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5.August - der Redaktor meldet sich

ZUM TAG > 2009 > August 2009

Am 23.Juli habe ich auf einen Leserbrief aufmerksam gemacht, den ich unserer Regionalzeitung zukommen liess.
Der Chefredaktor weilte, wie ich später erfuhr, in den Ferien. Mit seinem Stellvertreter hatte ich einmal eine recht unerfreuliche Auseinandersetzung wegen seiner Berichterstattung über meine Beschwerde beim Presserat. Sicher hat ihm meine Kritik auf den Leserbrief dieses Herrn Hagmann nicht gepasst, denn er wird wohl für die Veröffentlichung verantwortlich gemacht werden können. Nach meiner Ansicht ist das eine klare Verletzung der " Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten". Meine persönliche Ansicht! Mag sein, dass dieser stellvetretende Redaktor meinen Brief dem Papierkorb zugeführt hat, obwohl oder weil ich im Begleitschreiben schrieb dass ich diesen "
unverändert und ungekürzt" veröffentlicht haben möchte.
Fühlte er sich beleidigt, dass ein "Pädophiler", (den er ja aus seiner Berichterstattung und auch persönlich kennt), ihm Vorschriften macht?
Der Chefredaktor schrieb mir auf meine Nachfrage nach seiner Rückkehr aus den Ferien, weshalb man meiner "Forderung" nicht nachgekommen sei:

"Erstens: Ihr Leserbrief ist viel zu lang. Die Forderung «unverändert und ungekürzt» verkennt zudem, dass die Redaktion zu entscheiden hat, was in welcher Form in der Zeitung erscheint. Im Falle Ihres Leserbriefes bezieht sich der erste Abschnitt auf den LB Hagmann; ausserdem wäre es (allenfalls in einem kurzen Artikel) berichtenswert, dass die Untersuchungen gegen Sie eingestellt wurden. Für weiter gehende Ausführungen zum Thema gibt es momentan allerdings keinen Anlass. Möchten Sie Ihren LB daher selbst entsprechend anpassen?"

Darauf antwortete ich:

"Es war übrigens keine explizite Forderung, sondern eine emotionale Reaktion auf einen - nach meiner Ansicht - wirklich deplazierten Leserbrief. Ich schrieb:
I
ch bitte sie, untenstehenden Leserbrief unverändert und ungekürzt zu veröffentlichen.
Wenn Sie schon einen Brief, wie jenen dieses Herrn Hagmann abdrucken, dürfen Sie mir dies nicht verwehren.
Die Redaktion hätte es mir sehr wohl verwehren können, mit einem ebenso ultimativen Gegenbericht. Aber wenigstens mit einem Bericht!
Da die ganze Angelegenheit nun schon so weit zurückliegt, möchte ich auf weitere Bekanntmachungen zu diesem Thema verzichten. Es ist ja schon recht bezeichnend für die Stimmung (oder Gleichgültigkeit? ), die im Volk herrscht, dass ich scheinbar der Einzige war, der auf diesen Leserbrief reagierte…
Zu gegebener Zeit wird es ja dann eine sda-Meldung geben, wenn der Herr Staatsanwalt seine ihm so wichtige Sache mit mir durchgezogen haben wird.
Zum guten Schluss meinerseits möchte ich doch noch erwähnen, dass – jetzt bald vor einem Jahr – Reto Vincenz sehr feinfühlig und differenziert über den
„Murger Kirchenrats-Skandal“ berichtet und auch den Kontakt zu mir und den involvierten Personen gesucht hat. war immerhin eine gute Tat einer Regionalzeitung, die nicht nur mir, sondern auch der so stark mitbetroffenen Kirchgemeinde und ihren Mitarbeiter/innen und der ganzen Gemeinde gut getan hat! Nachträglich meinen herzlichen Dank dafür!"

Damit hat sich die Sache (vorläufig) erledigt. Muss es immer so bleiben:

Darf nur schlecht - oder gar nichts - geschrieben werden, wenn jemand oder etwas unter dem Vorzeichen "pädophil" steht?



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