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30.Okt. - Missbrauch mit dem Missbrauch

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Eine Geschichte aus dem


im




Die andere Geschichte ist aber eine, die es in ungezählten Varianten gibt. Auch bei uns in der Schweiz.
Nicole Althaus kennt einen Schweizer Vater, der seine kleine Tochter wegen Badewannenfotos während zweier Jahre nur noch in Begleitung sehen durfte. Später normalisierten sich die Beziehungen wieder , aber der Missbrauchs-Verdacht blieb an ihm kleben. Bis heute...
„Die Sensibilisierung der Gesellschaft für Kindsmissbrauch und Pädophilie ist wichtig und richtig.“ schreibt Frau Althaus,
„ Aber die  Kehrseite davon ist offenbar eine Tendenz, hinter jeder Ecke einen bösen Pädophilen zu vermuten. Das ist fatal. Nicht nur für betroffene Scheidungsväter oder Lehrer, sondern auch für tatsächliche Missbrauchsopfer. Und hat Folgen für alle Väter. Denn wer mit der Angst leben muss, seine Beziehung zu den eigenen Kindern, könnte eines Tages von Polizei, Psychologen und Richtern seziert werden, lebt in ständiger Selbstzensur.“
Wenn ein Vater aus Angst vor zu nahem Körperkontakt zu seinem Dreikäsehoch meint: „Ein Bad mit dem Kind? Ist mir zu gefährlich,“ und ein anderer Vater gesteht, dass er jeweils seine Freundin rufe, wenn das Töchterchen im Windelbereich wund sei und eingecremt werden müsse fragt wohl Nicole Althaus nicht zu Unrecht am Schluss ihres Artikels:

„Sind wir vor lauter Sensibilisierung paranoid geworden?“


(Wobei die effektive Grund-Frage noch unbeantwortet bleibt: Sensibilisierung vor was?)

Interessant sind auch die Lesermeinungen dazu.
Zusammenfassung hier


....und hier noch eine Weiterempfehlung für das neueste Buch, das ich meiner Bibliothek einverleibt habe:


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