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Andrew Vacchs

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Andrew Vachss (Quelle: http://www.vachss.de/vachss/faq.html#who )

Andrew Vachss war mir bis vor kurzem überhaupt nicht bekannt. Je mehr ich jetzt aber über ihn lese, desto klarer wird mir, dass er eine sehr dominante Person in der USA sein muss, was das Thema Pädophilie betrifft.

In der vorliegenden Abhandlung geht es mir um seine eigenartige Fokussierung auf die „räuberischen Pädophilen“ und komme nicht umhin anzunehmen, dass er (und seine Frau mit ihrem Buch „ Merkt Euch Ihre Namen!) und seine Anhängerschaft die Pädophilen als Menschengruppe für alle Verbrechen an Kindern als Sündenböcke am liebsten in die Wüste schicken würde...

ZUSAMMENFASSUNG: Andrew Vachss muss eine sehr dominante Person in der USA sein, was das Thema Pädophilie betrifft. Er ist Rechtsanwalt, der ausschließlich Kinder vertritt. Er ist aber auch Autor von Büchern, die „meist um Themen wie Kindesmissbrauch, Serienkiller oder Rache kreisen“ Er sagt über sein Handeln: „Ich habe nie behauptet, dass ich tue, was ich tue, weil ich Kinder liebe. Ich gebe offen zu, dass ich es tue, weil ich die Leute hasse, die auf sie Jagd machen. Und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass es mich verzehrt..... Ich meine, dass Hass ein ziemlich guter Treibstoff für das Auto ist, das ich beschlossen habe, zu fahren.“ Vachss rühmt sich, durch seine Bücher mehr erreicht zu haben als durch seine Anwaltskanzlei. Diese hätten ihm „Türen zu Orten geöffnet, die ich nie zu sehen erwartet hatte“. Und mittels „einer enormen Website ( www.vachss.com ), die mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Besucher im Jahr verzeichnet,“ sieht er für sich die Möglichkeit gegeben, sein
„ Evangelium von jeder denkbaren Kanzel zu predigen:

Kinderschutz ist Verbrechensverhütung" (!!!)





„Ich kam spät zum Schreiben, und noch viel später dahin, veröffentlicht zu werden.“....

Andrew Vachss war mir bis vor kurzem überhaupt nicht bekannt. Je mehr ich jetzt aber über ihn lese, desto klarer wird mir, dass er eine sehr dominante Person in der USA sein muss, was das Thema Pädophilie betrifft.

Andrew Vachss lebt in New York und im Westen der USA. Er ist Rechtsanwalt, der ausschließlich Kinder vertritt. Er ist aber auch Autor von Büchern, die „meist um Themen wie Kindesmissbrauch, Serienkiller oder Rache kreisen
. Er sagt über sich selber in einer ausführlichen Biographie: Ich kam spät zum Schreiben, und noch viel später dahin, veröffentlicht zu werden.....(Quelle: Autobiographischer Essay Zeitgenössische Autoren, Band 214, 2003 http://www.vachss.de/bio/autobio.htm)


"Ich bekämpfte Kindesmisshandler, ohne die Kindesmisshandlung vor die Fäuste zu bekommen.“

1979 veröffentlichte er sein erstes Buch, ein Sachbuch, das sich mit dem befasste, was er als Leiter einer Jugendstrafanstalt gelernt hatte. Dazu bemerkt er: „Denn seinerzeit war mein Hass auf jene, die Jagd auf Kinder machten, pathologisch geworden. Und auch wenn jeder Sieg im Gerichtssaal ein individuelles Kind schützte, so schützte er doch nicht Kinder. Ich bekämpfte Kindesmisshandler, ohne die Kindesmisshandlung vor die Fäuste zu bekommen.“(Quelle: Lebensstil jugendlicher Gewalttäter The Life-Style Violent Juvenile: The Secure Treatment Approach)




