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13.Okt. - das Kreuz mit der Kirche

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13.Okt. 2009


es geht wieder los...






Das Kreuz mit der Kirche....




Text und Bild aus dem :
Blick aus dem Murgtal Richtung Walensee: Hier amtete der Mann bis zu seinem Outing als Kirchenverwaltungsrat.
Bild: Chris Mansfield

Mit diesem Bild ziert das den von der sda übernommenen Bericht:

"MELS. Der pädophile ehemalige Kirchenrat von Murg, der im Sommer 2008 für Schlagzeilen sorgte, muss Ende Oktober vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen mehrfachen Besitzes von Pornografie eine Freiheitsstrafe von acht Monaten.

Der ehemalige Kirchenverwaltungsrat bekannte sich zu seinen pädophilen Neigungen. Auf seiner Homepage publizierte er seine Auffassung, wonach nicht alle Pädophilen Verbrecher seien. Im August 2008 berichteten verschiedene Medien, der Mann habe in den 1980er-Jahren Sex mit einem Minderjährigen gehabt.

Das bestritt der Mann. Gleichwohl entschied der Administrationsrat (Exekutive) des katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen, dem Mitglied der Kirchenbehörde von Murg den Rücktritt zu empfehlen.

Der Pfarrer der Kirchgemeinde hatte bereits den Rücktritt des Manns gefordert.

Zuerst wollte der bekennende Pädophile nichts von einem Rücktritt wissen. Als ihm dann auch der Kirchenverwaltungsrat nicht mehr den Rücken stärkte, reichte er die Demission ein. Er wollte den Rücktritt aber nicht als Schuldeingeständnis verstehen.

Staatsanwalt Thomas Weltert vom Untersuchungsamt Uznach bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA den Verhandlungstermin vor Kreisgericht Werdenberg-Sargans.

Der ehemalige Kirchenverwaltungsrat ist wegen mehrfachen Besitzes von Pornografie angeklagt. Die Maximalstrafe liegt bei einem Jahr Gefängnis, Weltert fordert acht Monate. Pornografie werde generell zu milde bestraft, findet der Staatsanwalt.

Im Rahmen des Strafverfahrens war die Wohnung des Mannes durchsucht worden. Nicht zur Diskussion stehen vor Gericht sexuelle Handlungen mit Kindern. «Es gibt keine Beweise», sagte Weltert. (sda)"



Das Kreuz mit der Kirche...

Mich soll es nicht mehr stören, wenn die Kirche durch die Medien erneut in Kritik gerät.

Die Verantwortlichen des Bistums St.Gallen zogen es vor, damals den Meldungen des "Blick" zu glauben und ignorierten die Aussagen des Kirchenverwaltungsrats-Präsidenten von Murg. Sie vertreten auch heute noch den Standpunkt, mit dem Verlangen meines Rücktritts richtig gehandelt zu haben.

Vielleicht wehren sie sich jetzt gegen die Medien, wenn die Kirche erneut in Verruf gebracht wird in Zusammenhang mit meiner Vorladung vor Gericht. Dabei hatte sie doch für einmal vorbildlich gehandelt und für Ordnung (nach ihren Vorstellungen) gesorgt in den "unteren Rängen"!

In ihrer damaligen Stellungnahme hiess es wörtlich:

Die Kirchgemeinde Murg entscheidet, wen sie in ihre Kirchenbehörde wählt. Der Administrationsrat als Aufsichtsbehörde hält es jedoch für problematisch, einen bekennenden und auf einer eigenen Internet-Seite publizistisch aktiven pädophilen Menschen in ein öffentliches Amt wählen zu lassen. Amtsträger sind exponierter als Privatpersonen. Obwohl sich der betroffene Kirchenverwaltungsrat nach heutigen Erkenntnissen nichts zu schulden hat kommen lassen, ist seine Mitgliedschaft im Kirchenverwaltungsrat problematisch. Und warum?
Pädophilie ist ein sehr sensibler und heikler Bereich
. Eine differenzierte Betrachtung ist in der Öffentlichkeit kaum möglich. Sie kann von der Bevölkerung auch nicht erwartet werden. Missverständnisse und Vorurteile sind programmiert. Die Kirchgemeinde und mit ihr die Kath. Kirche könnten in Verbindung mit pädophilen Straftaten gebracht werden."

