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21.Juli - Entspannung im Wallis-neue Spannung in Chur

ZUM TAG > 2010 > Juli 2010

Der Walliser Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten bleibt etwas erspart, wa sie wohl ihr eben lang belastet hätte: Der unbeugsame Hungerstreiker, Querulant und Hanfbauer Rappaz hat einen weiteren politischen Sieg erzwungen!


Rappaz, hier 2000, machte aus seinem Hanfanbau nie einen Hehl.
Bild: KEYSTONE/AP


Über diesen "Sieg" kann man sicher sehr geteilter Meinung sein.

Was aber ungeteilt sicher ist:
Gesiegt hat die Vernunft !

Zu unsicher war, was geschehen würde, wenn Rappaz nicht aufhört zu hungern. Sicher wäre gewesen, dass er ohne Zwangsernährung sterben würde. Er aber wollte auf keinen Fall solche Überlebenshilfe und die Verantwortlichen waren sich nicht einig, was getan werden soll, wenn der Streikende in den Zustand der Handungsunfähigkeit gerät.

Was jetzt beschlossen wurde, ist sicher das Vernünftigste, was im Moment beschlossen werden konnte. Wer jetzt kritisiert, das Ganze käme den Steuerzahler teuer zu stehen, soll sich erkundigen, wie viel die Ausschaffung unwillkommener Ausländer kostet und was da für ein Aufwand an Sicherheits- und Sanitätspersonal und Schuzttzeinrichtungen betrieben und auf was alles Rücksicht genommen und Nachsicht geübt wird! ( Mit Recht, wenn es um Erhaltung von Leben, - der Schweiz unwürdig, wo es um sture Rechtsausübung geht...)

Rappaz mag ein Querulant sein und ein "Schlitzohr", wie das gestern Abend der zumindest im Poltern und Dummschwatzen noch schlimmere Walliser im "Club" in SF1 hinaus proletete. Was er heute nach Bekanntgabe der neuen Situation herausliess, kann u.a. im
nachgelesen werden.
Ihm, dem "Vorbild", wie er sich in seiner langsam penetrant werden Medienpräsenz mit seinen Ansichten immer wieder hinstellt, gehe es allein um den Schutz der Jugend, seiner Schülerinnen und Schüler. Wenn ich mir dies anhöre, frage ich mich einmal mehr, ob man einem solchen Schwätzer noch weiterhin Schüler anvertrauen sollte.
Er kann noch so dreckig grinsen zu dem, was der Walliser SP-Copräsident Beat Jost zu den wahren Absichten von Rappaz' Hungerstreik sagt:
Rappaz protestiert nicht primär gegen seine Haftstrafe. Es ist ein politischer Protest gegen die aktuelle Situation in der Rechtspraxis zur Drogenfrage, die - als entscheidender Punkt - immer noch sehr kontrovers in der aktuellen politischen Diskussion steht und noch längst nicht eindeutig festgelegt ist, ausser für diejenigen, die gegen das bestehende Gesetz verstossen und im Netz der Justiz hängen bleiben. So sieht Rappaz in seiner Situation nur noch die Möglichkeit, mit einem Hungerstreik auf seine politische Aktion aufmerksam zu machen.
Zum Glück geschehen laufend Veränderungen in unserer Gesellschaft, die über die politische Akzeptanz zu Änderungen in der Gesetzgebung führen, ohne durch Hungerstreiks erzwungen werden zu müssen. Wenn aber einer so überzeugt ist von seiner Sache, dass er dafür sogar zu sterben bereit ist, muss man sein Leben höher achten als seine von der Norm abweichenden An- und Absichten. Man muss das Vernünftigste unternehmen, um sein Leben retten zu können. So widersprüchlich das scheint, aber gerade wenn jemand für seine Überzeugung das Leben aufs Spiel setzt, muss dieses so intelligent wie nur möglich als "letzte Karte" eingesetzt werden. Das heisst, sie darf nicht leichtsinnig verspielt werden. Rappaz ist die Karte mit dem Todesrisiko. Diese richtig einzusetzen, ist Sache der "Spieler"( = Entscheidungsträger) Sie haben im entscheidenden Moment gut gespielt. Aber das Spiel ist noch nicht zu Ende...



Vom bischöflichen Schloss von Chur gehen wieder Spannungen aus, die an die Zeit von Bischof Haas erinnern.










"Im Bistum Chur wird befürchtet, dass Martin Grichting Weihbischof wird."










"Grichting kämpft seit Jahren gegen die demokratisch verfassten Landeskirchen, in erster Linie gegen die verhasste «Zürcher Gegenkirche». Der Kirchenrechtler, der an der Opus-Dei-Universität Santa Croce in Rom unterrichtet, stellt das in der Schweiz bewährte duale System von innerkirchlichen und demokratisch-staatskirchenrechtlichen Instanzen infrage. Er ist Vordenker einer hierarchischen Kirche, die das «Joch des Staatskirchentums» abgeschüttelt und sich aus der «babylonischen Gefangenschaft» des demokratischen Gedankenguts befreit hat." ()

Erst gerade wurde bekannt gegeben, dass der Weihbischof von Zürich, fast 15 Jahre in einer verbotenen Gemeinschaftgelebt hatte, die von einem wiederholt wegen Unzucht mit jungen Männern verurteilten Priester geleitet wurde.

Dies und noch mehr Ungereimtes in seiner Vergangeheit, zeigt die Widersprüche, die in der katholischen Kirche bestehen. Denn ausgerechnet er hat den Priester zurückgepfiffen, der im oekumenischen Gottesdienst am Zürcher Pride Festival die katholische Seite vertreten sollte...

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