und mutiges Verhalten -
feindlich gesinnte Schweigende sind Unterlassungs-Täter/innen !<<<


  • Wer meint, die Gefahr des "Kindsmissbrauchs" dadurch lösen zu können, dass jeder, der sich mit diesem Thema befasst und/oder sich dazu bekennt, geächtet und bestraft werden muss, möge dies glaubwürdig begründen. ( Im Folgenden wird sich zeigen, wie hinterfragbar solche Gründe sind...)


In einem Interview, ebenfalls im
meint Präventionsexperte Klaus Beier von der Berliner Charité, es wäre ein grosser Schritt getan, wenn es gelänge, jüngere Männer mit bereits ausgeprägter Präferenzstruktur für eine Behandlung zu erreichen. Besonders bei Priestern sei das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft ja eher stärker ausgeprägt. Es sei die fehlende Auseinandersetzung mit ihren abweichenden Neigungen, die sie gefährlich macht. "Sie unterschätzen die Dynamik ihrer Phantasien."

"Wie Blinde, die glauben sehen zu können - früher oder später fallen sie."


Diese Aussage gehört etwa in dieselbe Kategorie wie jene, die ich im Folgenden kommentieren werde. Herr Doktor Beier masst sich nicht nur an - und mit ihm die Mehrheit der "Experten" - Pädophilie als eine Krankheit zu bezeichnen, ( da ist sich die Wissenschaft keineswegs einig! ), er stellt "Pädophile" so auf beleidigende Weise pauschal als dumm hin!
Was anders sind denn Blinde als dumm, wenn sie in ihrer Phantasie glauben, sehen zu können und es erst merken, dass dem nicht so ist, wenn sie hinfallen? Wo der Vergleich vielleicht noch passt, ist die Frage, ob Blinde (auch) krank seien. Da müsste man schon die Betroffenen selbst zu Rate ziehen und sie nach ihrer eigenen, individuell doch so unterschiedlichen Lebens- oder Leidensgeschichte befragen. Ich bin sicher, dass sich sowohl bei den Blinden wie bei den "Pädophilen" ein nicht geringer Teil dagegen wehren würde, sich als "krank" bezeichnen zu lassen.

Immerhin müssen sich nach Beiers Vergleich die Blinden nicht pauschal als dumm vorkommen, die "Pädophilen" jedoch schon - und zudem als potentielle, zur Verfolgung ausgeschriebene Täter! Ausser sie begeben sich in die von ihm angebotene Behandlung!

Nichts gegen solche Angebote und auch nichts gegen andere präventive Massnahmen und auch keinen Widerspruch meinerseits, wenn sich ein "Pädophiler" als "krank" empfindet und sich behandlen lassen will. Was ich aber nicht akzeptieren kann, ist diese Pauschaldiskriminierung einer Minderheit, durch welche suggeriert wird, dass all jene, die sich keiner Therapie im Sinne Beiers unterziehen, als eine potentielle Gefahr für die Gesellschaft, bzw. die Kinder, zu gelten hätten.

Ich würde Herr Beier gerne fragen, was er sagen würde, wenn z.B. ein Chirurg im Spital eines Wintersportortes behauptete, alle Skifahrer würden die Hänge hinabfahren, als wären sie blind, weil er danach allen ihre Knochen zusammenflicken müsse. Oder anders herum: Er müsste als blind und taub und zudem dumm gelten, wenn er nicht Kenntnis davon hätte, dass es auch Skifahrer gibt, die sich nie einen Knochen brechen.

Auch die Charité in Berlin wird trotz allen guten Behandlungs-Empfehlungen an die Adresse des Papstes irgendwann einmal zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich ein grosser Teil der Betroffenen selbst zu helfen weiss und sich nicht gerne jenen Experten ausliefert, die in ihren "Patienten" in erster Linie - oder gar ausschliesslich - eine Gefahr für die Gesellschaft, bzw. die Kinder, sehen, die es zu behandeln gilt. Da wäre etwas anderes viel vordringlicher:

Unvoreingenommene, sachliche Aufklärung, statt Panikmache, damit sich "Pädophile" dort outen können, wo sie es als richtig finden, ohne dass sie sich damit ihre Lebensziele zerstören.


Niemand und nichts kann aus der Welt schaffen, dass nicht alle Menschen nach dem gleichen Muster gestrickt sind. Es darf nicht sein, dass sich auch noch so gut ausgebildete Fachleute anmassen, so genau über die Denk- und potentielle Handlungsweise anderer Menschen Bescheid zu wissen, dass sie über diese bevormundend verfügen können, ohne dass es dazu schwerwiegende Gründe gibt. Wer sich einen Einblick verschaffen will, wie sich andere "Pädophile" dazu äussern, kann dies hier nachlesen. Ich mahne allerdings zur Vorsicht: Wer sich nicht schon eingehend mit dem Thema befasst hat, wird sich dabei etwa so vorkommen wie wenn er/sie einer Gruppe Gehörloser zuschaut, die sich in der Gebärdensprache unterhalten. Wenn er/sie im Endeffekt dann zur Überzeugung kommt, dass es sich auch so leben lässt und nicht alles einfach dramatisch ist, was nicht der Norm entspricht, ist schon viel gewonnen - auf beiden Seiten!

Noch ein wichtiger Hinweis auf ein aktuelles Interview:
Der Augsburger Bischof Walter Mixa äussert sich in der
zum Skandal um sexuellen Missbrauch Jugendlicher an deutschen Jesuitenschulen.

Zur Frage: "Wie sollte die Kirche mit solchen Fällen umgehen?" meint er:

"Die Kirche muss in dieser Debatte klar und deutlich dreierlei sagen:

  • Erstens, dass sexueller Missbrauch von Kindern kein Gentleman-Delikt, sondern ein abscheuliches Verbrechen ist.
  • Zweitens, dass Priester oder kirchliche Mitarbeiter durch eine solche Tat gegen die Gebote Gottes und seiner Kirche wie auch gegen die Personenwürde des Menschen verstoßen.
  • Drittens, dass menschliche Sexualität entsprechend der kirchlichen Lehre eng verbunden sein muss mit Liebe, Vertrauen und gegenseitiger Achtung und nicht einseitig zur eigenen Triebbefriedigung missbraucht werden darf. Die Kirche braucht eine offene Diskussion nicht zu scheuen.


Wer sich das Studium der hier folgenden Dokumentation ersparen will, dem sei hier verraten, weshalb es zu diesem "Kirchen-Skandal" kam, für den ich "geopfert" werden musste:
Die Administrationsrat vom "Katholischen Konfessionsteil des Kantons St Gallen", wiederholt in seiner Abweisungsbegründung meiner Anklage die bereits in ihrer Stelliungnahme vom
8.August 2008 geäusserte Ansicht:


Man vergleiche diese in sich schon widersprüchlichen Ausflüchte mit der Aussage von Bischof Mixa, der direkt mit nachgewiesenen "Missbrauchsfällen" konfrontiert ist und

genau deshalb eine offene Diskussion nicht scheut!


Ich hoffe, dass ich nun zum letzten Mal darlegen muss, wie ich zu Unrecht eben genau vom Administrationsrat - also aus dem Blickwinkel des Volkes "von der Kirche" - diffamiert wurde und dass es diese, bzw. der Administrationsrat zu verantworten hat, dass "die Kirche" durch die Art und Weise, wie sie in meinem "Fall" gehandelt hat, sich selbst "ungerechtfertigt ein negatives Image" verpasst hat...

Doch nun zu meiner
Anklageschrift mit Bitte zur gütlichen Regelung :

>>>die im folgenden als "Beilage"bezeichneten Dokumente werden durch anklicken geöffnet


Katholischer Konfessionsteil
des Kantons St.Gallen
Administration
Klosterhof 6b
Postfach 263
9001 St. Gallen



Murg, 8.Dezember 2009


Anklageschrift mit Bitte zur gütlichen Regelung :

Ungerechtfertigte Rücktrittsforderung und ihre Folgen

1. Sachverhalt

Anfang August 2008 schrieb Josef Scheuber, pensionierter Kriminalpolizei-Beamter der Stadt Zürich:

  • an die katholische Administration,
  • an den Präsidenten des Kirchenverwaltungsrates
  • an den Pfarrer von Murg

und gleichzeitig

  • an den Gemeindeamman von Quarten, J.Mannhart,
  • an die Redaktion des "Sarganserländer",
  • an den "Blick"

ein E-Mail.

Der Präsident des Kirchenverwaltungsrates hat mich sofort darüber orientiert.
Beilage 1: Korrespondenzauszug Scheuber.

Viktor Dammann, der Gerichtsberichterstatter der Redaktion "Blick" schrieb daraufhin dem Präsidenten des Kirchenverwaltungsrates und an den Pfarrer von Murg ein Mail mit Fragen zu den Feststellungen von Josef Scheuber. Der Präsident des Kirchenverwaltungsrates und ich nahmen einzeln Kontakt auf mit dem Administrationsrat in St.Gallen. Zuerst wurde uns geraten, nicht auf die Anfragen des "Blicks" zu reagieren. Bald aber kam gegenteilige Weisung an den Präsidenten mit der Begründung, man wolle nicht einen weiteren Skandal provozieren, in dem es dann heissen würde, die Kirche wolle einen weiteren "Pädophiliefall" vertuschen
Beilage 2: Fragen von Viktor Dammann, Gerichtsberichterstatter der Redaktion "Blick"

