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26.Nov. - die Macht des Geldes...

ZUM TAG > 2009 > November 2009

Wenn man dies heute liest und sich daran erinnert, was vor nicht so langer Zeit auch in Genf geschah ( vor sehr langer Zeit für die darauf arretierten "Geiseln...), muss man sich wohl nicht wundern, dass im Ausland kontrovers über die Vorgehensweisen der Schweizer Polizei, aber auch der Justizbehörden, diskutiert wird.

Da schliesse ich mich dieser Leserbriefschreiberin an:

"Offensichtlich misst die Genfer Polizei mit unterschiedlichen Ellen
Hannibal Ghadaffi und Ehefrau wurden aufgrund von ANSCHULDIGUNGEN, und nachdem die angeblichen Opfer schon seit zwei Tagen in Sicherheit waren, frühmorgens im Hotel von 20 schwerbewaffneten Polizisten festgenommen und für zwei Tage inhaftiert.Die russischen Raser, Verursacher eines Unfalls mit Körperverletzung und anschliessender Fahrerflucht, wurden kurz einvernommen und wieder freigelassen (vermutlich sogar ohne Kautionszahlung)...Wer kann mir dies erklären???? Wer in Genf ist verantwortlich für solch eigenartige Anwendung des "Rechts"??? (elisabeth meier (25. November 2009, 20:42)"

Wenn man dann auch noch die neuesten Entwicklungen im Fall Polanski betrachtet, kommt man nicht um die Frage herum, ob in der Schweiz die Macht des Geldes höher bewertet wird als die Lebensleistungen eines Menschen.

  • Da wird in Genf der Sohn und die Frau eines gehassten (ausländischen) Politikers unverhältnismässig hart angefasst
  • Da werden in Genf (ausländische) Autoraser mit Samthandschuhen angefasst, weil sie Söhne reicher Eltern sind, (die vielleicht ihr ertrogenes Geld in der Schweiz sichergestellt haben), und man lässt sie - nach Verursachung eines schweren Verkehrsunfalles - wieder laufen und (die nicht direkt Beteiligten) per Privatjet ausser Landes fliehen.
  • Da wird in Zürich ein weltberühmter (ausländischer) Filmregisseur auf peinllichste Weise verhaftet und über Wochen festgehalten. Erst mit genügend hoher Kautionsabsicherungen ( - was würde bei Flucht mit dem Geld geschehen? - ) sind die Justizbehörden bereit, den Forderungen nach etwas mehr Vernunft in dieser ( von der Schweiz iniziierten!) Verhaftung walten zu lassen.


Drei sehr unterschiedliche Rechtsfälle mit Verursachern von sehr unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen.
Wenn man diese vergleicht, könnte man annehmen - wohl fälschlicherweise, aber nicht ganz unbegründet - dass die zuständigen Polizeibehörden weniger Respekt vor "berühmten" Leuten haben, aber umso mehr vor solchen, die mit Geld erreichen können, was anderen aus unterschiedlichen Gründen nicht so schnell und leicht möglich ist.

  • Bei Ghadafi wollte man ein Exempel statuieren, dass sich auch ( "Schein-") Diplomaten an unsere Umgangsformen zu halten haben und - im Hinblick auf Schweizer-Mentalität - ja nichts falsch machen...


  • Bei Polanski wollte man - vorbildschweizerisch - anfragen, ob man ihn verhaften müsse und will jetzt - trotz Protesten von allen Seiten - im Namen des Gesetzes ja nichts falsch machen...


  • Bei Goldsöhnchen gilt in erster Linie einmal Handeln nach der rücksichtsvollsten Vorschrift und im Blick auf die involvierten Finanzboss-Väter - ja nichts falsch machen!


- Es steht die Abstimmung über die Minarett-Initiative bevor. Ghadafi wird sehr genau verfolgen, wie die Schweiz entscheiden wird. Freut er sich schon auf einen neuen Grund zur Rache an der "Schweiz"?
Auch seine "Schweizer"-Geiseln werden das Resultat mit Sorge erwarten! Können sie der Schweizer-Mentalität vertrauen?

- Polanski steht seine "Entlassung" ins "Milky-Way-Asyl" bevor. Kann er auf einen Vernunft-Entscheid in den USA hoffen?

- Den jungen russischen Autorasern steht vielleicht väterliche Schelte bevor, aber kaum eine Auslieferung zurück in die Schweiz. Wird der Unfallverursacher eine "vernünftige" Strafe erhalten und darf wenigstens das verletzte Unfallopfer auf eine grosszügige (väterliche) Entschädigung hoffen?


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