tinjo's HOMEPAGE


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


20.Dez. - Worte zum 4. Advent

ZUM TAG > 2009 > Dezember 2009

Heute soll jemand zu Worte kommen, der von der Gesellschaft und deren Hütern als "gefährlich" eingestuft und deshalb "in Sicherheit" gehalten wird.

Zu Unrecht in jeder Hinsicht.

Derweil feiert diese Gesellschaft in selbstgerechter Wohlgefälligkeit und "in Sicherheit", alle Jahre wieder das "Fest der Liebe"...




Freu di doch…



Wie jede cha am Kaländer gseh:
S'isch wieder emol und äinisch meh -
So tönt's vo überall und wyt -
Advent, Dezämber, Wienachtszyt.
Die Johreszyt wo Freud verschpricht

Und das syt alter Bibelgschicht!

Doch wer vo eus glaubt hüt no dra -
Fragt sich en gfang'ne alte Ma -
Dass s'Jesuschind, im Schtall ganz grusig,
Vor hüt scho meh als zwöi Johrtuusig,
Es fertig bringt - wie's alli singe -,

Eus hüt no Freud is Läbe z'bringe?

Das fragt sich, dänk, hüt no so mänge:
Au d'Clochards, wo ums Füür sich dränge,
Die Chriegsverfolgte, Häimatlose,
Und die mit Aids, und Tuberkulose,
Die gschlag'ne Fraue, d'Waisechind…

Das will mir äifach nid i Grind!

Doch händ mir nid all in eus inne,
Näbscht eusne föif bekannte Sinne,
Au no es Härz, wo schtändig schlaat?
Das tuet's doch, ohni dass es fragt:
"Isch Wienacht? Muess i freudig schlah?"…

Das cha doch - wenn's nur wott Freud ha!

Drum säg ich mir: Tue sälber welle!
Und au mol mit de grosse Chelle!
Und isch doch mängs so hert im Läbe,
Die schwäri Last chuum me z'erträge;
Für Freud git's immer gueti Gründ!

So langs no Mönsche git, git's Fründ!

So chönd au Chranki, Armi, Waise,
Und die wo ziellos umeräise,
Die Obdachlose, Chinderg'lähmte,
All die dur Schicksals'schläg Vergrämte,
Sogar Verfolgti, wäg de Chriege,

En andre Mönsch vo Härze liebe!



BM Dez. 2009




Suche

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü