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28.Februar - Eunuchen für das Himmelreich

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Eunuchen für das Himmelreich

heisst ein Bestseller der deutschen Theologin und Autorin Uta Ranke-Heinemann

"Gegenstand ist die Sexualmoral in der Geschichte des römischen Katholizismus, an welcher massiv Kritik geübt wird. Der Titel des Buches leitet sich ab vom Bibelvers Mt 19,12 EU, der u.a. wie folgt übersetzt werden kann:

Es gibt Eunuchen, die vom Mutterleib an so geworden sind. Und es gibt Eunuchen, die von Menschen dazu gemacht wurden. Und es gibt Eunuchen, die sich selbst dazu gemacht haben um des Himmelreiches willen.


von ihr stammt auch ein Bericht in der Zeitung
:

"Der Papst weint Krokodilstränen"

Auch darin ist die Sexualmoral der Kirche ihr Hauptthema, das sie in seiner geschichtlichen Abfolge erläutert. Am Anfang stellt sie die Fragen:


  • Sind Protestanten weniger pädophil veranlagt als Katholiken?
  • Neigen Homosexuelle mehr zur Pädophilie als Heterosexuelle?


Die Zusammenhänge könne man nur verstehen nach einem kurzen historischen Überblick.

Bevor sie mit diesem beginnt, meint sie:

"Gott, der Urheber des Universums, hat Heterosexuelle und Homosexuelle geschaffen. Und es steht niemandem zu, den Urheber des Universums zu korrigieren."




Ich will ihren Beitrag nicht weiter kommentieren, aber was mich daran gestört hat ist ein Bemerkung, zu der ich einen Leserbrief geschrieben habe:



Leserbrief zu dem Artikel "Der Papst weint Krokodilstränen" vom 22.02.2010:

Schwerwiegende Diskriminierung

So treffend und ungeschützt Frau Ranke-Heinemann auch die Dinge beim Namen nennt, so plump fällt sie selbst in die Falle, die sie der Kirche vorwirft: die selbstschützerische Vertuschung der Wahrheit. Sie schützt ihr eigenes Popularitäts-Image, wenn sie sagt:

„Pädophilie wird von allen verantwortungsvollen Menschen aller Religionen als ein Verbrechen Kindern gegenüber scharf abgelehnt, von den evangelischen Christen genauso wie von den katholischen Christen und vom Papst."

Zum Glück stimmt das nicht so pauschal, wie sie meint. Es gibt immer mehr verantwortungsvolle Menschen, die zu unterscheiden verstehen zwischen einer Eigenschaft und dem Umgang mit dieser. Man kann Frau Ranke-Heinemann sonst sicher nicht vorhalten, sie würde zu wenig recherchieren, bevor sie etwas zu sagen hat. Hier aber schließt sie sich dem primitivsten Boulevard-Journalismus an und spricht allen „Pädophilen" jegliche Existenzberechtigung ab. „Pädophilie" ist eine Veranlagung, eine Neigung oder gar eine Krankheit. Was richtig ist, darüber streiten sich die Fachleute immer noch. „Pädophilie" jedoch pauschal als „Verbrechen Kindern gegenüber" zu bezeichnen, ist eine unüberlegte, schwerwiegende Diskriminierung einer Gruppe von Menschen. Frau Ranke-Heinemann würde ich sogar eine gut recherchierte Studie zum „Phänomen Pädophilie" zutrauen, in der sie dokumentieren könnte, dass es auch „Pädophile" gibt und schon immer gegeben hat, die sich nie an einem Kind vergangen haben und ihre Veranlagung verantwortungsvoll in ihr Menschsein zu integrieren gelernt haben.
Martin Joos

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