Sein „Evangelium,“ das er von „jeder denkbaren Kanzel“ predigt:
“Kinderschutz ist Verbrechensverhütung.“




Sein „Evangelium,“ das er von „jeder denkbaren Kanzel“ predigt:

“Kinderschutz ist Verbrechensverhütung.“


Andrew Vachss kämpfte also damals aus Hass und bedauerte, nicht „vor die Fäuste" bekommen zu haben was er wirklich bekämpfen wollte: "die Kindesmisshandlung“ als die wirkliche Tat-Sache. Scheinbar ist ihm dies nun durch seine schriftstellerische Tätigkeit besser gelungen, mit der ich mich hier aber nicht weiter befassen will. Mich interessieren seine Bücher nicht. Zu aufschlussreich über sein Denken sind mir die Worte in seiner Biographie und den weiteren Texten in seiner Website.

Website mit mehr als 1,5 Millionen Besucher im Jahr

Website mit mehr als 1,5 Millionen Besucher im Jahr

Das Schreiben gab ihm die Möglichkeit, sich „persönlich an ein Publikum überall auf der Welt zu wenden“. Mittels „einer enormen Website ( www.vachss.com ), die mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Besucher im Jahr verzeichnet,“ sieht er für sich die Möglichkeit gegeben, sein „ Evangelium " zu verbreiten, was er unter Kinderschutz versteht.


"Ich meine, dass Hass ein ziemlich guter Treibstoff für das Auto ist, das ich beschlossen habe, zu fahren..."

Da kann ich ihm zwar zustimmen, bin mir aber nicht so sicher, ob wir unter "Kinderschutz" dasselbe verstehen...
"Ich meine, dass Hass ein ziemlich guter Treibstoff für das Auto ist, das ich beschlossen habe, zu fahren..."
Wenn aber Hass Treibstoff für „sein Auto“ ist, kann ich schon grundsätzlich seine Gedanken nicht mehr teilen. Denn: wer Hass sät, wird Hass ernten!.
„Auto“ ist auf gut deutsch ein „Selbstbeweger“. Wenn also Hass ihn "automatisch" zu all seinem Handeln treibt, dann kann ich mich nur noch vor ihm in Acht nehmen!
Und die Kinder warnen, vor seinem Auto..!



"Die größte Antriebskraft in meinem Leben ist Wut."


„Die größte Antriebskraft in meinem Leben ist Wut. "
Begreiflicher - nach allem was er erlebt haben muss - ist diese Aussage, die eigentlich die obige konkurrenziert und nachvollziehbarer ist. Der Ursprung seiner Wut sei "der Missbrauch, die Ausbeutung, der kommerzielle Handel, die - es gibt kein anderes Wort dafür - die Folter von Kindern.“

Interessant: beide Aussagen stammen aus demselben Interview!


(Quelle Die Welt, wie sie sie sehen: Andrew Vachss Von Ken Kesegich / Ursprünglich veröffentlicht in Case Magazine, Herbst 2004/ http://www.vachss.de/mission/dispatches/case_2004.htm ):


Bei Wikipedia findet man folgende Erklärung für Hass:
Hass ist die Bezeichnung für die stärkste Abneigung, die ein Mensch für einen anderen empfinden kann - ein Gefühl absoluter und tiefer Antipathie (http://de.wikipedia.org/wiki/Hass)

Der Begriff „Wut“ ist weit vielfältiger.
Eine gute Definition habe ich hier gefunden:
http://www.ingepatsch.at/wut.html

Nicht die Wut ist etwas Schlechtes, sondern wie manche Menschen mit ihrer Wut umgehen. Die Wut trägt einen großen Anteil zum Netzwerk zwischen Herz und Hirn bei. Für den Umgang mit der Wut braucht es den Mut zur Emotionalität genauso wie die Klugheit der Rationalität.


„Wenn man alle, die Kinder zu ihrem Vergnügen oder Profit verletzen, in einem Raum versammeln könnte und man mir eine Waffe gäbe, die groß genug ist, um den Raum in Schutt und Asche zu zerlegen, würde ich die Waffe persönlich dort reintragen und sie lachend zünden.“

Wut könnte also ein gutes „Netzwerk zwischen Herz und Hirn“ entstehen lassen. Ist es aber gut. wenn Wut mit dem „Treibstoff“ Hass, also der stärksten Abneigung gegenüber bestimmten Menschen zu Taten antreibt? Wut, Hass und Rachegedanken kommen in Vachss’ Texten (zu) oft vor... Zu denken gibt mir, wenn er schreibt: „Wenn man alle, die Kinder zu ihrem Vergnügen oder Profit verletzen, in einem Raum versammeln könnte und man mir eine Waffe gäbe, die groß genug ist, um den Raum in Schutt und Asche zu zerlegen, würde ich die Waffe persönlich dort reintragen und sie lachend zünden.“

Viele mögen ihm spontan zustimmen in solchem (Wunsch-)Denken. (Sonst hätte er ja nicht eine so grosse Anhängerschaft!) Aber ist man sich auch bewusst, dass in diesem Raum unzählige Eltern, Erzieher, wirtschaftsfördernde und gesellschaftsbildende Menschen versammelt wären, die er in Schutt und Asche zerlegen möchte?


"Wenn man Leuten sagt, dass Kinder ausgenutzt werden, denken sie sofort an Sex"

Vachss selbst meint nämlich, dass der sexuelle Missbrauchs von Kindern, welcher am meisten Aufmerksamkeit erregt, „noch nicht einmal annähernd die ganze Geschichte“ sei, unter der Kinder leiden.

„Wenn man Leuten sagt, dass Kinder ausgenutzt werden, denken sie sofort an Sex, richtig?
Wie nennen Sie die Kinder, die an ihre Werkbank angekettet - buchstäblich angekettet - werden?
Wie nennen Sie die Kinder, die als Soldaten eingezogen werden?
Wie nennen Sie die Kinder, die absichtlich verstümmelt werden, um bessere Bettler abzugeben?
Wie nennen Sie die Kinder, deren Organe entnommen werden?
Nichts davon ist"sexueller" Missbrauch, aber das alles ist unbeschreiblich obszön.“

Weshalb wird es überhaupt möglich, dass Kinder auf unzählige Arten ausgebeutet werden?


„Kinder waren seit jeher Eigentum.“


Weil – so stellt Vachss richtig fest - „Kinder waren seit jeher Eigentum.“

Und weiter: „Ich habe Fall nach Fall nach Fall verhandelt, in denen Kinder so arg geschunden worden waren, dass man es nicht glauben würde. Wären die gleichen Körperverletzungen dem Kind eines Fremden zugefügt worden, wäre es Körperverletzung mit Tötungsabsicht gewesen. Aber da sie am eigenen Kind begangen wurden, war es ´exzessive körperliche Züchtigung ´ " .



„Es wurden Handbücher dazu veröffentlicht, wie man sein Kind schlägt. ...“

Vachss spricht es aus: „Man könnte den sexuellen Missbrauch von Kindern vollständig eliminieren und es gäbe immer noch eine Fülle an Gräueltaten, die Kindern an jedem einzelnen Tag zugefügt werden - wiederum zum Vergnügen, wiederum für Profit.“

Er findet, dass eine Überkonzentration besteht auf sexuellen Missbrauch von Kindern und stellt richtig fest, dass dies nicht das einzige Verbrechen an Kindern ist. „Es wurden Handbücher dazu veröffentlicht, wie man sein Kind schlägt. ...“, weiss er. Und er „könnte stundenlang über die Art sprechen, wie Kinder ausgenutzt werden, ohne Sex überhaupt zu erwähnen“

Spricht er da also nicht von Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht auffallen, weil Kinder eben Eigentum sind, weil ihre Ausnutzung und ihr „Missbrauch“ nicht an der Öffentlichkeit geschieht, sondern im „geschützten“ Kreis der Familie oder jenes Kreises, in dem sich auf Geheiss oder aus Gleichgültigkeit der Eltern Kinder bewegen?

An anderer Stelle prangert er die amerikanischen Bundesstaaten an, wegen der „Inzest-Gesetzeslücke (Gesetze, die weit mildere Strafen dafür vorsehen, wenn jemand sein eigenes Kind sexuell missbraucht als wenn dieser dasselbe Verbrechen gegen ein nicht mit ihm verwandtes Kind begeht),“ und fragt ob dies nicht „praktisch ein Bonus des Strafrechts an räuberische Personen,“ sei, „die ihre eigenen Opfer züchten?“ Und nochmals fragt er ganz deutlich:„Ist das so, weil wir die Familieneinheit respektieren oder weil, selbst im modernen Amerika, Kinder als Eigentum ihrer Eltern wahrgenommen werden?“

( Quelle: Was werden Sie gegen Kindesmissbrauch tun?-Von Andrew Vachss-Ursprünglich veröffentlicht in Parade, 22. August 2004 http://www.vachss.de/mission/dispatches/parade_082204.htm)

„Ich habe nie behauptet, dass ich tue, was ich tue, weil ich Kinder liebe. Ich gebe offen zu, dass ich es tue, weil ich die Leute hasse, die auf sie Jagd machen. Und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass es mich verzehrt....

Da sagt er, was seinem Leben jetzt Sinn gibt und für was er sich einsetzt: „Ich habe nie behauptet, dass ich tue, was ich tue, weil ich Kinder liebe. Ich gebe offen zu, dass ich es tue, weil ich die Leute hasse, die auf sie Jagd machen. Und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass es mich verzehrt.... Ich meine, dass Hass ein ziemlich guter Treibstoff für das Auto ist, das ich beschlossen habe, zu fahren“

Muss ich daraus schliessen, dass sein Hass auf Leute, die auf Kinder „Jagd machen“ grösser ist als seine Liebe zu Kindern, die er beschützen will?



„Räuberische Pädophile sind Soziopathen, was grundlegend bedeutet, dass es ihnen völlig an Einfühlungsvermögen fehlt, sie haben keine Gefühle außer ihren eigenen, und verfolgen das, was sie wollen, unbelastet von Moral und Ethik.“
„Sie sind die zutiefst gefährlichsten Leute auf der Welt“

„Sie haben keine Gefühle außer ihren eigenen, und verfolgen das, was sie wollen, unbelastet von Moral und Ethik.“
Da stimme ich zu.!
Nun aber dreht sich plötzlich die Richtung, welcher seine Wut entfacht. Mit einer zynischen Erwähnung von pädophilen Organisationen wie z.B. NAMBLA, mit denen er sich eingehend befasst hat, aber auch denkt, wie schön es wäre „ wenn ich mit den Fingern schnippen und sie dadurch von der Erdoberfläche verschwinden lassen könnte.“, kommt er zur Überzeugung: „Räuberische Pädophile sind Soziopathen, was grundlegend bedeutet, dass es ihnen völlig an Einfühlungsvermögen fehlt, sie haben keine Gefühle außer ihren eigenen, und verfolgen das, was sie wollen, unbelastet von Moral und Ethik.“ Er betrachtet Organisationen von Pädophilen als „sehr reellen, sehr gefährlichen Feind“. Natürlich kommt er als Anwalt nicht darum herum fragend festzustellen: „Haben sie ein verfassungsmäßiges Recht zu sagen, dass sie gegen die Volljährigkeitsgesetze sind? Natürlich haben sie das.“

Da müsste er doch auch untersuchen, ob in solchen Organisationen wirklich gegen das Verfassungsrecht verstossen wird und weshalb solche Organisationen verfassungrechtlich geschützt sind. Die Antwort ist klar: Solange eine Organisation nicht gegen Gesetze verstösst, kann sie nicht verboten werden.

