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16. September - Pornos in Schulen - schädlich oder notwendig?

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Pornos in Schulen - schädlich oder notwendig?

In kreuzen CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer und Sexualpädagoge Bruno Wermuth die Klingen und sind sich uneinig darüber, ob bereits Kinder in der Schule Pornos schauen sollten.

CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer und Sexualpädagoge Bruno Wermuth haben beide Kinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Sie wurden gefragt, ob sie mit ihren Kindern gemeinsam einen Porno anschauen würden um sie über Realität und Fiktion aufzuklären.
Für Frau Schmid-Federer kommt das nicht in Frage. Sie findet, dass man dies einem 12-jähriges Kind nicht antun sollte und dass sie ausserdem keinen illegalen Pornokonsum fördern möchte. Gerne aber sei sie jederzeit bereit, mit ihren Kindern darüber zu sprechen. Herr Wermuth aber sei von seinem Sohn bereits gefragt worden, ob er für ihn einen geeigneten Film heraussuchen könnte. Das werde er sobald wie möglich machen weil sein Sohn ein Recht auf Wissen habe. Er werde den Film dann mit ihm zusammen anschauen.
Für Hern Wermuth ist es wichtig, „dass der Film legal ist, sorgfältig ausgewählt wird und dass auf den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder Rücksicht genommen wird.“ (Gibt es da auszuwählen zwischen legal und illegal? Wer bewahrt denn illegale auf..?)
Frau Schmid-Federer findet, dass Kinder vergewaltigt werden, wenn sie Pornos anschauen müssten und dass dies traumatische Erfahrungen seien, „die lang anhaltende Schäden im sozialen Verhalten der Kinder hinterlassen können.“
Dem hält Wermuth entgegen, dass er aus seiner langjährigen Arbeitserfahrung mit Jugendlichen wisse, dass über 80 Prozent der 12- bis 14-Jährigen bereits Pornos gesehen hätten.
Frau Schmid-Federer
findet,

„die Schule sollte nicht dafür da sein, Kinder zum Pornokonsum zu verführen.“

Im Gegenteil: „ Das Ziel sollte doch sein, den Jugendlichen den Zugang zu pornografischen Filmen so weit wie möglich zu erschweren.“
Doch Wermuth hält dem gegenüber, dass es nicht Aufgabe der Erwachsenen sei, „Kinder vor gezeigtem Sex zu schützen.

Sex an sich ist kein Problem.“

Auf die Frage, ob es nicht reiche, mit den Kindern über Pornofilme zu sprechen, anstatt sie ihnen zu zeigen, meint er: Es ist wie beim Skifahren. Man lernt es nicht, indem man darüber spricht.

Man kann nur anhand konkreter Beispiele über Pornos diskutieren und das Gezeigte relativieren.“


Aha: vor Pornos kann man Kinder nicht schützen, im Gegenteil, man muss ihnen solche zeigen, weil solche nun mal zu unseren gesellschaftlichen, wenn auch eher diskreten Gepflogenheiten gehören und man nicht früh genug auf eigene Anwendung hin vorbereitet werden soll.

Da halte ich es prinzipiell eher mit Frau Schmid-Federer und pflichte ihr bei:

„Es ist doch viel gesünder, wenn ein Kind seine Sexualität auf dem eigenen Weg entdecken kann.“


Nur wird sie mir kaum zustimmen, wenn ich beifüge: Wenn schon Vorbereitung auf Sex, welcher gemäss Wermuth „an sich kein Problem“ sei (dem pflichte ich bei!), dann erlebte ich als Kind dies doch lieber „auf eigenem Weg“ mit einer erwachsenen Vertrauensperson.
Im Sinne, wie es Wermuth beschreibt:

„Es ist wie beim Skifahren. Man lernt es nicht, indem man darüber spricht."

Allerdings macht er in seiner genauereen Erklärung einen Denkfehler „Man kann nur anhand konkreter Beispiele über Pornos diskutieren und das Gezeigte relativieren.“
Nur : Skifahren lernt man auch nicht wirklich an gefilmten Beispielen.

Effektiver ginge es um die Diskussion im übertragenen Sinn:

"Darf ein Kind auf seinem eigenem Weg das Skifahren lernen?"



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