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14.November - wie man zum Neger wird

ZUM TAG > Das Wort zum Sonntag 2010

Über den Sinn und Zweck von politischen Parteien und deren Neger


Eine politische Partei ist "ein Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb des umfassenderen politischen Verbandes danach streben, politische Macht und die entsprechenden Positionen zu besetzen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen"

In unserer so aufgeschlossenen und ach, so human ausgerichteten Gesellschaftsordnung, darf man nicht mehr von "Negern" sprechen! Es droht sogar Strafe, wo sich dieses verpönte Wort aufstöbern lässt!

Ich wage es trotzdem. Ich meine nicht den unterentwickelten schwarzen Mann aus dem heissen Afrika, wenn ich vom Neger spreche. Ich meine jenen Menschen, den eine eiskalt funktionierende Richterin und aufgeklärt denkende Genossinnen und Genossen der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz - der SP - aus einem dunkelhäutigen schweizerischen Politiker konstruiert haben und ihn als
persona non grata zum reuigen Rücktritt auffordern.

Was ist geschehen?

Da hat ein Mann mit - für schweizerische Denkweise etwas exotisch anmutenden Begründungen - zu erklären versucht, wie er nur anderen helfen, aber niemals etwas Unrechtes tun wollte. Er hat Muster erstellt, wie ein Stimmzettel richtig auszufüllen sei, damit er für ihn eine Stimme bringt. Nicht wildfremden Menschen hat er diesen Dienst erwiesen, sondern solchen, die ihm die Stimme geben wollten und scheinbar nicht genau wussten, wie das zu tun sei. Das Dumme an der Sache war, dass dieser hilfsbereite Mann dies so persönlich tat, dass er dazu weder einen Computer noch eine Schreibmaschine und einen Kopierapparat benutzte, sondern für alle Interessierten einen eigenen, handgeschrieben Musterstimmzettel von Hand ausfüllte. Warum nun nochmals einen ausfüllen, wenn der doch schon so schön und von Hand geschrieben daliegt und meinen Wahlwünschen entspricht? Also nur noch ins Stimmcouvert gesteckt und ab zur Wahlurne! Das haben einige so getan und das war falsch. Falsch war auch, dass dies Herr Lumengo ermöglicht hat. Er hätte wohl gar niemanden beeinflussen dürfen, für ihn zu stimmen, geschweige denn zu zeigen, wie man das richtig macht. Und er hätte schon gar nicht für sich selbst auf diese Weise Werbung machen dürfen.

Wirklich nicht?

  • Was machen denn die politischen Parteien anders als Werbung?


  • Werbung für die Partei, für ihre Vertreter/innen in politischen Gremien und für ihre Ideen!


  • Machen die das immer ganz korrekt und ohne juristisch hinterfragbare Machenschaften?


Haben seine SP-Genossinnen und -Genossen wohl noch nie einen Fehler gemacht, der sogar strafrechtliche Folgen hätte haben können, wenn ein Richter, eine eiskalte Richterin in einem Moment das Urteil spricht, wo vielleicht persönliche Gefühlsdefizite nach Schmeicheleinheiten zur Wiederherstellung der eigenen Selbstgefälligkeit lechzen?

Jedenfalls stimme ich Lumengo und all jenen, die ihn in seiner Standhaftigkeit unterstützen, voll zu. Er sagt ja nicht, dass er keine Fehler gemacht hat, aber er will sich mit seiner sozialen Einstellung nicht von sozialdemokratischen, parteigenossenschaftlichen Pharisäer/innen zum Neger stempeln lassen.

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