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15.Juli - unglaublich oder wahr?

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UNGLAUBLICH ODER WAHR ?

Die erste "Kopfschüttel - Meldung" erschien in gewissen Medien schon vor zwei Tagen. Ich überlegte mir, was ich dazu kommentieren soll, weil Medienkritik zum Thema "Pädophilie" ja der wesentlichste Bestandteil meiner Homepage ist. Bald aber gerieten meine Gedanken ins Stocken und darauf auch die Computertasten, weil ich mich nicht mehr entscheiden konnte, ob ich zuerst einmal laut herauslachen sollte über das, was das schwarz auf weiss steht, oder ob ich nicht noch lauter herausschreien müsste:

"DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN!!!"

Weil nun noch eine zweite solch unglaubliche Meldung - sogar in der NZZ - erschien, muss ich mir meine Verwunderung über solches Geschehen aus dem Kopf schreiben, um in der momentanen - von mir an sich so geschätzten - Sommer-Hitze nicht zu kollabieren.

Ich beginne beim ersten Bericht mit dem, was dort am Ende steht :

«Als mir meine Tochter am Telefon schilderte, was passiert war, habe ich einen Schock erlitten», erzählt eine Mutter.

Weswegen hat die gute Mutter einen Schock erlitten und was machten ihr weitere Entscheidungen so schwer? :

«Ich habe sie am Sonntag gesehen und ihr gesagt, dass der Alptraum vorbei sei. Ich habe auch darüber nachgedacht, sie mit nach Hause zu nehmen, doch sie bestand darauf, zu bleiben. Ich habe ihren Wunsch respektiert, doch diese Geschichte jagt mir kalte Schauer über den Rücken.»

Passiert ist Folgendes:

  • Ein elfjähriger Schüler soll einen Neun- und einen Zehnjährigen in einem Ferienlager in Vercorin, Wallis, in der Nacht sexuell belästigt haben. Es habe sich "um Fellatio und intime Berührungen" gehandelt.


  • Der Täter wurde nach Hause geschickt, weil er "eine schwere Verfehlung" begangen habe.


  • Auch die Eltern der vermeintlichen Opfer wurden informiert. «Einer der beiden ist schon zu Hause. Der andere wollte bleiben, doch auch er wird heute abfahren.»


  • Die Polizei wurde geholt. Zwei "auf Sexualdelikte unter Minderjährigen spezialisierte Beamte" sind gekommen. Sie haben die Namen der betroffenen Kinder aufgenommen und einen Betreuer verhört.


  • Ein Psychologe wird die Kinder besuchen, bevor das Lager am nächsten Samstag endet.


  • Das Dossier ist mittlerweile dem Jugengericht in Moutier (BE) übergeben worden. Dessen Präsidentin, müsse nun "Befragungen durchführen, um herauszufinden, was genau geschehen ist".



"Manche Eltern machen keinen Hehl aus ihrer Besorgnis!",
meldet in ihrem Bericht über dieses "schreckliche" Geschehen...




Auch ich bin besorgt und frage:

"... sagt mir wo die Menschen sind,

die sich noch erinnern können, wie sie mit kindlicher Unschuld die Lust an ihrem Körper und das Interesse "am Nächsten" entdeckt haben...

... wo sind sie geblieben...?"




Und jetzt die zweite "Kopfschüttel - Meldung":

Auch diese habe ich gestern zuerst in gelesen. Weil nun heute auch davon berichtet, kann ich diese Meldung so wenig wie die obige einfach der Sommerflaute in den Medien zurechnen und vergessen.

Was ist geschehen?:

  • Ein 15-jähriger Velofahrer wurde von einem auf 60 Jahre geschätzten Autofahrer in einem Wald zum Anhalten gezwungen. Dieser fesselte den Jugendlichen und sperrte ihn in den Kofferraum seines Wagens und fuhr in einen anderen, nahe gelegenen Wald.


  • Dort lud er den Jungen aus, entfernte die Fesseln und "missbrauchte" den 15-Jährigen.


  • Physische Verletzungen erlitt dieser dabei nicht. Noch offen sei, wie stark die psychischen Folgen ausfallen.


  • Nach den Misshandlungen liess der Täter den Schüler wieder frei.


Auch diese Meldung hat bei mir Kopfschütteln und Fragen ausgelöst:

  • Wie konnte dieser Unhold einen 15jährigen Jungen vom Velo reissen, ihn fesseln und in den Kofferraum sperren?


  • Hat er sich nicht gewehrt? Scheinbar nicht, denn er habe "keine physischen Verletzungen" erlitten.


  • Weshalb löst eine solche Meldung nicht mehr konkrete Fragen und allfällige Zweifel aus über das, was da tatsächlich geschah?


  • Weshalb keine Erklärungen zu der scheinbar nachweisbaren Tatsache, dass dieser Junge keine "physischen Verletzungen" aufweise, also weder von einer Gegenwehr beim Fesseln und Transport, noch beim "Missbrauch" durch diesen Mann?


  • Wurde er mit dem Tode bedroht, dass er aus Todesangst alles mit sich geschehen liesss, oder war alles vielleicht doch ein bisschen anders...?


Dieser zweite Fall löst bei mir Kopfschütteln aus über die Art und Weise, wie "blauäugig" ein solcher Bericht vorgelegt wird.

Sollte es sich wirklich um eine solch "unglaubliche" Gewalttat handeln, müsste ich schreien vor Entrüstung!

Aber ich halte mich vorläufig noch zurück. Auch mit emotionalen Regungen zum "mutmasslichen Opfer".

Man wird (vielleicht) noch Näheres erfahren um besser zu verstehen...

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