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30.Nov. - Folgeerscheinungen...

ZUM TAG > 2009 > November 2009

Die Schweiz hat seit vorgestern ein Verbot mehr in seinen Rechts-Paragraphen. Demokratisch gewünscht von der Mehrheit des selten so zahlreich stimmenden Schweizer-Volkes.

Ein zweifelhaftes Verbot mehr, das sich erst bewähren muss vor internationalen Rechtsauffassungen.

Um einiges mehr noch als bei den beiden ebenso überraschend, gegen den Willen der Regierung angenommen Verwahrungs-und fast genau vor einem Jahr, am 30.November 2008, die Unverjährbsarkeitsinitiative, wurde eine heftige Diskussionwelle ausgelöst, die sich pandemisch ausweitet und in diversen Ländern zu Reaktionen führt, die auch in ihrem eigenen Land bisher nicht so offen zu Tage getreten sind. Die Schweiz wird von den einen gelobt, von den andern heftig kritisiert.

Das Thema Minarett und Islam im umfassenderen Kontext ist das eine. Das andere aber, das mir weit bedrohlicher vorkommt, ist die immer mehr um sich greifende Tendenz in unseren demokratischen "freien" Ländern, dass das "Demos"(=Volk) sich selbst mit Verboten ihr eigenes Gärtchen zu schützen glaubt und nicht merkt, wie es sich immer mehr selbst in seinen Freiheiten einschränkt.

Wer ihm wohlbehüteten "Garten Schweiz" bleibt und sich zu jenen zählt, die mit immer neuen Verbotsvorschriften sich ein bequemeres Leben einrichten möchten, mag sich in Selbstgefälligkeit sonnen, solange Verbote nicht zum Bumerang werden.

Wagt man aber einen Blick oder gar einen Sprung über den eigenen Gartenzaun hinaus, wird manch eine/r sich Gedanken machen müssen, ob der Schweiz noch die traditionelle Vorbildsstellung zukommt und muss sich gut überlegen, wo und wie er/sie sich als Schweizer/in zu erkennen gibt und wie man sich in anderen Ländern verhält.

Es wird sehr viel diskutiert und geschrieben in diesen Tagen über diesen spektakulären Schweizer Volks-Entscheid. Ich picke heraus, was mir gerade besonders aufgefallen ist:

In der
schreibt ein als bissiger Kolumnist bekannter - geliebt und gehasst, wie die Kommentare zeigen - u.a. folgendes:

"Dieselben Pappnasen, die uns immer wieder erzählen, der Iran sei keine Diktatur pädophiler alter Säcke, die nicht müde werden, zu behaupten die Hamas sei „auf demokratischem Weg” an die Macht gekommen, werden die Mehrheitsentscheidung der Schweizer als „undemokratisch” verurteilen, weil das dumme Mündel sich nicht so entscheidet, wie es der kluge Vormund möchte. Da wird der Vormund böse."

Von mir aus darf jeder seine eigene Meinung haben,auch wenn sie unbequem ist und der eigenen nicht entspricht. Was mich aber stört, sind solch unbedachte Äusserungen wie

"Diktatur pädophiler alter Säcke " *

Solche Sprüche fallen wohl nur jemandem auf, der sich betroffen fühlen muss, denn auch ich bin, ein "pädophiler alter Sack", wenn man es auf die primitive Art benennen will.
Den Herrn Broder wird zwar meine Kritik an ihm kaum interessieren, und - wie es die Leserkommentare zeigen - hat sich auch niemand am Ausrutscher dieses Kolumnisten gestossen. Für mich aber bedeutet es, seinen Äusserungen generell besonders kritisch zu begegnen. Auch wenn gewisse Tatsachen zutreffen, ist eine solche Pauschalabfertigung mehr als geschmacklos.


ooo
IIII


Von einem anderen, nicht ganz unbekannten "Schriftsteller", wird man noch hören.
Dass ein solcher Mensch jungen Schweizer/innen Bildung beibringen darf, erstaunt mich schon lange. (Mehr über seine oberflächliches Denken hier)
Jetzt wird er - nicht das erste Mal - einer " Nagelprobe " unterzogen. Auf den Ausgang bin ich gespannt.

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