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Bemerkung für kritische Menschen

ARCHIV > Der zweite "Fall"

Liebe kritische Leserinnen und Leser!

Lassen Sie mich bitte dies voraus bemerken:

Ich schätze Sie ganz besonders! Aus zwei Gründen:

1. dass Sie sich überhaupt mit dem Thema und somit auch mit mir auseinander-, oder was mir noch lieber wäre:
mit mir zusammen-setzen wollen!

2. dass Sie dies in kritischer Grundhaltung zu tun gedenken!

Ich weiss, dass Sie von mir eine ebenso kritische Auseindersetzung erwarten in der Art und Weise, wie ich mich mit diesem so unendlich heiklen Thema befasse und wie ich darüber denke.

Hier stossen wir nämlich bereits auf den
Kernpunkt, wie Sie und ich an die Sache herangehen!

  • Ihnen geht es wahrscheinlich um ein besseres Verstehen-Wollen der Problematik um das Thema "Pädophilie",


  • oder um ein Interesse an meiner Denk- und Handlungsweise.


Sie stossen wohl eher von aussen aus ganz unterschiedlichen Neigungen und Interessen auf den Kern einer Ihnen vielleicht bisher unbekannten "Sache"
(was ich unter "Sache" verstehe, versuche ich hier zu erläutern), aber für mich ist die Problematik, um die es hier geht, ein Teil meiner selbst.

  • Ich kann mich nicht über diese "Sache" informieren wie Sie, sondern


  • diese "Sache" spricht aus mir zu Ihnen.


  • Sie gehört zu meiner Kern-Struktur. Es sind Mitteilungen meiner subjektiven Erfahrung, Erkenntnisse und Rückschlüsse daraus!


Doch damit habe ich Ihre wohl brennendste Frage und Ihren kritischsten Vorbehalt noch nicht angesprochen:

Sie erwarten von mir eine klare Stellungnahme gegen all die schlimmen Verbrechen, die aus egoistischer sexueller Lust von Erwachsenen an Kindern verübt werden!

Hier meine Antwort, die zugleich (k)eine Frage ist:

Ich kann und möchte nicht beschreiben, was alles mir ein Kind bedeutet. Ein Kind ist für mich das Heiligste, was es auf Erden gibt. (Wer kann denn schon beschreiben, wie sich etwas "Heiliges" auf mich oder auf Sie in seiner Fülle auswirkt?)

  • Ich bedaure zutiefst alles Unheil, das Kinder dieser Welt erleiden müssen und leide unter nichts so sehr wie unter dem Wissen, dass erwachsene Menschen solches Leid an den Schwächsten in unserer Gesellschaft verursachen. Ich versuche, nach bestem Wissen und Gewissen, meinen mir möglichen Teil beizutragen zur Vermeidung von weiterem Schaden, den Kindern durch Erwachsene zugefügt werden könnte. Darauf ist meine Berater-Tätigkeit für Betroffene in der Problematik der Pädophilie ausgerichtet.


Wer glaubt von mir, dass ich das Heiligste, was mir auf Erden begegnet zerstören möchte?

"Heiligkeit" ist ein sinnloses Wort, wenn es nicht mit Glauben verbunden ist.

Wer glaubt von mir, dass ich aus Glauben an das Heiligste all mein Denken und Handeln
nicht in ehrfurchtsvoller Haltung diesem Heiligsten gegenüber ausrichte?

Wer so von mir denkt, wird keinen Gewinn beim Weiterlesen finden. Dann rate ich zum Überdenken der Frage, ob Sie sich schon einmal überlegt haben, dass Glauben an Etwas ein
Kern-Ereignis ist! Ein Geschehen, das aus Ihrem eigenen Innersten heraus geschieht! Es ist wie eine offene Luke zum innersten, verletzlichen Kern. Eine solche Öffnung bedeutet Gefahr und Chance zugleich!

  • Gefahr, dass man einem selbstverfestigten Glauben nachhängt und falschen Erkenntnissen nachlebt, ohne Re-Aktionen von aussen nach innen zuzulassen .


  • Chance im Glauben, dass meine Erkenntnisse nie ohne Begegnung mit der Umwelt und meinen Mitmenschen gelebt und gesammelt werden können und Glaubenserkenntnisse für mich nie eigenmächtig sind!


So versuche ich als letzte Chance, Sie zu einem weiteren Studium meiner Hompage gewinnen zu können - und damit verbunden, vielleicht zu einem besseren Verständnis von dem,was ich als (Ihr Mit-) Mensch bin - nochmals klar zu legen:

  • Ich verurteile aufs Schärfste jeden egoistischen und gewaltsamen Übergriff auf ein Kind.


  • Ein Kind darf niemals von einem Erwachsenen als "Sexobjekt" betrachtet (auch bildlich gemeint!) oder missbraucht werden.


  • Ich verurteile aufs Schärfste jegliche Ausbeutung von Kindern.


>>>Bitte suchen Sie sich selbst den Weg immer wieder zurück auf diese Seite (jeweils im oberen und unteren Balken unter "KERN-AUSSAGE" anklickbar) , wenn Sie in meinen weiteren Ausführungen eine klare Stellungnahme gegen von Erwachsenen an Kindern angerichteten Schandtaten vermissen. <<<


Solche spezifische Hinweise sind meinem Wesen zwar so fremd wie der Gedanke, dass solche Taten meiner Denk- oder gar meiner Handlungweise zugetraut würden. Ein kompromissloses Engagement für alles, was dem Wohl des Kindes dient, ist für mich eine solche Selbstverständlichkeit, dass ich jeden Extrahinweis darauf eigentlich als eine penetrante "Denk-Vergewaltigung" an Ihnen empfinde!

Zusammenfassung:

Ein "Pädophiler" ist kein "Kinderschänder".

Eine Auseinandersetzung mit einem heiklen Thema.

Nur Unbelehrbare werden
(nach dem Studium meiner Homepage...)
nicht verstehen, was
"pädophil" bedeutet!

Haben wir uns verstanden?

Gerne können sie dazu Stellung nehmen:



Meine Erfahrungen aus den letzten Monaten bestätigen mir, dass ich aus gutem Grunde diese Homepage unter einem Pseudonym geführt habe.
Wie an anderen Stellen schon früher vermerkt, habe ich nichts zu verbergen.
Der Inhalt dieser Seite - und damit verbunden die offenherzigen Mitteilungen über mein Denken, Empfinden und Handeln - ist jedoch für manche zuerst einmal eine Zumutung. Eine Zumutung deshalb, weil sie sich mit einem der meist tabuisierten und wohl am Eindeutigsten in den Medien nur einseitig tendenziös und reisserisch dargestellten Thema konfrontiert sehen.
Wer sich also damit befassen will, lässt sich schon genug herausfordern und wird sich zuerst einmal überlegen müssen, ob dem so sein kann, dass nicht hinter jedem, der "Pädophilie" Vedächtigte, gleich ein Kinderschänder zu vermuten ist.
Ich musste - und muss immer noch - am eigenen Leibe erfahren, was es heisst, plötzlich als ein ganz anderer Mensch zu gelten, als man am Tage zuvor war. Und dies nur deshalb, weil ein Eiferer glaubte, eine gute Tat zu vollbringen, indem er mich aus der Anonymität ins Rampenlicht stellte und die Medien dies genüsslich ausbreiteten. Vorab natürlich der " Blick"!

Sie werden - wenn es Sie interessiert - auf den folgenden Seiten das ganze "Drama" in laufender Fortsetzung protokolliert vorfinden und werden wohl nicht umhin kommen, mir Recht zu geben, wenn ich der Ansicht bin, dass die grosse Öffentlichkeit noch lange nicht bereit ist, einen geouteten "Pädophilen" als unbescholtenen Mitmenschen in ihren Reihen zu akzeptieren, wie jeden anderen, der in guter Absicht mit seinen Mitmenschen in Kommunikation steht.

Mir wird das nie mehr so möglich sein, wie es vorher war. Ich habe in späteren Lebensjahren noch ein Theologiestudium absolviert und wollte in der Kirche tätig werden. Da mein "Outing vor mir selbst" erst in dieser Zeit zum Durchbruch kam und für mich vorher ein "Pädophiler" genauso ein Unmensch war, wie man ihn jetzt weitherum in mir sieht, kann ich alle verstehen, die Mühe mit diesem Problem haben - und somit auch die Leute in meiner Umgebung, wenn sie mir aus dem Weg gehen wollen!

Für mich ist es aber ein harter Schlag, dass ausgerechnet diese Kirche, in deren Namen ich in den letzten Jahren viel getan und mein Studium mit grossem innerem Engagement absolviert habe, so wenig differenzieren kann und mich ausschliesst, wie man zu biblischen Zeiten die Aussätzigen vor die Stadtmauer gesetzt hat.

Wen wird's wundern, dass ich mit sehr bitteren Gefühlen an meine Zeit in der katholischen Kirche zurück denke! Ich vermisse die hier im Dorf erlebte Mitmenschlichkeit und die gute und herzliche Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und der Kollegin im Kirchenverwaltungsrat und einige in der Kirchgemeinde. Sie sind über meine schwere Zeit mit bewundernswerter Solidarität hinter mir gestanden und konnten und können immer noch nicht verstehen, dass ausgerechnet die "Amts-Kirche" so unchristlich handeln kann. Dass ich mein Amt abgegeben habe und aus der Kirche ausgetreten bin, geschah wohlüberlegt und ist für mich in keiner Weise ein Schuld-Eingeständnis. Es ist für mich die logische Konsequenz nach verschiedenen Versuchen, mich als unbescholtener und verantwortungsbewusster Mensch - und nicht als "Wolf im Schafspelz" *- für meine Mitmenschen zu engagieren.

Man hat mich schon früh und immer wieder gewarnt vor der "Kirche". Man hat mir Naivität vorgeworfen und mir vorausgesagt, dass "die Kirche" mich beim erstbesten Bekanntwerden meiner "pädophilen Neigung" fallen lassen wird. Ich glaubte weiter an das Gute im Menschen, aber auch an das Gute, das die Kirche bewirken kann, bzw. könnte...

Die Warner haben Recht bekommen.Meinen Glauben an einen Gott und das Gute habe ich trotzdem nicht verloren. Aber den Glauben an die Zuständigen in der Kirchenleitung, die dem Blick und den Medien höriger sind als ihrem christlichen Gewissen! (Reklame wirkt scheinbar...) Ihnen gegenüber bin ich verbittert, aber ich verachte sie nicht. Sie beten wohl jeden Tag das Gebet des Herrn. ER möge auch sie erhören!

Ich werde nicht aufgeben und weiterhin meinem eigenen, lebenserfahrenen Gewissen vertrauen und mich nicht jenen ergeben, die glauben zu wissen, wie (schlecht?) ich denke und handle!



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