Ich frage den Administrationsrat:


  • Ist denn das Volk wirklich generell so dumm, dass es zu einer differenzierten Betrachtung nicht fähig ist? Ich bin da anderer Ansicht, sonst könnte ich meine Homepage schliessen!


  • Erinnert das nicht an jene Zeiten, als das Lesen und Lehren den Pfarrherren und Magistraten vorbehalten war und das Volk blindlings glauben musste, was ihnen gepredigt wurde und es unhinterfragt befolgen musste, was von ihnen verlangt wurde?


  • Stört es die Gläubigen des Bistums St. Gallen nicht, dass da inquisitorische Methoden neu aufleben?


  • Was ist es denn anderes, wenn jemand aus Amt und Würden gejagt wird, weil die "Kirchgemeinde und mit ihr die Kath. Kirche ... in Verbindung mit pädophilen Straftaten gebracht werden" könnte, ohne dass dafür stichhaltige Beweise vorliegen?


  • Warum hat niemand dagegen protestiert, dass wegen irrwitzigen Behauptungen eines gottlosen pensionierten Kriminalbeamten und verleumderischen Anschuldigungen eines rachesüchtigen Journalisten eine Kirchgemeinde, - ja die ganze Gemeinde - mit einem Thema belastet wurde und in die Medien geriet, das sie nicht suchte und ihr und niemandem auch ohne ihr Wissen keinen Schaden gebracht hätte!


Was war es denn anderes, als ein Vorverurteilung, dass man meinen Rücktritt verlangte? Wie heisst es in der Stellungnahme?:

"Der Administrationsrat als Aufsichtsbehörde hält es jedoch für problematisch, einen bekennenden und auf einer eigenen Internet-Seite publizistisch aktiven pädophilen Menschen in ein öffentliches Amt wählen zu lassen. Amtsträger sind exponierter als Privatpersonen. Obwohl sich der betroffene Kirchenverwaltungsrat nach heutigen Erkenntnissen nichts zu schulden hat kommen lassen, ist seine Mitgliedschaft im Kirchenverwaltungsrat problematisch."

(Nur ganz nebenbei: Ich bin von allen ursprünglich erhobenen Beschuldigungen, welche diesen Medienskandal und die Folgen für mich und die Kirchgemeinde Murg verursachten, gerichtlich entlastet worden. )

Im ersten Text der Stellungnahme aus St.Gallen hiess es sogar "unklug" anstatt "problematisch"!

Ich frage den Administrationsrat:

  • Waren es wirklich unkluge, oder zumindest problematisch denkende Leute, die mich in dieses Amt holten?


  • Weshalb durften sie trotzdem im Amt bleiben und sind sie immer noch dort?


  • Warum belangt man den Pfarrer nicht, der bestens Bescheid wusste über mich?


Damit denke ich nicht im Geheimsten daran, dass meine damalige Kollegin, meine Kollegen unfähig wären oder "problematisch" gehandelt hätten oder ihres Amtes nicht würdig sind. Auch käme es mir nicht im Traum in den Sinn, selber ernsthaft die Konsquenzen zu fordern, die aufgrund der Stellungnahme des Administrationsrates
nichts als logisch gewesen wären!

  • "Unklug" war einzig von mir, ihrem mehrmaligen Bitten nachzugeben und mich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen!


Ich musste alle meine schweren Bedenken verdrängen, in denen ich einen Skandal voraussah, falls jemand Unbedarfter von meiner Beratungstätigkeit auf diesem heiklen Gebiet und von meiner eigenen Betroffenheit erfahren würde.
Weil aber, im Unterschied zur Meinung "der Kirche" und gewisser Medien- und anderer Leute, keinerlei Verpflichtung bestand, die Öffentlichkeit über alles zu informieren, sagte ich letztlich zu.

Mit vollem Wissen und Wollen der örtlich zuständigen, genannten Personen!

