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ZUM TAG > 2010 > Dezember 2010
Ein grosser Titel mit zwei leserfesselnden Feststellungen: „Schweizer“ und „Kinderschänder“
So macht man guten Boulevard-Journalismus!
Was wird hier den sensationsgierigen Leserinnen und Lesern suggeriert?
Nein, - davon erfahren wir nichts Genaueres, was dieser Schweizer wirklich mit Kindern getan hat.
Nein, offensichtlich interessiert das der Hauptharst der Leserschaft nicht, sonst würde da ja genauer recherchiert.
Lesen wir weiter, was uns unter diesen sensationslustversprechenden Schlagzeilen mitgeteilt wird:
Er habe alle Vorwürfe bestritten, doch es gäbe genügend Beweise, um den Mann anzuklagen, denn man ertappte ihn in flagranti, als er einen minderjährigen Buben am Strand "sexuell bedrängte".
Adhoc nennt sich dort eine lokale Menschenrechtsgruppe. Diese kenne das „Problem der pädophilen Touristen“.
Diese Kinder seien dauernd der möglichen Kinderschändung ausgesetzt, wird uns mitgeteilt und die meisten Eltern wüssten um die Gefahren, kümmerten sich aber nicht darum.
Das wahre Problem ist also die Armut und die Gleichgültigkeit - oder wohl eher Hilflosigkeit – der Eltern dieser Kinder und nicht ein 79-jähriger Schweizer, der seine Finger vielleicht an verbotene Stellen eines Jungen geführt hat, als dieser ihm ein Souvenir anbot und das Pech hatte, dass er von den, ach so um das Wohl der Kinder besorgten Adhoc-Leute beobachtet wurde.
Wie wäre es würde die Schlagzeile anders lauten? Zum Beispiel:
Gestörter Strandferien-Genuss in Kamboscha
Schweizer Tourist von hungernden Kindern belästigt.
Wäre ich Journalist, hätte ich mich primär dafür interessiert, weshalb diese Kinder hungern müssen und was diese Menschenrechtsgruppe „Adhoc“ zum Wohle dieser Kinder und ihrer Eltern tut und unter welchen Schäden diese von Schweizern und von Touristen aus anderen Ländern geschändeten Kinder wirklich leiden.
>>> Sicher aber wird das Volk vernehmen und wohllüstig zur Kenntnis nehmen, wenn bald wieder ein Schweizer „Pädophiler“ geschnappt worden ist.
Es ist ja nicht der erste Fall...
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