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13.Mai - folgen dem Presserat-Entscheid weitere Strafuntersuchungen?

ZUM TAG > 2009 > Mai 2009

Mittwoch, 13.Mai

NACHTRAG zu: 20.März - zum Frühlingsbeginn... ein Video:
Heute hat mir ein Journalist seine Abscheu bekundet gegen meine Wiedergabe dieses Videos.
Eigenartig und bezeichnend zugleich: Wenn ich so etwas zeige, macht man mir das zum Vorwurf. Käme es diesem oder anderen Presseleuten in den Sinn, gegen die Produzent/inn/en und Darstellerinnen dieser kleinen amüsanten Persiflage zu intervenieren oder zu protestieren?
Vielleicht macht's jemand - man möge mich darüber orientieren...



heute Im "Sarganserländer":



Auch die berichtete darüber...

Die vollständige Dokumentation zum meiner Beschwerde beim Presserat finden Sie hier


Da es scheinbar nicht möglich ist, gegen die Veröffentlichung von Entscheiden des Presserates vor deren Veröffentlichung zu intervenieren, muss ich zu meiner Selbstverteidigung, aber auch im Interesse meiner ehemaligen Kirchenratskollegen und -kollegin und von Herrn Pfarrer Emil Hobi, hier richtig stellen, was als erneute falsche Anschuldigungen - diesmal vom Presserat - verbreitet wird.

Hier der Inhalt meines Mails an das Sekretariat des Presserates:


Martin Joos,
Punkthausstr.9
8877 Murg

Nr. 19/2009: Identifizierende Berichterstattung / Entstellung von Tatsachen (X. c. «Blick») Stellungnahme des Schweizer Presserates vom 2. April 2009

Sehr geehrter Herr Dr. Künzi,

Im Abweisungsentscheid der oben aufgeführten Stellungnahme zu der in meinem Auftrag erfolgten Beschwerde, werden Anschuldigungen verbreitet, gegen die ich Einspruch erhebe.

Ich bitte um eine Überprüfung und ersuche um entsprechende Richtigstellung.

Ich berufe mich auf das Geschäftsreglement des Presserates:

Art. 19 (Endgültigkeit der Stellungnahmen):
"2) Vorbehalten ist die nachträgliche Berichtigung einer Stellungnahme, die auf nachweislich unrichtigen Fakten beruht. "

Dabei geht es konkret um die Bemerkung in der Stellungnahme unter II.Erwägungen, 1.c, dass in diesem Abweisungsentscheid - entgegen den der Entscheidungsbehörde vorliegenden Dokumenten - der

"Wahlbehörde einer öffentlich-rechtlich organisierten Kirchgemeinde bei der Wahl des Beschwerdeführers ein für die Wahl wesentliches Element vorenthalten wurde."

Dazu stellen sich folgende Fragen

1. was ist eine "Wahlbehörde"?

Gemäss der hier zur Debatte stehenden Ausgangslage hält die zuständige Stelle fest:

"Die Kath. Kirchgemeinden sind innerhalb der gesetzlichen Schranken autonome öffentlich-rechtliche Körperschaften. Das Volk ist bei der Bestellung der Behörden (Präsidium, Verwaltungsrat, Geschäftsprüfungskommission) innerhalb der gesetzlichen Schranken völlig frei. Der Administrationsrat als Aufsichtsbehörde hat keinerlei Einflussmöglichkeit, auch nicht bei der Kandidatensuche. Diese ist Sache der örtlichen Behörden und der Bürgerinnen und Bürger"
( http://www.kath.ch/index.php?na=11,0,0,0,d,101873 )

2. wer hat wem etwas vorenthalten?

- Gemäss den internen Regelungen kann der verbleibende Verwaltungsrat der Kirchgemeinde jemanden zur Neuwahl in ihren Rat vorschlagen.
- Es geht eindeutig aus den dem Presserat vorgelegenen Akten hervor, dass sowohl der Kirchenrat wie auch der Pfarrer vor meiner Wahl über meine private Homepage, meine Beratungstätigkeit und über meine Veranlagung/Neigung orientiert waren. Also waren diejenigen, welche dem Wahlvolk gegenüber zur Rechenschaft für ihren Wahlvorschlag gezogen werden könnten, die näheren Umstände bekannt und konnten sich davon überzeugen, dass sie mit der mich betreffenden Wahlempfehlung weder etwas Illegales unterstützten, noch ein "wesentliches Element" verheimlichten, was die "Wahlbehörde" - wenn man darunter das Wahlvolk versteht - zu wissen brauchte.