Darauf folgte am Donnerstag, 7.August 2008, im "Blick" der gross aufgemachte erste Bericht mit der Schlagzeile "Bekennender Pädophiler hat jetzt Kirchenamt".
Beilage 3: Kopie Erster "Blick"-Bericht
Am 11.August wurde mit der Behauptung eines "Geständnisses" und weiterer haltlosen Anschuldigungen nachgedoppelt.
Beilage 3a: Kopie Zweiter "Blick"-Bericht (http://www.blick.ch/news/schweiz/ostschweiz/bekennender-hat-jetzt-kirchenamt-97318)

In den folgenden Tagen erschienen noch mehr Berichte im "Blick" und zahlreiche Meldungen in weiteren Printmedien, im Radio DRS, im Schweizer Fernsehen und diversen regionalen Radio- und Fernsehsendern.

Am 8.August 2008 versandte der Administrationsrat eine Stellungnahme an die Medien, in welcher er klar macht, dass für Vorschlag und Wahl eines Kirchenrates jede Kirchgemeinde autonom sei. Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass er es jedoch für "problematisch" hält, "einen bekennenden und auf einer eigenen Internet-Seite publizistisch aktiven pädophilen Menschen in ein öffentliches Amt wählen zu lassen."
Beilage 4: Stellungnahme Katholische Administration
Darauf verlangte der Administrationsrat, dass der KVR-Präsident und der Pfarrer mir den Rücktritt nahelegen sollen.
Beilage 5: Pfarrer von Murg fordert Rücktritt - M. J. verteidigt sich

Infolge der grossen Medien-Reaktion verfasste ich meine eigene Stellungnahme welche ich auf meiner Homepage (www.tinjo.ch) publizierte und von "kath.ch" verbreitet und von den Medien aufgenommen und weiter kommentiert wurde.
Beilage 6 Stellungnahme von M.J

Am 14.August wurde in meinem Haus morgens von 8-12 Uhr eine polizeiliche Durchsuchung mit 6 Beamten durchgeführt. In der darauf folgenden Einvernahme auf dem Polizeiposten Mels wurde ich gefragt, ob sich unter den konfiszierten Gegenständen pornographisches Material befände. Da ich feststellte, dass die Beamten eine Schachtel mit alten Computer-Archiv-Disketten gefunden hatten, von deren Noch-Vorhandensein ich nicht mehr wusste, (bzw. glaubte, damals, vor Eintreten des Pornographie-Verbotes alles durchsucht zu haben, wo eventuell noch etwas nun Verbotenes sein könnte), antwortete ich: "Es könnte sein", weil ich den genauen Inhalt der gefundenen Disketten nicht kenne und es möglich wäre, dass von früheren Backups meines Laptops noch irgendwo etwas drauf sei aus Zeiten, als solches Material nicht verboten war und ich eine Zeit lang über einen Klienten, der öfters zu mir kam, solches Material vermittelt bekam.
( Es interessierte mich zu wissen, was für Bilder dieser Klient konsumierte, um ihn und seine Probleme besser verstehen zu können. Er war Lehrer, gab mit 50 seinen Beruf auf, aus Angst vor falschen Beschuldigungen, weil sein Ledig-Sein und seine Beliebtheit bei den Schülern jenen Eltern suspekt vor kam, deren Kinder über seine konsequente Disziplin-Strenge klagten. Er wurde daraufhin depressiv und sublimierte seine ihm sehr fehlende Lehrertätigkeit mit dem Sammeln von Bildern jeglicher Art von Jugendlichen. Er beging 2003 Suizid)

Inzwischen ist nun einige Zeit vergangen. Das Auffinden von "harter Pornographie" stufte der Staatsanwalt als "schweres Vergehen" ein und wollte es nicht - wie es der Untersuchungsrichter einstufte - mit einer Busse erledigen. Im Gegenteil: Er fand es so gravierend, dass er den Fall selber übernehmen wollte.

Vorgängig der Gerichtsvehandlung bin ich zwei Mal nach St. Gallen gereist und konnte dem Bischof und Herrn Franck vom Administrationsrat einzeln meine Situation erklären. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Angelegenheit in der Administration nochmals überdacht würde und man mir über ihre Ansichten dazu Bescheid gebe. Ich warte noch heute darauf.