Problematisch sieht heute meine Einstellung zum Pfarrer aus, der nicht minder daran interessiert war, dass ich damals der Kirchgemeinde aus den personellen Sorgen half. Er wusste fast noch mehr über mich als alle anderen, weil auch ich Theologie studiert habe. Er verhehlte mir seinen Widerwillen nicht, der ihm das Thema der Pädophilie in der Vergangenheit schon bereitete. Er verschwieg mir auch seine biblisch begründeten Vorbehalte zu diesem Thema nicht. Wir führten darüber für beide aufschlussreiche Gespräche. Damals vertraute er meiner ihm von mir offen gelegten Gesinnung und glaubte meinen Aussagen zu meiner Lebenshaltung mit meiner nicht der Norm entsprechenden Persönlichkeitsstruktur.

Als die Medien ihren Generalangriff gegen mich, die Orts- und die ganze Kirche starteten, sah auch er wohl nur noch eines:
Weg mit dem "Pädophilen", damit die Kirche vor weiterer Schande bewahrt wird!

Ganz nach den Weisungen aus St.Gallen:
"Die Kirchgemeinde und mit ihr die Kath. Kirche könnten in Verbindung mit pädophilen Straftaten gebracht werden."

Dass man meine Fähigkeiten schätzte und meine Freude am Amt nicht unbemerkt blieb, wurde mir mehrfach bezeugt. (Zum Beispiel hier)

  • Konsequenterweise hätte der Administrationsrat den Rücktritt des gesamten Kirchenverwaltungsrates verlangen müssen, weil alle wussten, was die Bistumsleitung zur Forderung meines Rücktritts bewogen hat!


  • Auch der Pfarrer hätte nicht ungeschoren davon kommen dürfen.


Die Kirchgemeinde hätte dies kaum widerstandlos geschehen lassen. Man hätte die wahren Umstände genauer prüfen müssen. Sicher wäre dann alles anders herausgekommen.

  • Noch besser aber wäre gewesen, man hätte in St.Gallen schon von Anfang an eingehender auf die Verantwortlichen in Murg gehört. Die "Enthüllungen" des Blick-Journalisten wären kaum so folgennschwer gewesen!


Es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre die Kirchgemeinde Murg aufgelöst worden. Darüber diskutieren hätte man müssen, wenn die Kirchen-Leitung in St.Gallen wirklich konsequent gewesen wäre und alle den Hut hätten nehmen müssen!
(Die Inkonsequenz hat bis jetzt niemand der nicht direkt Betroffenen zur Nachfrage veranlasst. Hauptsache, die Kirche hat ein "pädophiles Problem" weniger...)

Nie und nimmer konnte ich mir einen dermassen aufgebauschten und verleumderischen Skandal zum Voraus vorstellen!
( Alle anderen Betroffenen sicher auch nicht!)

Das Irrwitzigste an allem ist ja wohl der Entscheid des Presserates. Grosszügigerweise durfte KVR-Präsident Urs Lachenmeier und ich wenigstens dazu Stellung nehmen.

Ausgerechnet das St.Galler Tagblatt, fühlt sich nun, am 12.Oktober 2009, bemüssigt, den Bericht über "einen ehemaligen Kirchenrat" mit einem grossen Kreuzbild zu schmücken!

Sollen sich nun die in St.Gallen dagegen wehren und den Zeitungsmachern und dem Volk mitteilen, dass sie ja für mein Verschwinden aus Amt und Würde gesorgt haben und somit Dank statt erneute Kritik verdient hätten.

Sie können auch öffentlich bekannt machen, dass man mich zwar als "amtloser Kirchenangehöriger" gerne behalten hätte, ich es aber selbst vorgezogen habe, der Kirche "àDieu" zu sagen!

Also sollen die Medien jetzt gefälligst einmal "die Kirche" loben für ihr Tat und sie nicht noch einmal mit dem Kreuz im Zusammenhang mit einem entlarvten "Kinder-Pornokonsumenten" in den Dreck ziehen!

Wie es damit in Tat und Wahrheit steht, ist an anderer Stelle zu lesen.

Und darüber ist auch das Richterwort noch nicht gesprochen.



NB: Inzwischen sind es in der Deutschschweiz bereits mindestens 20 Zeitungen, welche die sda-Meldung veröffentlicht haben.


Gilt das Interesse mir oder doch eher der katholischen Kirche, die damit nochmals negativ ins Rampenlicht gezogen werden soll...?





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