tinjo's HOMEPAGE


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


CARITAS

Offene Briefe > Brief/Mail an:

Erstes Mail:
Betreff:
"Strafe muss sein. Wieviel Strafe braucht der Mensch?" Fachtagung vom 16./17. September, Paulus-Akademie Zürich,
Von:
art-injo <art-injo@art-injo.ch>
Datum:
Sun, 12 Sep 2010 12:11:43 +0200
An:
elisabeth.studer@paulus-akademie.ch, info@caritas.ch

Martin Joos
8877 Murg
martinjoos@art-injo.ch

zur Tagung: "Strafe muss sein. Wieviel Strafe braucht der Mensch?" Fachtagung vom 16./17. September, Paulus-Akademie Zürich,

Sehr geehrte Frau Studer,
sehr geehrter Herr Doktor Riklin,
sehr geehrter Herr von Däniken,

Eigentlich ist dieser Sonntagmorgen viel zu schön, als dass ich mich über etwas ärgern müsste, das ich bei der morgendlichen Durchsicht meiner "Internet-Checklist" gefunden habe...
Ich werde mich nun gleich in die wunderschön-sonnige, vorherbstliche Natur begeben, um auf andere Gedanken zu kommen, aber vorher muss ich Ihnen doch noch mitteilen, was ich vom Beizug eines "Fachmanns" bei Ihren Podiumsteilnehmer halte: http://www.tinjos.ch/12september_-_dammann_als_fachmann_bei_caritas.html

Mit freundlichen Grüssen, Martin Joos

NB: Vielleicht werde ich wenigstens bei "Caritas" gemäss ihrem Leitbild
"- welche die unantastbare Würde und die Rechte eines jeden Menschen respektiert;
- deren Stärke sich am Wohl der Schwachen misst;"
wahr genommen



zweites Mail

Martin Joos

Theologe
8877 Murg

"Strafe muss sein. Wieviel Strafe braucht der Mensch?" Fachtagung vom 16./17. September, Paulus-Akademie Zürich

Sehr geehrter Herr von Däniken,
Am Sonntag habe ich beigefügtes Mail an Frau Elisabeth Studer und der "Caritas" geschrieben.

Meine Bitte war, dass man mich mit meinen Gefühlen und Anliegen WAHR nimmt.

Stattdessen herrscht von beiden Seiten Schweigen. Mag sein, dass ich zu ungeduldig bin und eine Reaktion seine Zeit braucht.

Weil die Tagung aber morgen beginnt, macht meine Intervention nur Sinn, wenn diese vor Beginn ernst genommen wird.

* Mag sein, dass meine Ausführungen, die Sie im angegebenen link (http://www.tinjos.ch/12september_-_dammann_als_fachmann_bei_caritas.html ) nachlesen können, auf Aussenstehende zu polemisch wirken.
* Mag sein, dass Aussenstehende finden, ein "zu Recht Verurteilter" solle sich gefälligst ruhig verhalten.
* Mag sein, dass die Gesellschaft nichts mehr zu tun haben will mit "Pädophilen", diese also am besten alle verwahrt werden sollten, egal, wie sie mit ihrer Veranlagung gelebt haben... (auch wenn die meisten "Missbauchsfälle" innerhalb von Familiene geschehen...)
* Mag sein, dass ein Herr Dammann in unserer Gesellschaft die Achtung verdient, an einem Podiumsgespräch einer christlichen Organisation als Experte teilzunehmen.

Solange aber Menschen nur aufgrund ihrer Veranlagung auf eine solche Weise aus der Gesellschaft liquidiert werden, wie ich es erlebt habe ( und genau von diesem Dammann auf fast unüberbietbar perfide Weise "verheizt" wurde!) und nun damit leben muss (und ich bin mit diesem Schicksal nicht allein!) und wir sogar von Kirche und christlichen Organisationen (nach "gebührender" Recht-Abfertigung) ignoriert (ja sogar ausgestossen!) werden,

müsste man vor "den Pädophilen" eigentlich Respekt haben, dass sie nicht zu Mitteln greifen, die Podiumsgespräche mit solch gewissenlosen Journalisten noch ohne Polizeischutz möglich sind!...

