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Sonntag, 1. Februar 2009
Beim Anwalt
Die Voruntersuchungen sind abgeschlossen. Bereits Ende des letzten Jahres musste ich über die Zeitung erfahren, dass mich der "Murger Blick-Skandal" vor Gerichts bringen wird. Das habe ich nun vom Anwalt bestätigt erhalten.
Als Angeklagter ist man so gut wie bevormundet. Man erhält weder selber Bericht, wie es weiter geht, noch hat man Einsicht in die Akten. Ausser über den Anwalt. Auch die Journalisten erfahren mehr!
Die Besprechungen mit dem Anwalt sind etwas vom Irrwitzigsten, das ich bisher erleben musste. Anders wäre es, wenn eine bewusst ausgeführte Tat-Sache vorläge, in der mich ein Fachmann so gut wie nur möglich verteidigen müsste. Mit was hier aber das Gericht bemüht wird, ist für mich in der Sache selbst so abstrus, dass es mich grosse Überwindung kostet, mich überhaupt ensthaft mit dieser Angelegenheit zu befassen. Die Folgen sind ja schon lange schlimm genug.
Was ist das Verrückte an der ganzen Sache?
Dass aus einer dummen Nachlässigkeit eine Riesengeschichte gemacht wird! (Zumindest in der Auswirkung auf mich.) Hätte ich vom Vorhandensein dieses "kriminellen" Materials gewusst und es gefunden, wäre es bei der nächsten Müllabfuhr entsorgt gewesen. Die Welt wäre für mich noch in Ordnung! (Als ob sie es je gewesen wäre...)
Alle diese ekligen Bilder liegen stattdessen nun ausgedruckt vor. Ich hätte sie beim Anwalt ansehen können. (Diesmal freiwillig, nicht wie beim Untersuchungsrichter, der mich dazu auffordern wollte..) Ich hätte also sehen dürfen, was ich nie sehen wollte und für dessen Betrachten, das nie stattgefunden hat, ich bestraft werden soll!
Wie sagt da erst gerade wieder einmal ein "Experte"?:
Bei jedem Betrachten eines Bildes, das den Missbrauch eines Kindes darstellt, wird das Kind durch die Augen des Betrachters erneut missbraucht.
( Günter Maeser Erster Kriminalkommissar und Leiter der Netzwerkfahndung im Landeskriminalamt Bayern--s. Kommentar)
Er ist nicht der Einzige, der solche Aussprüche macht.
Glaubt man mir nicht, was ich bezeuge?
Es fällt mir schwer, dieses Bild aus dem "Stern" hier zu zeigen:
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Ich mache es, um solche "Experten" wie dieser Günter Maeser auf den Boden der Realität zurückzuholen und Ihnen, die ich Sie hier unvorbereitet mit dem Schrecken des Gaza-Krieges konfrontiere, zu demonstrieren, wie wütend und hilflos mich macht, was täglich an Kindern für Leid angerichtet wird.
Von Erwachsenen, die für den Krieg geschult werden!
DAS MACHT MICH WÜTEND, HILFLOS!
SOLCHE BILDER MUSS MAN ZEIGEN!
ALLE SOLLEN SICH SCHULDIG FÜHLEN!
SO LANGE, BIS KEINE SOLCHE BILDER MEHR ENTSTEHEN KÖNNEN!
Nicht Bilder muss man verbieten, aber hinterfragen, weshalb es sie gibt.
Ich wiederhole, was ich nicht genug wiederholen kann:
Ich bedaure zutiefst alles Unheil, das Kinder dieser Welt erleiden müssen und leide unter nichts so sehr wie unter dem Wissen, dass erwachsene Menschen solches Leid an den Schwächsten in unserer Gesellschaft verursachen. Ich versuche, nach bestem Wissen und Gewissen, meinen mir möglichen Teil beizutragen zur Vermeidung von weiterem Schaden, den Kindern durch Erwachsene zugefügt werden könnte. Darauf war und ist mein Engagement in der Problematik der Pädophilie und meine Berater-Tätigkeit für Betroffene ausgerichtet
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Was aber ist seit einem halben Jahr mein grösstes Problem, das meine Zeit beansprucht, meine Lebensaufgaben durcheinanderwirbelt und mein Kontakt mit der Umwelt so schwierig macht?
Gespeicherte Bilder, von denen ich nichts wusste und die ich nie betrachtet habe...
ES GIBT NICHTS SCHLIMMERES, ALS WENN ERWACHSENE KINDERN LEID ZUFÜGEN.
Meine Nachlässigkeit bestand darin, dass ich mein Haus nicht schon lange bis in die hinterste Ecke nach Dingen durchsuchte, die am 31.März 2002 noch legal waren und ab 1. April 2002 - ohne Scherz - zu solch lebensverändernden Polizeieingriffen führen können...
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