Mit der Gerichtsverhandlung vom 28.Oktober 2009 ist diese "Kirchenaffäre" (denn als eine solche muss sie angesehen werden aufgrund des unglaublichen Medienaufmarsches) abgeschlossen.
Beilage 7: Kopie Gerichtsentscheid vom 28.Oktober 2009

Die Schlussrechnung der Staatsanwaltschaft beträgt Fr. 10'958.35, zahlbar bis 27.12.2009.
Beilage 8: Kopie Rechnung der Staatsanwaltschaft
Bereits bezahlen musste ich Fr. 6000.- an den Anwalt. Diese Geld erhielt ich von einem Freund als Darlehen.


Dies die Folgen, obwohl ich in allen Punkten der ursprünglich eingeleiteten Strafuntersuchung von der Staatsanwaltschaft entlastet wurde.
Beilage 9: Aufhebungsverfügung der Staatsanwaltschaft St. Gallen


2. Erklärung zu meinem Engagement zum Thema "Pädophilie":

  • Seit 1991 befasse ich mich mit den Auswirkungen, welche die Diskriminierung der "Pädophilen" in den Medien und im Volk auf die Betroffenen hat.

Beilage 10: Meine Motivation für dieses Engagement
Beilage 11: Fachspezifische Ausbildung
Weil ich mich selber auch zu den "Pädophilen" zählen muss, weiss ich, worunter Angeschuldigte zu leiden haben und wie oft aus einer in kleinem Betroffenenkreis regelbare Angelegenheit zu einem Skandal aufgebauscht wird, unter welchem nicht nur die "Täter", sondern ganz besonders auch die "Opfer" zu leiden haben.

? Seit 1992 betreibe ich meine eigene Homepage zum Thema "Pädophilie" mit zwei Schwerpunkten:
1. Medienkritik zur Berichterstattung über das Thema "Pädophilie" und "Missbrauchsfälle"
2. persönliche Beratung von Betroffenen.

Die Homepage (www.tinjo.ch) führe ich bewusst unter einem Pseudonym (tinjo) und begründete dies von Anfang an folgendermassen:
"Meine Gedanken und Ansichten sind zwar eng mit meiner Person verbunden. Sie sollen aber nicht Anlass dazu geben, mich in meiner Person und meiner Situation in dieser so widersprüchlichen Gesellschaft zu diffamieren. Man könnte mich leicht outen. Ich kann und will niemanden dazu drängen, sich mit diesem Thema zu befassen. Deshalb wähle ich bei den meisten Ausführungen den Weg der Anonymität und erwarte, dass meine Begründung dafür nicht missachtet wird."

Sie wurde eben doch missachtet.

Leider nicht nur von jenen, die mich in solch unglaublicher Weise öffentlich diffamiert haben, sondern auch vom Administrationsrat.

? Den primitiven Anschuldigung dieser Kirchengegner (denn es geht ja in erster Linie um einen Angriff auf "die Kirche"!) wurde geglaubt und danach gehandelt.
? Die Beteuerungen der zuständigen Leute in der Kirchgemeinde Murg, dass nichts vorliege, was diese Diskreditierung meiner Person rechtfertigen könnte, wurden ignoriert.
? Stattdessen wurde in einer Stellungnahme deklariert, dass "Pädophile" nicht geeignet seien für ein kirchliches Amt.
? Damit werden pädokriminelle Handlungen mit einer Veranlagung/Neigung vermischt.
Eine solche ist an sich weder kriminell noch gesetzeswidrig, weil sich diese niemand selbst aussucht. (In kirchenamtlichen Aufklärungsschriften wird sogar von einer "Krankheit" gesprochen. Darüber streiten sich die Fachleute. Persönlich lehne ich eine solch generelle Einstufung entschieden ab. Es gibt krankhafte Auswirkungen, also ist dies eine Frage des subjektiven Verhaltens eines Betroffenen.)
? Weshalb soll ein "Pädophiler" kein (Kirchen-)Verwaltungsamt übernehmen dürfen?
? Schämt sich "die Kirche", dass sie "Pädophile" als Mitglieder hat?
? Wäre es nicht gerade die Kirche, die sich darum bemühen müsste, auch Aussenseiter der Gesellschaft zu integrieren, ihnen Vertrauen in Gegenseitigkeit zu schenken?

Stattdessen wurde von mir ohne jede Rückversicherung über die Rechtmässigkeit, mein Rücktritt gefordert.



3. Anklagepunkt

Dazu erinnere ich an den diffamierenden Bericht im PfarreiForum, der nie relativiert wurde. Darin werden verschiedene Vorgänge ineinander verwoben, sodass der Eindruck entsteht, mein Rücktritt sei aus Schuldanerkennung erfolgt.
Beilage 12: PfarreiForum 12/2008 Seite 9:"Zum Rücktritt aus dem Kirchenrat von Murg"

Es ergeben sich nun folgende Fragen:
? Weshalb wurde mein Rücktritt verlangt, obwohl keine andere "Schuld" vorlag, als dass ich mich zu meiner "Pädophilie" öffentlich erst bekannte, nachdem ich auf bösartige Weise zwangsgeoutet wurde?