Und jetzt spürt man, dass es nicht nur Wut ist, die ihn antreibt, sondern vor allem Hass. Hass auf eine Menschengruppe, die sich zu zusammen schliesst, weil sie sich von der Gesellschaft ungerecht behandelt fühlt. Nicht verwunderlich ist dann, wenn ein Mensch wie Vachss, der von sich selber meint, „dass Hass ein ziemlich guter Treibstoff für das Auto ist, das ich beschlossen habe, zu fahren“, blind an beiden Augen wird für das, was in solchen Gruppierungen als ihr gutes Recht auch noch vertreten wird neben dem Anfechtbaren.

Interessant ist, dass er fast triumphierend berichtet, wie sich die Schwulenorganisationen von den Pädophilen getrennt haben. Während er den Homosexuellen das Recht zur Emanzipation und zur vollen Integration in die Gesellschaft nicht verwehrt, freut er sich scheinbar über die Isolierung der Pädophilenorganisationen. Sie sind dann besser einkreisbar. Und dann versteigt er sich gar in die Aussage über die räuberischen Pädophilen:„Sie sind die zutiefst gefährlichsten Leute auf der Welt“.

Da frage ich mich:

Was ist denn mit all den potentiellen Tätern in den oben erwähnten Texten, die doch weitaus gesellschaftsbildender sind als die im Vergleich sehr kleine Gruppe von „räuberischen Pädophilen“? (auch wenn ich die tatsächlich „räuberischen“ unter den Pädophilen damit keineswegs in Schutz nehmen will)



"Das Böse ist eine Wahl"

  • Was ist mit jenen Eltern, die ihre Kinder als ihr Eigentum herz- und gewissenlos ausbeuten (lassen)?


  • Was ist mit den Terroristen, die nicht einzelne Kinder, sondern wahllos Kinder, Eltern und andere Unschuldige morden?


Da vermisse ich bei ihm eine – für einen Anwalt unabdingbare – Objektivität in seiner Argumentation und werde den Verdacht nicht los, dass er die „räuberischen Pädophilen“ als Sündenböcke für alles Leid, das Kindern angetan wird, in die Wüste schicken will! .

Man beachte auch die Ungenauigkeit. Zwar spricht und schreibt er immer nur über die „räuberischen Pädophilen“, dennoch schreibt er im selben Zusammenhang: „Als ich damals, im Jahre 1987, ein Buch namens STREGA schrieb, gab es in dem Buch eine vollständige Diskussion mit einem Mitglied von NAMBLA darüber, was es aus deren Sicht bedeutet, ein Pädophiler zu sein." Es freute ihn, dass die NAMBLA sein Buch rezensierte und besonders die Feststellung: „dass das Portrait eines Pädophilen im Buch völlig korrekt sei und ihre Ansichten und Philosophie reflektiere.“ Das müsste ihn doch stutzig machen. Sicher schreiben NAMBLA-Leute dies nicht, wenn er nur Negatives über sie geschrieben hätte. Und hätten sie dies, würde es ihn wohl kaum gefreut haben!

Wehalb ist ihm so wichtig, die Pädophilen von den Homosexuellen zu trennen, den einen alles, den anderen nichts zuzugestehen? Gibt es nicht auch bei den Homosexuellen „räuberisch“ Handelnde? Natürlich: es handelt sich dann nicht um Kinder! Aber weshalb sind letztlich bei ihm alle Pädophilen einfach vom Bösen besessen? Ich habe nirgends auch nur einen Satz gelesen, indem er wenigstens den „nichträuberischen“ Pädophilen ein Existenzrecht einräumt. Für ihn sind alle Pädophilen nicht (nur) krank, sondern sie wählen wissentlich das Böse, weil sie nicht nur ihre Probleme mit der ihnen feindlich gesinnten Gesellschaft zusammenführt, sondern massgebend ihre geheimen Wünsche, welche sie dann vereint in die Tat umsetzen..

