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18.August - dazu stehe ich immer noch!

ZUM TAG > 2009 > August 2009

Ich stehe immer noch dazu, dass meine "pädophilen Gefühle", in die Praxis umgesetzt, keine anderen sind als diejenigen eines vorbildlichen Vaters!
(Oder wie man sie von einem solchen erwartet! Das ist nicht einer, der nie Fehler macht in Gedanken, Wort und Tat!)

Eine provokative Aussage, die mich heute wieder einmal in eine heftige Diskussion führte und wohl kaum gute Gefühle in meinem Gesprächspartner - einem Vater - zurückgelassen hat.

Trotzdem bleibe ich bei dieser Aussage und nehme lieber in Kauf, dass man mich missversteht, als dass ich von dieser Überzeugung Abstand nehmen kann. Ich verlange nicht, dass man mit mir einig geht, aber dass man zu verstehen bereit ist, was ich damit meine.

Ich frage nach möglichen Gründen, weshalb man mich falsch verstehen könnte:

  • Sage ich mit diesem Satz aus, dass Väter pädophile - also meine Gefühle - haben müssen?


  • Meine ich damit, dass nur pädophil fühlende Väter gute Väter seien?


  • Suggeriere ich "guten Vätern" mit dieser Aussage erotische Gefühle ihren Kindern gegenüber auf?


  • Und wenn dem so wäre: warum sollten Väter keine erotischen Gefühle ihren Kindern gegenüber haben dürfen?


  • Wenn ich sage "eines vorbildlichen Vaters", kommt das der Behauptung gleich, alle "vorbildlichen Väter" müssten sich so und nicht anders verhalten?



Man möge mich korrigieren und mir eine bessere Variante für eine Aussage vorschlagen, mit der ich mich identifizieren kann und sich niemand angegriffen sieht oder ich mich nicht mehr missverstanden fühlen muss! Ich akzeptiere aber keine, die mir das Eigenschaft abspricht väterliche Gefühle und die Gabe zu haben, mich so verhalten zu können, dass ich keinem Kinde schade!

Aus einem Beitrag aus dem Beobachter, den ich voll und ganz unterschreiben kann:

"Beobachter: Dürfen Väter ihren Kindern gegenüber erotische Gefühle haben?

Bun: Durchaus. Doch ein Vater muss sich bewusst werden, wenn seine Empfindungen erotischer Natur sind. Wenn er mit der fünfjährigen Tochter badet und regelmässig eine Erektion bekommt, muss er Distanz schaffen."

* Verlange ich damit, dass alle so denken müssen wie ich und müssen sich deshalb alle mit den Aussagen der Familienberaterin, Marcelle Brun, im Beobachter identifizieren, wie ich das kann?


Ich habe jetzt ganz einfach mal "gegoogelt" mit der Eingabe: "erotische Gefühle gegenüber Kindern" und bin - neben obigem Bericht - auch auf diese Aussage gestossen, die wohl in etwa das aussagt, was der Vater in meiner heutigen Diskussion wohl gemeint haben wird:

"Ob etwas sexueller Missbrauch von Kindern ist, ob eine Darstellung kinderpornographisch genannt werden muss, hängt nicht in allen, aber in vielen Fällen vom Kontext ab. Natürlich darf, um ein Beispiel zu nennen, ein Vater mit seiner Tochter schmusen – aber wenn sich das ganze im Kontext einer erotischen Szene abspielt, die der sexuellen Lustbefriedigung des Vaters dient, so wird es zum Missbrauch."

Da wird die Sache für mich schwierig.

Warum?

Für einen "normalen" Menschen, ergeben sich daraus wohl keine Denkprobleme. Es erscheint logisch und richtig, was damit ausgesagt wird.

Für mich aber ist eine solche Aussage ein Pauschalurteil im Sinne von richtig oder falsch. Dazwischen gibt es nichts! Ein Mensch mit "pädophilen Gefühlen" hat mit solcher Aussage kein Anrecht auf Kontakt mit Kindern. So sieht für ihn auch die gegenwärtige Gesellschaftsordnung aus, in die er sich einzufügen hat, (bzw. hätte, weil eine Einfügung nicht möglich ist ohne Selbstverleugung und Verdrängung von Gefühlen, die genau dadurch gefährliche Auswirkungen haben könnten.)

Warum sollte ein Vater beim Schmusen mit Tochter oder Sohn keine erotischen Gefühle haben dürfen? Vielleicht deshalb nicht, weil er dazu seine Frau hat?

Für den "Pädophilen" (so wie ich mich als "pädophil" bekenne), stellt sich diese Frage aus gesellschaftlicher Sicht schon gar nicht, weil mir - als Nicht- Vater und Nicht-Onkel sowieso schon jedes Recht abgesprochen wird, mit Kindern zu schmusen. Also bleibt mir gar nichts anderes, als das, nach was ich mich manchmal sehne, meine Wünsche mit dem zu vergleichen, was Väter ungestraft dürfen! (Wer mir abspricht, das so zu können wie ein Vater, "ist selber schuld"!)

Wenn mit obiger Aussage gemeint ist, der Vater tausche zum Beispiel Zungenküsse mit seiner Tochter aus oder befriedige sich selbst vor dieser oder sie bemerke eine Erektion beim Vater und den kümmert das nicht, dann stimme ich zu. Ein Kind darf niemals der egoistischen Lustbefriedigung eines Mannes oder einer Frau dienen! Egoistisch heisst für mich, dass ich nicht Rücksicht nehme auf Gefühle und Entwicklungsstand meines Bezugspartners/-partnerin. Beherrschung der Gefühle und Rücksicht darf nicht vom Kind erwartet, muss aber vom Erwachsenen gefordert werden! Beherrschung heisst nicht Verdrängung!

(Für mich ist auch ein Kind Partner, aber mit dieser Aussage würde ich bereits das nächste Fettnäpchen hinstellen, in das zu fallen mir bevorstünde. Deshalb stelle ich es für heute schnell wieder weg, oder verweise hier hin!)

Wenn sich sexuelle Lustbefriedigung allein im Kopf eines Vaters abspielt bei einer Schmuserei mit Tochter oder Sohn, (oder in fast unmöglicher Gelegenheit zwischen Knabe oder Mädchen und einem "Pädophilen") verkennt der oder diejenige mit oben zitierter Aussage, dass es Menschen gibt, die nicht so fühlen wie er oder sie. Und spricht zugleich allen Andersdenkenden und -fühlenden die Möglichkeit oder gar Fähigkeit ab, sich so verhalten zu können, dass das Kind keinen Schaden erleidet.

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