? Ist "die Kirche" auch der Auffassung, (wie im skandalösen Presseratsentscheid festgehalten wird,) dass ein "Pädophiler" sich vor der ganzen Gemeinde (und somit der ganzen Öffentlichkeit!) outen muss, bevor er ein Verwaltungsamt annimmt?

Diese "Notwendigkeit" wurde damit zu begründen versucht, dass es mit einem kirchlichen Amt nicht zu vereinbaren sei, dass jemand nebenbei noch eine Internetseite zum Thema "Pädophilie" betreibt.
? Wer so argumentiert, muss zuerst den Beweis erbringen, dass auf dieser Seite etwas Illegales oder Verwerfliches geschrieben steht.

Diesen Beweis hat niemand erbracht. Es waren alles böswillige Behauptungen und falsche Interpretationen von Inhalten meiner Homepage. Niemand hat - ausser den verantwortlichen Leuten in der Kirchgemeinde Murg (inklusive Pfarrer und seine Sekretärin!) - sich wirklich die Mühe genommen, meine Homepage unvoreingenommen kritisch zu lesen. Sie wurde von den Denunzianten auf verwerfliche Weise falsch interpretiert und in der Folge auch von den Medien und - was nun entscheidende Folgen hat -, auch vom Administrationsrat unhinterfragt negativ gewertet.
Beilage 13: Beschwerde beim Presserat (oder http://www.tinjos.ch/presseratinquisitionsrat___.html)
Beilage 14: Korrespondenz mit dem Presserat-Sekretariat

Es war die Rücktrittsforderung, die den "grossen Kirchenskandal" ausgelöst hat!

Die Folgen wären nicht so dramatisch ausgefallen, hätte der Administrationsrat damals unsere Forderungen erfüllt und dem "Blick" durch seinen Rechtsdienst jede weitere Verbreitung von Unwahrheiten verbieten lassen, bevor nichts bewiesen ist.

? Der Administrationsrat hat meinen Rücktritt verlangt, bevor bei mir eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde
? Alle Anklagepunkte der vorgängig erhobenen Anklage, wurden jedoch aufgehoben!
(s. Beilage 8, Aufhebungsverfügung!)
? Von Anfang an war ich nicht bereit, als Schuldiger zurückzutreten, weil mir auch heute noch keine Schuld nachgewiesen werden kann, die meinen Rücktritt erfordert hätte.
? Ich habe mich mit bestem Gewissen. mit Freude und Überzeugung der Wahl gestellt.
? Ich habe mich vereidigen und für eine 2007 für eine Amtszeit von vier weiteren Jahren verpflichten lassen.
? Der Staatsanwalt fühlte sich wohl hauptsächlich deshalb verpflichtet, bei mir eine Hausdurchsuchung durchzuführen, weil von bischöflicher Seite und von der Öffentlichkeit gefordert wurde, dass ich als Schuldiger zurücktreten müsse.
? Also musste nachträglich eine Schuld gefunden werden!
? Ich kann nicht einfach akzeptieren, dass ich in solch hohem Masse verurteilt wurde für etwas, das man mir - entgegen allen meinen Aussagen - aufzwingt.

Die stattgefunden Gerichtsverhandlung bezog sich allein auf die Folgen der am 14.August 2009 durchgeführten Hausdurchsuchung..

Beim "Tatbestand" der effektiven Schuld, handelt es sich um die Aufbewahrung von wenigen Sachen, die mir von dem umfangreichen konfiszierten Material nicht zurück gegeben wurden.(Nicht "grosse Mengen", wie behauptet), Es sind dies zwei ZIP-Disketten, ein Video, eine DVD und ein paar (bis zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz frei verkäuflichen) Heftchen.deren Besitz seit 1.April 2009 verboten ist. Es sind alles Sachen, die mir geschenkt wurden und die ich vor diesem Zeitpunkt leider ohne grosse Voraussicht auf kommende Verbote angenommen hatte. Obwohl ich glaubte, mein Haus "sauber" zu haben, als das Verbot dann wirklich in Kraft getreten war, wurden diese Dinge von 6 Polizei-Profi-Suchern bei ihrer vierstündigen Suche (macht 24 Stunden Sucharbeit!) gefunden. Ich habe zur Genüge dargelegt, wie es dazu kommen konnte, dass diese Sachen noch vorhanden waren.

Was mir in der Anklage und im Gerichtsurteil vorgeworfen wird, hat einfach nichts, aber auch gar nichts mit meiner persönlichen Haltung zu diesen Dingen zu tun. In der Gerichtsverhandlung wurde vom Staatsanwalt und vom Richter über einen "Tatbestand" verhandelt, dem ich mit bestem Willen nicht folgen konnte, weil dies absolut nicht auf mich zutraf.

Ich hatte von vornherein und immer wieder beteuert,
? dass ich vom Vorhandensein der konfiszierten verbotenen Sachen nichts wusste,
? dass ich bereue, Verbotenes besessen zu haben und einsehe, dass dies strafbar sei.

Ich beteuerte aber bereits in den polizeilichen Einvernahmen und mehrmals während der Verhandlung, dass ich "harte Pornographie" widerlich finde und deren Herstellung und Vertrieb schärfstens verurteile. Sowohl dem Staatsanwalt und dem Richter waren durch mich und durch meinen Anwalt meine Einstellung zu solchem Material bestens bekannt. Alle entlastenden Aussagen wurden einfach ignoriert,

Im schriftlichen Gerichtsentscheid wird über 16 Seiten nochmals ausführlich über das gefundene pornografische Material lamentiert. Ich bringe es so wenig fertig, diesen Ausführungen zu folgen, wie ich auch keine Bilder goutieren kann, auf welchen geschädigte Kinder zu sehen sind. Man glaubte mir einfach nicht, dass ich solches verabscheue und meine Erklärungen interessierten nicht, weshalb ich in den Besitz solchen Materials gekommen bin und weshalb ich es angenommen hatte. Man ignorierte ganz einfach, weshalb ich mich überhaupt so intensiv mit der Problematik der Pädophilie befasse.

? Hauptgrund zu dieser Handlungsweise von Staatsanwaltschaft und Richter ist das grosse Medieninteresse, wenn es um das Thema "Pädophilie" geht und im Besonderen, wenn "die Kirche" mit betroffen ist.

Man wollte ganz einfach ein (weiteres) Exempel statuieren und mit mir auch die Kirche desavouieren.

Leider bringt es "die Kirche" immer noch nicht fertig, zwischen einer natürlichen Gegebenheit und den individuellen Umgang damit zu unterscheiden. Stattdessen lässt sie sich wie das einfache Volk von der hysterischen Pädo-Hetze der Boulevard-Medien beeinflussen und demütigen, wie dieser Fall zeigt.
Beilage 15: Bericht zum Rechnungsjahr 2008 KVR MURG

Es ist nicht zu spät, die Dinge ins richtige Licht zu rücken und einen mutigen Schritt in Richtung der Anerkennung von gleichen Rechten für eine zu Unrecht pauschal verfolgte Minderheit zu tun.

Murg, 8.Dezember 2009, Martin Joos



Die Antwort des Administrationsrates:

Mein Kommentar zu der Nichteintretens-Erklärungen des Administrationsrates :

zum Sachverhalt:

zu A)
Der Rat sieht in der "öffentlichen Auseinandersetzung um das offene Bekenntnis, eine pädophil veranlagte Person zu sein" den Hintergrund für seine Rücktrittsforderung.

Er verwechselt die Reihenfolge der Tatsachen:
Meine Homepage betreibe ich schon seit etlichen Jahren und habe diese absichtlich
anonym geführt. Erklärungen dazu habe ich zur Genüge geliefert. ( Z.B. hier). Also schon lange bevor es zur öffentlichen Auseinandersetzung und zu diesem Zwangouting kam.

Zu B und C):
Dazu kann ich nur wiederholen, was Bischof Mixa gesagt hat:

"Die Kirche braucht eine offene Diskussion nicht zu scheuen."

Hier gibt es Widersprüche und Unklarheiten, die zusammen mit dem KVR-Präsidenten geklärt werden müssten. Nach seiner und meiner Erinnerung wurde sehr wohl schon vor Erscheinen des ersten Blick-Berichtes mit dem Administrationsrat darüber diskutiert, wie wir uns verhalten sollen.

Wenn der Rat behauptet, er habe nicht abgeraten, auf diesen Bericht zu reagieren, fehlt die Antwort darauf, was und ob er etwas geraten hat.

Tatsache ist, dass der Administrationsrat zwar damals sowohl in einem Mail wie auch telefonisch versprochen hat, nach interner Absprache, mit mir Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Das geschah jedoch nie.

In keiner Weise "öffentlich diffamiert"?

Ja was ist das denn anderes, wenn man den Rücktritt eines gewählten Kirchenverwaltungsrates und Aktuars verlangt, der (zumindest zu diesem Zeitpunkt) weder etwas Verbotenes getan, noch etwas Unrechtmässiges geschrieben oder vertreten hat und seine Amtskollegen und -kollegin sich in der damaligen Situation voll hinter ihn stellten?

