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18.März - eine Rückmeldung

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Mittwoch, 18.März 2009

Eine Rückmeldung


Nach der leidigen "Blick"-Affäre hatte sich unter vielen anderen, ein "Kari" bei mir per Mail gemeldet. Er wollte mich unbedingt treffen und mit mir über mich und die "Sache" diskutieren.

Lange ist's her, - und erst heute bekam ich von diesem eine Rückmeldung, aus welcher ich hier zitiere:

"Leider vergeht die Zeit sehr schnell und da ich ein ehrlicher Mensch bin, muss ich Dir mitteilen dass ich es nicht als Priorität empfand Dir zu schreiben. Habe mir mehrmals überlegt ob ich überhaupt zurückschreiben soll.

Ich fand zwar unser Gespräch sehr interessant. Deine Ansichten haben mich jedoch etwas gestört und genervt. Du versteckst Dich hinter Entschuldigungen und versuchst alles so zu drehen dass es für Dich stimmt.

Für mich bleibt Pädophilie eine schwere Krankheit. Klar kannst Du nichts dafür, aber trotz allem musst Du verstehen das es NICHTS NORMALES ist....und hoffentlich auch nie von der Menschheit akzeptiert wird. Klar gibt es immer mehr Menschen die auf Kinder losgehen, aber zum Glück gibt es immer schärfere Gesetze und irgendwann werden solche Menschen für längere Zeit eingesperrt.

Gestört hat mich auch, dass Du dein Kollege wo seit längerer Zeit im Gefängnis sitzt, geschützt und beschützt hast. Ich habe den Fall auch verfolgt und ich hoffe, dass er NIE aber wirklich NIE mehr rauskommt.
...
Hoffe Du findest trotz allem einen Weg damit umzugehen. Ich spürte wie Du verlangst dass die Welt auf Dich zukommen soll und Dir die Hand reichen muss....aber mein Lieber...nicht die Welt muss sich ändern, sondern deine Ansichten was die Pädophilie anbelangt. Aber diesbezüglich ist es zu spät, befürchte ich..."

aus meiner Antwort darauf:

"Ich anerkenne Deine Ehrlichkeit. Nicht nur, dass Du noch geantwortet hast, auch dass Du Deine Ansicht klar bekundest..
...
Wenn Du glaubst, ich würde alles so drehen, dass es für mich stimmt, heisst das ja, dass Du, bzw. alle anderen, nur nicht ich, Recht haben. Mir geht es aber nicht um Recht oder Unrecht. Mir geht es darum, ehrlich zu sein, MICH zu sein. Wer das nicht annehmen will und mir Ehrlichkeit nicht zutraut, ist entweder mit sich selber nicht im Reinen oder bezichtigt mich bewusst der Unwahr(haftig)keit.

Ich ewarte auch nicht, dass sich die Welt ändert, aber die Menschen sollten doch jeden Tag ein wenig dazu lernen. Das könnten sie sogar, wenn sie mich als den nehmen, der ich bin und mir wenigstens so viel Vertrauen entgegenbringen, wie man jedem Menschen zugesteht, von dem man nicht bewiesenermassen nur Schlechtes weiss.

Und was "den Kollegen im Gefängnis" betrifft, da musst Du mir schon zugestehen, dass ich mehr weiss über ihn als Du und dass es ziemlich arrogant ist - nicht nur von Dir - ihm das zu wünschen, wie Du schreibst. Das ist unmenschlich und sehr einfach gedacht. Mehr will ich dazu nicht schreiben.

Nur eines noch: Überlege Dir einfach mal, was Du für ein Leben führen würdest, wenn Du mit dieser Veranlagung/Neigung zurecht kommen müsstest..."

Nein, ich erwarte gewiss nicht, dass die Welt auf mich zukommt und mir die Hand reicht!

Nicht die Welt muss sich ändern - da stimme ich ihm zu - aber die Ansicht zur "Pädophilie" muss sich ändern. Ich bin "pädophil". Andere auch. Niemand ist aber genau so wie ich bin. Die meisten sind überhaupt nicht "pädophil". Also kann "die Welt", zu der auch ich gehöre, nicht wissen, was "pädophil" ist, wenn sie nicht bereit ist, "solchen" unvoreingenommen zu begegnen und sie nicht mit eigener Überheblichkeit zu bevormunden.

Immerhin hatte sich dieser mir vorher unbekannte Mensch die Mühe genommen, mich in einer Zeit zu besuchen, als kaum jemand wagte, mit mir Kontakt aufzunehmen.

Aus Angst, selbst irgendwie "in den Dreck gezogen" zu werden!

Das rechne ich ihm hoch an. Weniger, die Rückschlüsse aus einem langen Gespräch. Er hätte ja auch die Möglichkeit, sich eingehender mit meiner Homepage zu befassen und ganz konkrete Kritik daran zu üben, anstatt bei seiner Pauschalverurteilung zu bleiben.

Doch dazu braucht es ein wenig Zeit und den Willen, mir ein gewisses Vertrauen zu schenken. Oder doch zumindest Bereitschaft zu unvoreingenommener Sachlichkeit in der Kommunikation.


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