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17.September - wenigstens einer reagiert...

ZUM TAG > 2010 > September 2010


Wenigstens der Direktor der Paulus- Akademie reagierte!


Auf meine Mails, die ich auch an "Caritas" sandte, antwortete mir Herr von Däniken prompt und ausführlich:

"Was Ihre Empörung über die Einladung von Herrn Dammann zur Podiumsdiskussion an unserer Tagung betrifft, möchte ich mit einer kurzen Überlegung darauf reagieren. Es geht in unserer Veranstaltung um die Frage nach dem Strafmass, um das „Straf-Bedürfnis“ der Öffentlichkeit. Wir diskutieren diese aktuelle Thematik aus verschiedenen Perspektiven: aus philosophisch-ethischer, aus kriminologischer, aus richterlicher, aus psychiatrischer etc. Und eine Perspektive ist jene der Medien. Welche Rolle spielen die Medien bei juristischen Themen? Wir wollen von einem Journalisten hören, was ein Medium an Strafmassfragen interessiert und woher ein Medium selber die Kriterien für die Bewertung von Strafmassnahmen nimmt.
Weil man nicht selten in solchen Berichterstattungen von „Volkes Stimme“ liest, haben wir uns daher entschlossen, diesmal einen Journalisten des „Blicks“ einzuladen. Herrn Dammann haben wir angefragt, weil er sehr oft über Strafprozesse schreibt. Wir erhoffen von ihm zu hören, woher er persönlich seine Wertmassstäbe nimmt. Und wir werden ihm selbstverständlich auch kritische Fragen stellen.
Dass die Medien und nicht zuletzt der „Blick“ oft auch eine höchst problematische Rolle spielen und eine differenzierte Betrachtung juristischer Fälle und Fragen vermissen lassen, ist uns sehr bewusst. Gerade deshalb laden wir sie oft ein, an unseren Strafrechtstagungen Stellung zu nehmen. Wir versprechen uns aus diesem Dialog Aufklärung über mediale Prozesse, aber auch eine Sensibilisierung der Journalisten für unsere Anliegen.
Ich hoffe, Ihnen damit erklärt zu haben, weshalb wir diesmal jemanden eingeladen haben, der aus Ihrer Sicht auf diskriminierende und verletzende Weise gegen Einzelpersonen oder bestimmte soziale Gruppen vorgehen kann.

Mit freundlichen Grüssen, Hans-Peter von Däniken "

Mein ungutes Gefühl, ja meine Wut wegen dieser "Expertenwahl" hat sich mit dieser Erklärung etwas gelegt, und ich darf hoffen, dass Herr von Däniken als Gesprächsleiter dem Gerichtsberichterstatter vom "Blick" auch wirklich kritische Fragen gestellt hat und ihn auf wirkliche Erzeugnisse seiner journalistischen Tätigkeit angesprochen hat, welche - gemäss dem "Blick"-Anwalt - "wahr und authentisch" sein sollen.
( Ich machte ihn darauf nochmals aufmerksam!)

Im weiteren hoffe ich, dass auch "Caritas", als christliche Organisation, sich einmal Gedanken darüber machen wird, ob man (sexuelle) Minderheiten einfach pauschal in die kriminelle Ecke schieben und entsprechend behandeln darf.
(Eine Antwort auf mein Mail fanden sie so wenig für nötig, wie ich es von "St. Gallen" gewohnt war, deshalb steht der Mail-Text hier.)


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