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3.Mai - Roman Polanski spricht...

ZUM TAG > 2010 > Mai 2010


Vor wenigen Tagen hat ein Gericht in Kalifornien entschieden, dass Polanski nicht in Abwesenheit verurteilt werden kann. Damit ist nach Ansicht von Beobachtern der Weg frei für seine Auslieferung.

«Ich kann nicht länger schweigen»
Polanski meldet sich erstmals zu Wort

Warum ich Polanski in seinen Ansichten voll unterstütze:

  • Seit Ende September des letzten Jahres befindet er sich nach Zahlung einer Kaution in Gstaad unter Hausarrest, um von der Schweiz an die USA ausgeliefert zu werden.
  • Sein Auslieferungsgesuch basiert auf einer Lüge.
  • Vor sieben Monaten, am 26. September 2009, wurde er auf dem Flughafen Zürich festgenommen.Er war eingelden worden, um aus den Händen eines Vertreters des Schweizer Kulturministeriums einen Preis für sein Lebenswerk entgegenzunehmen.
  • Es hat sich vor 33 Jahren schuldig bekannt und im Staatsgefängnis von Chino eine Strafe verbüsst, die eigentlich die Gesamtstrafe darstellen sollte. Als man ihn aus dem Gefängnis entliess, änderte der Richter seine Meinung und erklärte, die verbüsste Haft sei nicht die Gesamtstrafe. Wegen dieses Rückziehers verliess er damals die Vereinigten Staaten.
  • Die ganze Sache wurde durch eine Cineastin aufgeweckt, die einen Dokumentarfilm drehen wollte und dazu Aussagen von damals Beteiligten sammelte, ohne dass er selbst daran mitgewirkt hatte. Diese Dokumentation brachte ans Licht, dass er die Vereinigten Staaten nur verlassen hatte, weil er nicht gerecht behandelt worden war. Die Justizbehörden in Los Angeles fühlten sich angegriffen und stellten ein Auslieferungsgesuch an die Schweiz, wo er sich seit mehr als dreissig Jahren immer wieder aufgehalten hatte, ohne jemals die geringste Befürchtung zu hegen.
  • Die amerikanischen Justizbehörden haben unter Missachtung aller Argumente und Zeugenaussagen Dritter beschlossen, nicht in Abwesenheit gegen ihn zu verhandeln, obwohl das Berufungsgericht genau dies empfohlen hatte.
  • Das kalifornische Gericht hat zum x-ten Mal die Bitte des Opfers abgewiesen, die Strafverfolgung gegen seine Person ein für alle Mal einzustellen und selbst nicht immer wieder bedrängt zu werden, wenn der Fall erneut aufgerollt wird.
  • Am 26. Februar dieses Jahres erklärte Roger Gunson, der 1977 die Anklage vertrat und sich heute im Ruhestand befindet, in Anwesenheit des heute zuständigen Staatsanwalts David Walgren, vor der Richterin Mary Lou Villar unter Eid, Richter Rittenband habe am 19. September 1977 gegenüber allen Parteien erklärt, dass seine Haftzeit im Gefängnis von Chino die Gesamtstrafe sei, die er zu verbüssen hatte.
  • Das Auslieferungsgesuch an die Schweiz basiert also auf einer Lüge.
  • Im Auslieferungsgesuch heisst es, er sei geflohen, um sich einer Verurteilung durch die amerikanische Justiz zu entziehen, während er sich in Wirklichkeit nach dem amerikanischen Strafprozessrecht «schuldig bekannt» hatte und in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt war, um die Strafe zu verbüssen. Damals galt es nur noch, diese Übereinkunft vom Gericht bestätigen zu lassen, bevor der Richter sie zurückzog, um sich auf Polanskis Kosten die Aufmerksamkeit der Medien zu sichern.
  • Seine Anwälte sagen ihm seit 30 Jahren, der Richter habe ihn hintergangen, er sei meineidig geworden, und er hätte seine Strafe verbüsst. Der damalige Staatsanwalt, der einen untadeligen Ruf geniesst, habe alle seine Angaben unter Eid bestätigt, und das sei von ganz anderer Tragweite.
  • Die Vereinigten Staaten verlangen weiterhin seine Auslieferung, und das mehr, um ihn den Medien der ganzen Welt zum Frass vorzuwerfen, als um ein Urteil zu vollstrecken, über das schon vor 33 Jahren eine Übereinkunft erzielt worden ist.


"Der aus Polen stammende Filmemacher ist in den USA angeklagt, 1977 ein 13-jähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Polanski hatte damals ein Schuldbekenntnis abgelegt und sass 42 Tage in Haft, entzog sich aber 1978 der Fortsetzung des Verfahrens, indem er ins Ausland floh. Nach seiner Verhaftung in Zürich wurde er Anfang Dezember 2009 gegen Bezahlung einer Kaution und unter Einhaltung weiterer Auflagen aus der Auslieferungshaft entlassen und mit einer Fussfessel versehen in seinem Chalet in Gstaad unter Hausarrest gestellt. Polanski hatte bis dahin und seit Jahren unbehelligt seine Ferien im Berner Oberland verbracht.
Sein damaliges Opfer will nicht mehr gegen den 76-jährigen Regisseur vorgehen. Ein von der Frau eingebrachter Antrag auf Einstellung des Verfahrens wurde vom kalifornischen Berufungsgericht kürzlich ebenfalls abgelehnt." (NZZ)

"Ich kann nicht länger schweigen, weil die Vereinigten Staaten weiterhin meine Auslieferung verlangen, und das mehr, um mich den Medien der ganzen Welt zum Frass vorzuwerfen, als um ein Urteil zu vollstrecken, über das schon vor 33 Jahren eine Übereinkunft erzielt worden ist."

Ich kann Polanski nachfühlen. Ich weiss, was es heisst, den Medien zum Frass vorgeworfen zu werden und weiss auch, durch wen und mit welchen Mitteln das geschieht. Ganz so, wie Polanski sagt: der Richter wollte nichts anderes, als "sich auf meine Kosten die Aufmerksamkeit der Medien zu sichern."

>>>Mehr über Polanski hier<<<


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