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ZUM TAG > 2011 > Mai 2011
berichtet heute von einem Priestertreffen in Einsiedeln, zu dem Bischof Huonder ein Mitglied von Opus Dei als Referenten eingeladen hat.
"Das Bistum Chur habe Bonelli als Referenten eingeladen, «weil er eine moderne Psychotherapie vertritt, die nicht auf Defizite oder kurzfristige Bedürfnisse fokussiert, sondern auf langfristig Bewährtes."
Bonelli verteidigt den Zwangszölibat. "Die Sexualität sei «kein obligatorisch auszulebender Trieb». Die psychologische Forschung zeige, «dass langfristig gesehen die oft kritisierte Sexualmoral der Kirche dem Menschen entspreche». Leider müsse der katholische Priester mit dem «Vorurteil» leben, er unterdrücke einen natürlichen Trieb und sei gewissermassen wie ein lebender Dampfkochtopf ohne Ventil."
Ohne mehr über seine Aussagen zu wissen, stimmt für mich schon rein technisch etwas nicht: Zu Ende gedacht, widerspricht sich Bonelli selbst: Wenn die Sexualität ein Trieb ist, der unterdrückt werden kann, ohne dass es unabdingbar zur Katastrophe kommt, müsste kein Priester unter einem "Vorurteil" leben, sondern wäre der lebende Beweis, dass es "Dampfkochtöpfe", oder eben Menschen mit Sexualtrieb gibt, die auch ohne Ventil nicht explodieren! ...
Nicht auf Triebe, welche Druck machen, kommt es an, sondern auf den "Behälter", in dem sie stecken! Das ist es, womit die Kirche und ihre beigezogenen Experten nicht zu Range kommen!
Würden sie das Problem wirklich dort anpacken, wo es schon so lange gärt, müsste sie doch merken, dass nicht der "sexuelle Trieb" das Problem ist, sondern wie sie mit Menschen umgehen, die damit Probleme haben!
Dann müsste auch der "pädophile Sexualtrieb" nicht ausgeschlossen, bzw. unter dem Deckel gehalten werden!
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