Wie war das noch mit dem Wunsch von Vachss? Würde er nicht gerne die Bombe zünden, die alle umbringt, die Kinder ausbeuten? Aber solche geheimen Wünsche darf man natürlich haben und auch äussern. Man führt sie selbstverständlich nicht aus.

"Das Böse ist eine Wahl"

"Gleichgeschlechtliche Pädophile sind ebensowenig homosexuell, wie verschiedengeschlechtliche Pädophile heterosexuell sind - beide sind Kriminelle."

Wenn aber Pädophile Wünsche äussern, haben sie nach Vachss bereits das Böse gewählt. Sie werden zu räuberischen Pädophilen: „Wenn wir an räuberische Pädophile denken, neigen wir dazu, sie als krank zu bezeichnen. Und wenn wir 'krank' denken, denken wir 'Heilung'. "Auch wenn er richtig feststellt: „Aber das Wesentliche der Krankheit ist, man sucht sie sich nicht aus“, lässt er keine Zweifel aufkommen über seine Einschätzung, wie Pädophile sich verhalten: „Das Böse ist eine Wahl. Was das Böse auszeichnet ist, dass es eine Entscheidung ist. Es ist in keiner Weise ein unfreiwilliges Verhalten.“

Noch weit deutlicher, aber undifferenzierter - geht sein Gattin in ihrem kinderschützenden Eifer vor. In seiner Biographie erwähnt er sie und macht auf ihr Sachbuch aufmerksam, dessen Titel alles sagt:
"Sexualverbrechen: Zehn Jahre an vorderster Front in der Strafverfolgung von Vergewaltigern und in der Konfrontation mit ihren Kollaborateuren"
In der deutschen Übersetzung heisst das Buch: „Merkt Euch Ihre Namen!“,

Darin schreibt sie in folgender Aufreihung:.

  • Sexualverbrecher verstehen es meisterhaft, sich zu rechtfertigen. Wir müssen endlich aufhören, ihren Lügen Glauben zu schenken.


  • Wer sagt, das Opfer ist daran schuld, daß es vergewaltigt wurde, der könnte ebensogut sagen, die Banken seien daran schuld, daß sie ausgeraubt werden. Niemand hat es verdient, vergewaltigt zu werden.


  • Kinderpornografie ist ein Verbrechen, das Opfer fordert.


  • Unschickliche Berührungen sind kein gewaltloses Verbrechen. Kein Kind fordert durch sein Verhalten dazu auf, sich an ihm zu vergehen.


  • Gleichgeschlechtliche Pädophile sind ebensowenig homosexuell, wie verschiedengeschlechtliche Pädophile heterosexuell sind - beide sind Kriminelle.


Kann man es deutlicher sagen bei solcher Denkweise, was „Pädophile“ sind, wer die Sexualverbrecher sind und wie sie handeln?

Mit Verlaub – wenn ich das Beispiel der Bank in einer anderen Variante aufnehme – könnte man nicht ebenso gut sagen, alle die sich für Geld interessieren sind Kriminelle, weil es Menschen gibt, die sich ihr Geld auf gewaltsame Art aneignen?


"Unschickliche Berührungen sind kein gewaltloses Verbrechen. Kein Kind fordert durch sein Verhalten dazu auf, sich an ihm zu vergehen."

Eigentlich wird in obiger Aufreihung folgendes gesagt:

  • Pädophile verstehen es meisterhaft, sich zu rechtfertigen. Wir müssen endlich aufhören, ihren Lügen Glauben zu schenken.


  • Kinderpornografie ist ein Verbrechen, das Opfer fordert. Es sind die Pädophilen die Schuld daran sind, dass solche produziert wird.