Es mag Umstände geben, wo trotz "Unschuldsvermutung" der Rücktritt von einem Amt gefordert werden darf, aber ob dies hier richtg war?

Weshalb wird nur am Rande vermerkt, dass alle primären Anschuldigungen gegen mich aufgehoben wurden?




Darüber habe ich schon genügend geschrieben und gesprochen.

Ich empfinde solche Bemerkungen nach wie vor als eine persönliche Beleidigung und eine absolut unchristliche Überheblichkeit.

Wer nicht bereit ist, die wahren Absichten meines Engagements zu ergründen, kann und darf mir nichts verbieten und schon gar nicht mir Vorschriften machen, was das Volk davon zu halten hat.

Indirekt macht man mir sogar noch den Vorwurf, die Kirche in ein negatives Image gebracht zu haben, weil ich mich mit dem Thema "Pädophilie" auf einne Art befasse, deren wahre Absichten einfach ignoriert oder gar ins Gegenteil verkehrt werden.

Der Grund meines Widerstandes gegen den Rücktritt wurde genauso ignoriert.

Für was für einen Verein habe ich mich eigentlich da engagiert?

Nochmals ein Hinweis auf die Aussagen von Bischof Mixa!



Der Administrationsrat erachtet diesen Bericht als nicht diffamierend.
Das ist Ansichtssache.

Hat er sich aber auch überlegt, ob ich in der Zeit meiner Tätigkeit für die Kirche etwas geleistet habe, das man vielleicht anerkennend erwähnen dürfte?

Nochmals: für was für einen Verein habe ich mir - und sogar mit dessen Mithilfe !- meinen Ruf versauen lassen?

Es ist einfach nur arrogant, die Bemerkung, ich hätte mich sebst geoutet, nach allem, was ich dazu schon erklärt habe. Dass dieses Outing "kein Ergebnis der Rücktrittsforderung" ist, hat auch niemand behauptet und ist eine ziemlich abstruse Bemerkung. Meine Aussage am Fernsehen als Bestätigung zu statuieren, dass eine differenzierte Betrachtung durch das Volk nicht möglich sei, ist gerade noch einmal eine persönliche Beleidigung und ein bequemes Ausweichmanöver. Auch dies habe ich mehr als deutlich erklärt, weshalb es damals zu dieser Aussage gekommen ist: Die Fernsehleute haben genau jene Aussagen besonders hervorgehoben, die ich herausgeschnitten haben wollte und sie mir auch versprochen hatten, dass sie dies tun werden. Das weiss auch die Administration ganz genau!
Dass wieder "Sachlichkeit" eintreten musste in der Kirchgemeinde Murg war auch mein Wunsch und auch der einzige Grund, weshalb ich dann doch noch zurück getreten bin. Aber nicht als Schuldiger, sondern weil mir durch den von der Administration und vom Pfarrer gemachten Druck nichts anderes übrig blieb und alle mich als denjenigen hinstellten, der diese Unruhe aufbrachte.

Hat jemand auch einmal daran gedacht, dass es der kirchenferne, ehemalige Zürcher "Fichen-Sepp" war, der in hinterhältiger, gemeiner Weise sich in die Angelegenheiten der Kirchgemeinde Murg einmischte, die ihn eigentlich nichts, aber auch gar nichts angeht.

Ist das die Art dieses Vereins dem ich diente, dass man solche Giftzwerge ohne jegliche Kritik ihr primitives, teuflisches Werk verrichten lässt? Merkt denn "die Kirche" nicht, dass es gegen sie gerichtet ist und ich dazu nur als Opfer dienen musste?

Ich protestiere gegen diese arrogante Schuldzuschiebung und diese im höchstem Masse unchristliche Handlungs- und Wertungsweise des Administrationsrates..

Das ist nun wirklich der Gipfel der Arroganz, wenn man mir vorwirft, ich würde "pädophile Straftaten verharmlosen" und man sich zugleich das Recht herausnimmt, zu meiner Homepage nicht im Detail Stellung nehmen zu wollen.
Darf ich daran erinnern, dass es schon unzählige Menschen gegeben hat, die zu Unrecht verurteilt und sogar hingerichtet wurden? Muss ich dem bischöflichen Administrationsrat Bibelstellen herauschreiben, wie man sich gegen Unrecht zu verhalten hat?
Wo steht, dass ich mich für einen rechtmässig verurteilten "pädophilen Straftäter" einsetze?

Ich setze mich zusammen mit einer ganzen Gruppe von Menschen ein für einen zu Unrecht Verwahrten!

