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9.Juli - Michael Jackson - nicht nur der Sarg ist weg...

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Donnerstag,9.Juli 2009

Michael Jackson - "Der Sarg ist verschwunden"

Er hat es gesagt, an der "in den amerikanischen Medien einmütig als würdevoll und ergreifend" gelobten Trauerfeier, wie man es besser nicht ausdrücken kann:

  • «Michael hat Schwarze, Weisse, Asiaten und Latinos zusammengebrach
  • «Michael hat uns gelehrt, uns gegenseitig zu lieben. Er hat uns gelehrt zusammenzuhalten.»

Sharpton sprach Paris und ihre beiden Brüder Prince (12) und Blanket (7), die gemeinsam mit der Grossmutter Katherine (79) in der vordersten Reihe sassen, auch direkt an.

«Es gab nichts Seltsames an eurem Vater», sagte er mit Blick auf die jahrelangen Schlagzeilen über das bizarre Verhalten des Megastars.

«Seltsam war, mit was allem er sich auseinandersetzen musste.»"



Das sagte Bürgerrechtler Al Sharpton, ein langjähriger Freund der Familie.

Treffender kann nicht gesagt werden, wie tragisch das Leben dieses sicher unbestritten genialen «King of Pop» wirklich war. Was Aussenstehenden seltsam vorkommen musste, war eigentlich nur das Spiegelbild dessen, was zuerst sein Vater, dann die Medien und im Gefolge die Öffentlichkeit ganz allgemein aus diesem Menschen gemacht hat. "Jacko" hatte schon seit seiner Kindheit - die wohl gar keine war - kein unbeobachtetes Dasein und wohl kaum eine Chance, nicht das zu werden, was aus ihm ggemacht wurde. Es fehlte ihm in entscheidenden Lebensphasen wohl auch die Zeit und die nötige Distanz um ganz zu sich selbst zu kommen.



Michaels Vater schliesst nicht aus, dass sein Sohn ermordet wurde.
(NZZ 10. Juli 2009, 22:05, NZZ OnlinePolizeichef schliesst Mord an Jackson nicht aus)

Vielleicht wird man nie die ganze Wahrheit erfahren, aber eigentlich muss es niemanden wundern, dass ein Mensch wie Jackson mit seinen in fast jeder Hinsicht masslosen Ansprüchen und Angst vor gesundheitlicher Schädigung und deren widersprüchlichen Vorsorgehandlungen, schon lange gefährlich lebte.

Vieles wurde schon geschrieben und gesagt zum Leben und zum Tod von "Jacko". Noch vieles wird folgen.

Ich möchte nur noch etwas zitieren, was mich deshalb stutzig macht, weil es aus einem Blatt stammt, das nicht zu meiner Pflichtlektüre gehört:


King of Pop für die Ewigkeit
Was bleibt von Michael Jackson?

was von ihm bleiben wird, kann man im und auch anderswo nachlesen,
nicht überall aber, was - nach dieser Zeitung -
nicht bleiben wird:

"Nicht bleiben werden vermutlich die Missbrauchsvorwürfe, die Verdächtigungen, gegen die Michael Jackson sich stets gewehrt hat.
„Ich bin doch kein Krimineller“, hat er immer gesagt. „Ich bin doch nicht Jack the Ripper. Ich werde immer wieder Kinder in mein Bett lassen.“

Wir neigen dazu, die dunklen Seiten eines Menschen mit den Jahren zu verdrängen. Auch das wird Michael Jackson gewusst haben. Und wir werden wohl leider nie erfahren, ob er darüber gelächelt hat.

Michael Jackson hat eine neue Epoche der Musikgeschichte geprägt. Er hat das moderne Musikvideo und die Mega-Bühnenshow erfunden, die große Illusion. Er hat erfunden, dass Schwarze weiß werden können. Er hinterlässt drei Kinder, die (vielleicht) seine Gene in sich tragen.

Er verlässt diese Welt, ohne dass wir wissen, wer er wirklich war. Ein ewiges Rätsel."


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