  • Unschickliche Berührungen sind kein gewaltloses Verbrechen. Kein Kind fordert durch sein Verhalten dazu auf, dass Pädophile sich an ihm vergehen. Pädophile haben nur das eine Interesse: Kinder zu vergewaltigen.


  • Gleichgeschlechtliche Pädophile sind ebensowenig homosexuell, wie verschiedengeschlechtliche Pädophile heterosexuell sind - Pädophile sind Kriminelle.
  • Alle Heterosexuellen und alle Homosexuellen sind ok, aber alle Pädophilen sind Kriminelle



„Die Todesstrafe ist keine Antwort“

„Die Todesstrafe ist keine Antwort“

Doch nochmals zurück zu Andrew Vachss.

Für die Todesstrafe ist er nicht, aber er nimmt voraus, was in der Schweiz Wirklichkeit geworden ist: “Vielleicht wären lebenslange Haftstrafen ohne Chance auf Bewährung für verschiedene Sexualverbrechen eine ehrlichere Antwort. Auf jeden Fall bieten solche Gesetze unsere einzige Hoffnung gegen eine Epidemie sexueller Gewalt. Eine Epidemie, die droht, unsere Gesellschaft derart zu verschmutzen, daß sie jenseits aller Möglichkeiten zu ihrer eigenen Rehabilitation ist“.

(Quelle: http://www.vachss.de/mission/dispatches/disp_9301_a.html Sexualstraftäter können nicht gerettet werden von Andrew Vachss/ ursprünglich erschienen in der New York Times, 5. Januar 1993

Wenn es sich wirklich um Wiederholungstäter ohne jede Einsicht und keine Aussicht auf eine Verhaltensänderung besteht, mag dies eine notwendige Massnahme sein. Aber nicht ohne sporadische Überprüfungen!

Damit beende ich (vorläufig) meinen Kommentar zu Beiträgen in der Homepage von Andrew Vachss, ohne mich auch noch mit seinen Büchern zu befassen. Ich vermute nämlich auch, was ein Rezensent der „Frankfurter Allgemeine Zeitung feststellt und verspüre überhaupt keine Lust, Bücher von ihm zu lesen, nachdem was ich über die „Treibstoffe“ seines Handelns weiss :

„Durchwachsen findet Rezensent Hardy Reich die Stories von Andrew Vachss. Der Autor ist Anwalt in New York und hat sich in seinem Hauptberuf auf die Vertretung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert, im Kampf gegen den Kindesmissbrauch sieht er seine Lebensaufgabe, berichtet Reich. Ähnlich wie in Deutschland Simmel behaupte er, Belletristik nur zu verfassen, weil er so mit seinen Themen eine größere Leserschaft erreichen könne als durch Sachbücher. Dieser pädagogische Impetus schlägt sich nach Ansicht Reichs in Vachss Geschichten, die meist um Themen wie Kindesmissbrauch, Serienkiller oder Rache kreisen, oft zu deren Ungunsten nieder.“

(Quelle: http://www.perlentaucher.de/buch/12342.html nach einer Rezension der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.11.2002 )

Und ganz zum Schluss noch dies – und das ist eher unerfreulich:

Die „ Neue Zürcher Zeitung“ brachte am 04.03.2003 eine Rezension zu “Born bad“.

Und da scheint „Andrew Vachss bei der Rezensentin Angela Schader aufgrund seiner Tätigkeit als Anwalt für missbrauchte Kinder einen gewissen Bonus zu haben..... Die literarische Verarbeitung des eigenen Zorns auf Pädophile und Triebtäter sei trotz - oder gerade wegen - einiger inhaltlicher Schwächen "wahrhaft menschlich".

„Wahrhaft menschlich“ sei der Zorn auf Pädophile! Die Rezension erschien im Jahr 2003. Hat eine der seriösesten Zeitungen der Schweiz inzwischen gelernt auf Differenzierungen zu achten?

Ich hoffe es!


(Quelle:http://www.perlentaucher.de/buch/12342.htm


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