Entschudligen Sie meine harten Worte, aber ich habe es satt, wenn ständig über noch schärfere Massnahmen gegen "Pädophile" verhandelt wird und sich kein Mensch dafür interessiert, mit welcher Ungerechtigkeit Staatsanwälte und Richter Sündenböcke konstruieren, um die Gesellschaft zu beruhigen.

Das heisst nicht, dass ich tat-sächliche kriminelle Vergehen und Gewalt (jeder Art) gegen Kinder verharmlose oder Täter in Schutz nehme,

* aber ich wehre mich gegen die Art und Weise, wie jeder "Pädophile" zum "Frewiwild" gemacht wird und die Gesellschaft genüsslich Berichte konsumiert, wie sie Dammann in wirklich kaum überbietbarer Menschenverachtung zu schreiben fähig ist.


Ich möchte Sie herzlich bitten, sich noch vor diesem Podiumsgespräch Gedanken darüber zu machen, wie es wohl einem Menschen wie mir zu Mute sein muss, der wegen einem auf absurdeste Weise konstruierten Schuldspruch aus Gesellschaft und Kirche ausgestossen wurde und nun miterleben muss, wie ein so perfider, gewissenloser (und in der Ringier-Inzucht hochgelobter, weil profitträchtiger) Journalist sich vor einer so prominenten Podiumsrunde profilieren darf. Ich weiss, dass die bevorstehende Tagung sich nicht spezifisch auf das Thema "Pädophilie" ausrichtet. Der Beizug eines Viktor Dammann, dessen erstrangige Spezialität ja genau die "Hexenjagd auf Pädophile" ist, lässt aber vermuten, dass auch an dieser Tagung das Wort "pädophil" unreflektiert das bleiben wird, was es ist: nämlich das, was früher "verhext" bedeutet und nur insofern schlimmere Folgen für die Betroffenen hatte, weil damals auch in der Schweiz noch verbrannt, geköpft und gehängt werden durfte....

Ich bin mir bewusst, dass meine Homepage eigentlich nichts anderes ist als "Selbstbefriedigung", weil sich (ausser damals, während der dammannschen "Blick"-Kampagne ) niemand mehr für mein wahres Anliegen interessiert, welches dahinter steckt. (Ich bin ja ein "zu Recht" Verurteilter!) Solange "die Gesellschaft" so funktioniert, dass hinter der Bezeichnung "pädophil" etwas verstanden wird, was früher der Inquisition ( unter kirchlicher Recht-Fertigung!) zum Opfer fiel, kommt es einem gesellschaftlichen Todesurteil gleich, sich zu solchen Eigenschaften zu bekennen. Ich habe mich in meinem lebenslangen Engagement für eine gerechtere Behandlung und Integration von Aussenseitern in der Gesellschaft (nicht nur von "Pädophilen) leider ohne genügende Rücksicht auf meinen eigenen Persönlichkeitsschutz
für die Schwächeren eingesetzt und gehöre weiter zu diesen. Ich bin mir auch bewusst, dass all mein Unterfangen von den meisten als sinnlos angesehen wird, sogar von den meisten meiner "Leidensgenossen".

Das hindert mich nicht, weiterhin für die Überzeugung zu leben, dass mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt nur dann Wirklichkeit wird, wenn sich ungerecht Behandelte nicht mehr einfach in alles fügen und zulassen, wenn sogar gemeinnützige christliche Organisationen sich unkritisch vom Strom der Zeit treiben lassen.

Ist das christlich???

Auch wenn für mich jede Art von physischer Gewalt ein Greuel ist, so kann ich doch sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die keinen andern Ausweg mehr finden, wie jüngstes Beispiel in Biel zeigt, auch wenn ich solche Verhalten keineswegs gutheisse.

Mit freundlichen Grüssen, Martin Joos

(Kopie an info@caritas.ch )


Suche

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü