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21.Februar - in memorian Nils Engelmann

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Heute vor 10 Jahren ist

Nils Engelmann

in Tunesien gestorben









So zu lesen in der Einleitung zu seinem Buch
Lufträume

Aus einer Renzension:

"Lufträume" macht auf eindringliche Weise deutlich, wie die oftmals verschrobene, realitätsfremde Einstellung der Gesellschaft und damit des gesetzgebers zur menschlichen Sexualität konsequent eine soziale Regel nach der anderen außer Kraft setzt und am Ende Paragraphenreiterei, Bürokratie und fehlgeleiteter Eifer dazu führt, dass am Ende ein Mensch, der ohnehin bereits durch seine Natur stark belastet ist und viel Energie braucht, um sein eigenes Wesen zu akzeptieren, völlig seiner verfassungsmässig festgelegten Grundrechte beraubt und in einen Strudel aus Missverständnissen hineingezogen wird.


Aus dem Jungsforum:

Nils Engelmann+ Gesendet von tinjo am 8. März 2001

Es gibt Nachrichten, die treffen uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
In meinem Exemplar von "Lufträume" hat mir Nils im Juni 2000 eine Widmung mit Worten geschrieben, die in seiner Bedeutung über das jetzt Geschehene hinausgehen: Er hatte den Wunsch, (auch) mich als Freund zu gewinnen.
Wir hatten uns so viel zu erzählen, kamen uns in unseren Gedanken und Ansichten sehr nahe. Ich machte mir aber Sorgen um ihn, empfand ihn als in einem innerlich sehr ungesicherten und bedrohlichen Zustand.
Ich war sehr glücklich, später einmal zu hören, dass er sich in der Ferne ein Leben einrichten konnte, in dem er sich wohl fühlte.
Wir sahen, hörten, schrieben uns seit unserer Begegnung bei mir nicht mehr.
Unsere Begegnung war kurz. Sie war für mich vorgeprägt durch seine schriftstellerische Arbeit.
Ich möchte diesen Tag, als ich mit ihm zusammen sein durfte, zu den Sternstunden meines Lebens zählen.
Aber irgendwie hatte diese Begegnung auch etwas Meteoritenhaftes an sich.
Da geschah etwas, das hell aufleuchtete und so blitzschnell wie es erschien, auch wieder verschwand. Doch in diesem Aufleuchten wurde so viel Dunkles in unseren Gedanken durch hoffnungsvolles Licht erleuchtet und in die Dunkelheit trüber Aussichten blitzten Gedanken der Gestaltbarkeit einer besseren Welt auf . Auch heute noch schwingen in mir diese Kräfte für meinen eigenen Beitrag für das Bessere in dieser Welt mit. So unscheinbar und in sich selbst so ungewichtig wie ein Meteorit, so erhellend und wundersam kann seine Wirkung auf der kurzen Bahn seines Verglühens sein.
So möchte ich Jens in Erinnerung behalten.
Traurig über seinen Tod, dankbar für sein Dasein und sein kämpferisches So-Sein und sein Durchhalten auch für uns, wird er weiterhin mein Leben bereichern.
Martin vom ARCADOS- Team
(http://www.arcados.ch/)


http://web.archive.org/web/20010819010752/www.nilsengelmann.de/texte.htm
KONDOLENZBUCH

Martin schrieb am 08.03.2001 :
...Du hattest Deine Zigarettenpapiere vergessen. Wir sassen in meinem Garten und Du konntest nicht sein ohne Deine selbstgedrehten Glimmstengel. Ich habe lange gesucht nach einem Päckchen solcher Papiere, die vor langer Zeit mal ein Freund bei mir vergass und die ich irgendwo versorgte.Man weis ja nie... Du warst glücklich, als ich sie fand.
Und ich war glücklich, dass ich Dich kennen lernen durfte. Du wolltest mich zu Deinen Freunden zählen, schriebst Du mir in Dein Buch.
Wir sahen und hörten uns nicht mehr. Nun bist Du fort und vielleicht uns allen doch viel näher.
Ich bin aber jetzt sehr traurig,
Martin vom ARCADOS-Team



Texte zum Download von Nils Engelmann

Ihr vermißt menschliche Wärme? Aber bitte, niemand hindert euch daran, selbst ein bißchen davon abzugeben. Euch geht das pädoideologische Gelaber auf den Keks? Dann setzt etwas dagegen. Euch ist die PädoLiteratur, eine der wesentlichen Grundlagen für eine sich entwickelnde Subkultur, zu dünn? Dann schreibt selbst, und wer nicht schreiben kann: Schaut doch einfach mal, ob ihr vielleicht die Kohle habt, entsprechenden Autoren ein Forum zu schaffen, bis hin zu einem kleinen, bescheidenen Verlag, so daß die Zeiten der Zensur bereits im Vorfeld der Veröffentlichung der Vergangenheit angehören (Was danach kommt, ist eine andere Sache). Das wäre immerhin ein Anfang.

(aus "Die Leere der inneren Emigration")

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