Es entbehrt nun wirklich jeden Anstandes, dass man mich aus Bequemlichkeit für etwas beschuldigt, das mit ein klein wenig gutem Willen, sich lesend richtig zu informieren, hätte geklärt werden können.
Zudem erlaube ich mir zu bemerken, dass ich keine bevormundenden Belehrungen brauche, was eventuell für negative Eindrücke entstehen könnten. Ich kann auch selber denken - und zudem:

Entgegen meinen Belegen und Ausführungen zur Begründung, dass es nicht zu diesem "Pädophilie-Kirchenskandal" hätte kommen müssen, wenn "die Kirche" sich gewehrt hätte, enthalten diese "Erwägungen" keinen einzigen konkreten Hinweis für eine plausible Begründung, weshalb man bei meiner öffentlichen Diskriminierung so aktiv mitgewirkt hat.

Dass sie dies tat, wird ja hier gerade nochmals bestätigt.

Ich habe nicht behauptet, dass die Hausdurchsuchung in direkter Verbindung mit der Rücktrittsforderung steht. Ich darf wohl mit Recht vermuten, dass sich der Staatsanwalt besonders bemüssigt fühlte, nach dem Rechten zu sehen, wenn man mich sogar von oberster Stelle des Bistums als "persona non grata" weg haben wollte. Das ist eine Vermutung von mir, keine Behauptung.

Ich habe nichts anderes behauptet - und wenn dazu etwas zu vermerken wäre, dann die Fragen:

  • Hätte sich Polizei, Staatsanwalt, Untersuchungsbehörden, Richter und die unglaubliche Schar von Medienleuten so für mich interessiert, ohne diese voreilige und widersprüchliche Stellungnahme des Administrationsrates und diese feindlich-abweisende Haltung mir gegenüber?
  • weshalb wurden alle Beteuerungen des Kirchenverwaltungsratspräsidenten, der mich im Rat behalten wollte, einfach ignoriert?
  • Wie wäre es herausgekommen mit einer sachlich korrekten Richtigstellung und ohne diese folgenschwere unstatthafte Einmischung des Administrationsrates in Gemeindeangelegenheiten?

Ich wiederhole zum x-ten Male, Ausschnitte aus der ersten Stellungnahme des Administrationsrates, das er den Medien zukommen liess::

"Die Kath. Kirchgemeinden sind innerhalb der gesetzlichen Schranken autonome öffentlich-rechtliche Körperschaften. Das Volk ist bei der Bestellung der Behörden (Präsidium, Verwaltungsrat, Geschäftsprüfungskommission) innerhalb der gesetzlichen Schranken völlig frei. Der Administrationsrat als Aufsichtsbehörde hat keinerlei Einflussmöglichkeit, auch nicht bei der Kandidatensuche. Diese ist Sache der örtlichen Behörden und der Bürgerinnen und Bürger.
Murg
Die Kirchgemeinde Murg entscheidet, wen sie in ihre Kirchenbehörde wählt. Der Administrationsrat als Aufsichtsbehörde hält es jedoch für problematisch, einen bekennenden und auf einer eigenen Internet-Seite publizistisch aktiven pädophilen Menschen in ein öffentliches Amt wählen zu lassen.


  • Hat sich der Administrationsrat nun eingemischt oder nicht?
  • Kann er so einfach jede Schuld von sich weisen an den für mich so verheerenden Folgen seines für die Medien und das schweigende Volk so entscheidende Eingreifen in die "Sache der örtlichen Behörden und der Bürgerinnen und Bürger."?



Der Administrationsrat kann noch so energisch bestreiten, dass ein Zusammenhang besteht zwischen meiner Verurteilung und der Rücktrittsforderung.

Das ist etwa so, wie wenn ein Haitianer-Architekt energisch bestreiten würde, dass der Einsturz eines von ihm gebauten Hauses nach dem Erdbeben auf dieses zurückzuführen wäre.

Diese Ratschläge sind ja sehr nett, aber leider ohne jegliche praktische Bedeutung. Zu begründen, weshalb dies so ist, wäre eine entsprechende gemeinsame Aussprache nötig gewesen, bei der auch wirklich Sachverständige hätten mitwirken müssen.
Für den letzten Satz kann ich nur daran erinnern, was in einer entscheidenden Zeit für die christliche Kirche einmal jemand bei gesagt hat. Allerdings mit viel bedeutungsvolleren Folgen:

"Ich wasche meine Hände in Unschuld...."



Dem wäre nur beizufügen, dass damit ein weiterer Beweis erbracht ist, dass das Prädikat "christlich" bei den oberen Rängen der Kirchenverwaltung etwa die gleiche Bedeutung hat, wie "richtig" bei Staatsanwälten und Richtern.
Nämlich eine willkürliche, personenabhängige, von der wahren Bedeutung des Wortes weit entfernte...





Mein Brief an den Bischof:

Die Antwort des Bischofs:


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