Denn sonst stellt sich die Frage:

3. Weshalb sollte es Pflicht sein, dass eine (pädophile) Veranlagung/ Neigung , dem Volk bekannt gegeben werden muss?

4. Hätte der Kirchenverwaltungspräsident und der Pfarrer meine (eigentlich freiwillige ) Offenheit als "Offizialdelikt" auslegen und entsprechend das Wahlvolk darüber orientieren müssen, um nicht selbst wegen Verschweigung eines "wesentlichen Elementes" in Verruf zu kommen? Haben sie allenfalls sogar illegal gehandelt? Müssen sie sich nun auch auf eine Strafuntersuchung gefasst machen?

Konsequenterweise müsste dann jeder, der als "pädophil" bekannt wird, bestraft werden, dass er seiner Wohngemeinde diese Eigenschaft verschwiegen hat. Denn bei einer solchen Rechtsauffassung müsste jeder "Pädophile" als "potentieller Täter" gelten, vor dem öffentlich gewarnt werden muss!

Wenn dem so wäre, stellt sich für mich und meinesgleichen die Frage:

5. Darf sich ein "Pädophiler" nur dann in ein Amt wählen lassen, wenn er sich selbst verleugnet, um mitwissende Wahlbefürworter nicht (mit)schuldig zu machen?

Gemäss der "Volksmeinung", die ja auch durch die von den Kirchenbehörden im bereits oben zitierten Text nicht differenzierend praktiziert wird, ist Pädophilie
"ein sehr sensibler und heikler Bereich. Eine differenzierte Betrachtung ist in der Öffentlichkeit kaum möglich. Sie kann von der Bevölkerung auch nicht erwartet werden. Missverständnisse und Vorurteile sind programmiert."

6. Darf eine "differenzierte Betrachtung" nicht wenigstens vom Presserat erwartet werden? Muss ein "Pädophiler" sich als Lügner durchs Leben schleichen, damit er die auch ihm zustehenden Menschenrechte in Anspruch nehmen kann?

folglich:
7. ist es ethisch vertretbar, dass der Presserat der proklamierten Volksmeinung Vorschub leistet, dass ein Mensch allein wegen seinem Bekenntnis zu einer Veranlagung/Neigung als unwürdig für ein Verwaltungsamt hingestellt wird?

Nochmals ein Zitat aus oben erwähnter Stellungnahme:

"Der Administrationsrat betont einerseits, dass keine Vorverurteilungen geschehen dürfen. Einem pädophil veranlagten Menschen darf nicht automatisch eine pädophile Handlung bzw. Straftat zur Last gelegt werden."

Sowohl der Administrationsrat, wie nun auch der Presserat unterstützen in ihrem Verhalten genau jene Vorverurteilung, der jeder als "pädophil" Geouteter in der Öffentlichkeit ausgesetzt ist.

Abschliessend die Frage:
8. ist es statthaft, dass der Presserat einen Beschluss veröffentlicht, in dem nachweislich Unwahrheiten verbreitet werden, die erneut in massiver Weise ehrverletzende und kreditschädigende Auswirkungen haben könnten durch diese diffusen Anschuldigungen gegenüber dem "mitwissenden" Kirchenrat und dem Pfarrer von Murg, im Konkreten aber an mich, weil ich diese Beschwerde eingereicht habe?

Ich bitte Sie, die Angelegenheit zu überprüfen..

Dieses Schreiben werde ich zugleich auf meiner Homepage veröffentlichen, und unserer Regionalzeitung "Sarganserländer" zusenden, die unkommentiert bereits über den Entscheid berichtet hat. Nur so ist es mir möglich, innert nützlicher Frist selbst zu den erneut verbreiteten falschen Beschuldigungen Stellung zu nehmen.

Mit freundlichen Grüssen, Martin Joos

Die vollständige Dokumentation zum meiner Beschwerde beim Presserat finden Sie hier

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