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7.Februar - „Sie sind keine katholischen Bischöfe“

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Samstag 7.Februar 2009

Verständnis- und Kommunikationsprobleme - auch beim Papst!


Pius-Bruderschaft: „Sie sind keine katholischen Bischöfe“


Das wahre Problem, um das es in diesem folgenschweren Unternehmen des Papstes ging, wird durch medienwirksamere Nebenerscheinungen in den Hintergrund verdrängt.

  • Niemand dürfte ernsthaft daran zweifeln, dass der Papst die Aussagen Williamsons einfach übersehen hat.
  • Niemand dürfte ernsthaft an der Integrität des Papstes zweifeln in seiner Haltung gegenüber den Juden.
  • Zweifeln aber darf man, ob der Papst selbst die wahren Absichten kennt, die hinter diesem verdeckten Machtspiel im Vatikan stehen.


Eigentlich geht es in diesem fragwürdigen Angebot des Papstes an die abtrünnigen "Bischöfe" ja erst einmal um die Frage, welche Stellung diese überhaupt in der römisch-katholischen Kirche einnehmen, bzw. einmal hatten.

Die "Causa Williamson" ist ein Fall für sich!

Klaus Lüdicke,
emeritierter Kirchenrechtler an der Universität Münster, macht im

darauf aufmerksam, dass die vier Lefebvre-Bischöfe nie ein offizielles Amt innerhalb der katholischen Kirche innehatten:

„Dadurch, dass sie illegal geweiht worden sind, sind sie nie in die Gemeinschaft mit dem Papst getreten. Sie dürften daher nicht an einem Konzil teilnehmen. Sie sind der Weihe nach Bischöfe, aber nicht dem Amte nach. Sie können darum auch kein kirchliches Amt wiederbekommen, weil sie katholisch betrachtet, keine Bischöfe sind.“

In der Kommunikations-Struktur des Vatikans bestehen schwerwiegende Mängel:

„Der Vatikan hat dazu die passenden Strukturen. Die haben aber in diesem Fall nicht funktioniert. Diese Struktur besteht darin, dass das Staatssekretariat durch die Leitung eines päpstlichen Diplomaten das nötige Sensorium an den Tag legt, um zu wissen, welche Auswirkungen irgendwelche Erklärung des Heiligen Stuhls haben. Bevor dann eine solche Entscheidung auch vollzogen wird, muss das Staatssekretariat dies überprüfen. In diesem Falle hätte es dem Papst sagen müssen, dass die Aufhebung der Exkommunikation eine Auswirkung auf den Dialog mit den Juden und auf das Verhältnis zu Deutschland sowie für die Ökumene hat. Aus irgendwelchen Gründen hat diese Zusammenarbeit im Vatikan diesmal nicht geklappt.“

Einmal mehr zeigt sich, wie viel Macht jene Leute haben, die - unbeobachtet und unbehelligt von medialer Neugier - ihr intrigenhaften Wunschziele vorantreiben können.

Nicht am Papst allein darf die Kritik hängen bleiben.

In der Machtstruktut der Kirche müssten die stillen Drahtzieher in den weniger beachteten Ämtern besser beobachtet, kontrolliert und bei Bedarf in die Schranken gewiesen werden.

Dann wäre auch die Arbeit und der wirklich christliche Auftrag an der Basis aufrichtiger und effizienter erfüllbar...




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