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27.März - besser schweigen...

ZUM TAG > Das Wort zum Sonntag 2011

Lange habe ich nichts mehr geschrieben hier. Manchmal tut es gut, wenn mann einfach schweigen und sich Zeit lassen darf.

Vieles ist seither passiert in der Welt...

Zu all den Katastrophen wurde schon genug geschrieben.

  • Zu wenig noch darüber, wie viel Kinder in den Erdbeben und Tsunamis ihr Leben lassen mussten oder zu Waisen wurden.
  • Zu wenig noch über die Auswirkungen, welche die atomare Verseuchung auf Dauer für die Kinder in Japan haben wird.
  • Es wurde zwar gewarnt: Das Trinkwasser in Tokio war zeitweise zu stark kontaminiert. Kinder sollen es nicht mehr trinken. Inzwischen – oder dazwischen? - wurde wieder entwarnt.


Die Folgen der dreifachen Katastrophe in Japan sind noch immer unabsehbar.

Einer hat davon erst einmal profitiert. Der irrsinnige Führer von Libyen... Seine Schandtaten gegen sein eigenes Volk gerieten etwas in den Hintergrund. Umso heftiger liess er seine blutrünstigen Söldner zuschlagen. Inzwischen geht es aber auch ihm (hoffentlich) immer mehr an den Kragen. Auch da sind die Folgen noch nicht absehbar. Auch nicht jene für die junge Generation des Landes. Immerhin könnte ihr – mit vielen Opfern erst einmal - eine bessere Zukunft bevorstehen.

Ein neues Erdbeben in Burma und Thailand blieb neben all den Meldungen aus Japan und Libyen in der übrigen Welt fast unbemerkt.
Hier aber z.B. steht , dass in der Stadt Tarlay in Burma „hunderte Gebäude eingestürzt“ seien und es „sehr viele Tote“ gegeben habe und es gebe in der Region um Tarlay „viele zerstörte Bergdörfer die völlig auf sich allein gestellt sind.“.

Doch in Japan weiss man immer noch nicht, wie das mit dem Atomkraftwerk in Fukushima ausgehen wird. Diese Ungewissheit wird noch einige Zeit bestehen bleiben. Die Folgen bleiben wohl auf lange Zeit unabsehbar. Daran werden alle übrigen aktuellen Ereignisse gemessen und entsprechend platziert.

In der Weltwoche erklärte ein Journalist, weshalb es für seinen Berufsstand nichts Schlimmeres gebe, als wenn etwas passiert.
" Nur wenn nichts passiert auf dieser Welt, können Redaktionen zeigen, wie gut sie sind.
Wenn nichts passiert, diktiert nicht die fremdbestimmte Aktualität das mediale Angebot, sondern die selbstbestimmte Kreativität der Redaktion. ... Die Aktualität ist der Feind der Kreativität.

Das entwertet gut vorbereitete und fundierte Artikel, wenn stattdessen sofort auf eine Katastrophe reagiert werden muss und sich die Zeitungen mit den aktuellsten Meldungen und Schlagzeilen überbieten. Dann tritt alles „Normale“ in den Hintergrund und alles muss darauf umgekrempelt werden. Handelt es sich um zeitlose Hintergrundartikel, lassen sich diese ja noch um einige Tage verschieben. Wenn es sich aber um eine vertiefte Auslegung einer kurz zuvor geschehenen Aktualität handelt, wird diese kaum mehr die erhoffte Beachtung finden.

Die Geschehnisse der letzten Wochen machten mich so betroffen, dass ich in der ersten Tagen nach der Katastrophe in Japan sehr oft Nachrichten hörte und und Berichte darüber im Fernsehen suchte. Ich fand keine Worte mehr, die in meine Hompage gepasst hätten.

Einmal mehr fragen viele Menschen: Wie kann so etwas geschehen, dass so viele unschuldige Menschen sterben und so viele so unglaubliches Leid erfahren müssen? - Warum lässt Gott das zu?

Die grosse Frage der "Theodizee = "Der Versuch einer Rechtfertigung eines allmächtigen, allgütigen und allwissenden Gottes angesichts allen Übels und Leidens in der Welts." ( Wiktionary)

Über diese Frage wurde schon viel nachgedacht und geschrieben. Ich machte mir dazu auch schon oft Gedanken und werde hier später darauf zurückkommen.

Für heute möchte ich nur meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass alles nicht noch viel schlimmer wird und dass alles Menschenmögliche getan wird - wenigstens für die Überlebenden all dieser schlimmen Ereignisse.


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