tinjo's HOMEPAGE


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


6. Dez. - Worte zum 2.Advent

ZUM TAG > 2009 > Dezember 2009

Worte zum ersten Advents-Sonntag 2009


Advent bedeutet Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern. Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken. Dieses Wort übernahmen nun die Christen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zum Ausdruck zu bringen. Nach Wikipedia

Alle Jahre wieder ... wird das an Christus glaubende Volk an seine Geburt erinnert und denkt an die Verheissung seiner Wiederkehr und eines Neuanfanges.

"Kehrt um! Kommt zur Einsicht, dass es so nicht mehr lange so weiter gehen kann!
Bedenkt, dass eine andere Zeit kommen wird. Bereitet Euch darauf vor!"


Eine Devise, die heute eigentlich für die ganze Menschheit gilt, bzw. gelten sollte! Ob für Glaubensgemeinschaften mit Kirchturm, Minarett oder Kuppel, oder auch ohne das eine oder andere! Sie gilt aber auch für alle, die sich keinen Deut um solche Gebäude scheren, noch sonstwie sich Gedanken machen, was einmal kommen wird.

Die Gletscher schmelzen, die Wüsten wachsen... Die Umweltschäden, verursacht durch uns Menschen, sind nicht mehr zu übersehen. Wer mag aber noch davon etwas hören, lesen, sehen? Wir haben doch alle unsere eigenen Probleme. Das genügt! Zudem - wenn das alles so schlimm sein solte, dann gilt doch für uns, die wir ja doch nichts gegen diese globalen Veränderungen tun können erst recht die ganz andere Devise: geniessen, solange es noch etwas zu geniessen gibt!

Geht das?

So einfach kann ich das nicht. Wir können nämlich sehr viel dagegen tun. Alle! Einzeln oder in Gemeinschaften!

Wenn da nur nicht die persönlichen Belastungen und Sorgen wären, die so viel Zeit und Energie beanspruchen. Selbst verschuldete und solche, die einem aufgeladen werden und oft so sinnlos zu sein scheinen. Das Schlimmste vielleicht, was einem Menschen passieren kann, wenn er sich ausgestossen fühlt, ihm nur noch Negatives zugesprochen wird oder gar einfach ignoriert wird.

Doch was sind unsere kleinen Sorgen, wenn die Welt einmal genug haben sollte von uns Menschen! Was sind sie, wenn wir nicht gemeinsam Verantwortung übernehmen, aber auch Vertrauen in andere setzen, anstatt sie nach eigenen Vorstellungen ein- oder gar abzustufen um eigene Interessen und Ansichten als die einzig richtigen hinzustellen? Was aber ist zu tun, wenn Neid und Misstrauen, Eigensucht und Rücksichtslosigkeit so vielen Ansätzen zur Umkehr zum Guten im Wege stehen?

Da gibt es nur ein Abwägen, wo ich meine Energiereserven einsetzen möchte, welchen Problemen ich mich stellen will und welche ich - im Blick auf das, was nicht nur mich selbst betrifft - hinten an stellen kann.

Mehr Vertrauen statt Misstrauen in allen Dingen!

Kein leichtes Unterfangen, aber: alle Jahre wieder ... Bilanz ziehen und ein Budget erstelllen für das neue Jahr.

Gut, beginnt das "Kirchenjahr" vor dem Kalenderjahr. Da findet der Abschluss der Jahresbilanz im eigenen Kopfe statt. Und der Ausblick ins neue Jahr ist kein Rechnen mit Zahlen, keine Bilanz über Gewinn und Verlust.

Es ist eine stille Kommunikation mit dem DU, das meinem Leben und allem, was ich erfassen kann, Sinn gibt. Ein DU, das ich nicht begreifen kann, das mir aber in so vielen Momenten in diesem vergangenen "Kirchenjahr" Zeichen gab und mir in jedem Moment als der Partner gegenwärtig ist, dem ich nichts verbergen muss - und auch nicht kann!

Wenn ich das richtig bedenke und ihn als mein verlässlichstes DU erkenne, dem ich in meinem Leben begegnen kann, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Auch wenn ich wieder ein Jahr ohne "Kirche" beende und ebenso ein neues begonnen habe...

Gemeinschaft erleben kann man nur, wo gegenseitiges Vertrauen besteht und Bauen auf einer gemeinsam gewählten Grundlage geschieht. Wo solches fehlt, kann auch das grösste Werk nicht auf Dauer bestehen.



Suche

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü