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6.Februar - Das ist Kirche!

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Freitag, 6.Februar 2009


Das ist Kirche!!!


In meiner ersten Reaktion auf die "Begnadigungs"-Handlung des Papstes, habe ich Bischof Kurt Koch zitiert:

"Auf diese Weise soll die vollständige Versöhnung in voller Gemeinschaft
auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens ihren sichtbaren Ausdruck finden.
Ich hoffe und bete, dass diese Versöhnung geschehen wird."


Über diese Aussage habe ich mich geärgert und fühlte mich bestärkt darin, dass ich einer solchen Kirche den Rücken gekehrt habe.

Leute, die sich in der Pius-Brüderschaft selbst ins Ghetto eingeschlossen haben, zur Versöhnung einladen und "so ganz nebenbei" jene Menschen immer mehr ausschliessen, die im harten Alltag ihr Leben bestehen müssen und deren grösste Sorge nicht ist, ob sie "lateinisch" ihrem Gott begegnen oder im Wort und Geschehen ihres harten Alltages?

Nun aber hat Bischof Kurt Koch einen Brief geschrieben:

"Zur schwierigen Situation in der Kirche" an seine "lieben Schwestern und Brüder"!


Einen sehr langen, sehr herzlichen Brief!

Unterschrieben hat er ihn:

"Mit lieben Grüssen und herzlichen Segenswünschen"!

Fast gelüstet mich, ins Bistum Basel umzuziehen und meinen Austritt aus der Kirche rückgängig zu machen!

Das ist Kirche!!!


  • Ein Bischof, der nicht einfach einen Alibibrief schreibt und sich damit die Sache vom Hals hält!
  • Ein Bischof, der eingesteht:

"Ich gebe gerne zu, dass ich mit einem Vertrauensvorschuss über Papst Benedikt geschrieben habe.
Doch ohne Vorverständnis wird wohl kein Mensch urteilen können. Einem Katholiken steht es gut an, zunächst mit einem positiven Vorzeichen hinzuschauen. Ich tue dies aber auch in meiner Überzeugung, dass man nur glaubwürdig gegen geschehenes Unrecht wie die Holocaustleugnung ankämpfen kann, wenn man dabei nicht neue Ungerechtigkeit schafft oder zumindest in Kauf nimmt, wie dies in den letzten Tagen auch gegenüber Papst Benedikt geschehen ist. Denn Vieles, was in den vergangenen Tagen über Papst Benedikt in der Öffentlichkeit gesagt worden ist, war bösartig.


Man trage es mir nicht nahe, wenn ich laut über meine eigene Situation nachdenke und mir vorstelle, wie Bischof Koch beim "Sturm im Wasserglas, - bzw. in Murg- " gedacht und gehandelt hätte.

Sicher hätte er zuerst auch den Medien "Vertrauensvorschuss" zukommen lassen. Ich bin aber sicher, dass er dann nach seinen Worten gehandelt hätte:

"Einem Katholiken steht es gut an, zunächst mit einem positiven Vorzeichen hinzuschauen."

Bischof Kurt schreibt nämlich vorgängig zum oben Zitierten:

Hier liegt auch der Grund, dass ich nicht früher in umfassender Weise reagieren konnte. Ich musste mir selbst zuerst ein Bild über die ganze Problematik machen. Das Ergebnis meiner Überlegungen biete ich Ihnen jetzt an, weil es zu meiner Verantwortung als Bischof gehört, Sie in dieser schwierigen Situation nicht allein zu lassen, sondern zu helfen, so gut wie ich es eben vermag. Ich nehme für mich zudem nicht in Anspruch, alles richtig zu sehen und zu werten. Es ist einfach mein Versuch, Realitäten und Zusammenhänge aufzuzeigen, die in der öffentlichen Diskussion entweder ausgeblendet oder nur verkürzt zur Darstellung kommen. Wenn Sie die Situation anders einschätzen, wäre ich schon dankbar, wenn Sie meine Überlegungen wenigstens als eine andere Sicht erwägen würden.

Ich denke da nicht nur an meine eigene Situation, sondern an die "unserer", bzw. der Kirchgemeinde Murg, an die "Seelsorgeeinheit", und vor allem an meine ehemaligen Kollegen und Kollegin im Kirchenverwaltungsrat... Vielleicht auch an den Pfarrer, falls er sich auch allein gelassen fühlte von seinen Oberen in der Hierarchie...

Diese sehr persönliche, offene und damit angreifbare Aussage von Bischof Kurt nehme ich nachträglich auch in mein Nachdenken über den "Fall Sabo" auf. Da zweifelte ich an der Glaubwürdigkeit und Standhaftigkeit dieses Bischofs.

Nachträglich nun stelle ich mit grosser Achtung vor diesem Manne fest, dass er ein Mensch geblieben ist mit Schwächen, aber auch mit
vorbildlichen Stärken, und dass ich jenes Bild, das ich am 26.Januar von ihm in Wort und Bild gebracht habe, durch dieses ersetze, was Sie heute über ihn von mir zu lesen und zu sehen bekommen:

D:\Eigene Dateien\1-TINJOWEB\TINJOS NEUE HP1\ObjText\Roger.jpg
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Begegnung mit Frère Roger, Bischof Kurt Koch und Generalvikar P. Roland-B. Trauffer, Dezember 2003

Alles wirkliche Leben ist Begegnung!
Martin Buber

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