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13.Dez. - Worte zum 3. Advent

ZUM TAG > 2009 > Dezember 2009

(Unausgewogene) Worte zum zweiten Advents-Sonntag:

Ich kann nicht mehr mit diesem Gott reden, der von Menschen konstruiert wurde für ihre eigene Sicherheit, diesem Gott zu gefallen.

  • Was ist das für ein Gott, der von seinen Gläubigen alle Jahre wieder als das arme Christuskind gefeiert wird, sein Dasein auf dieser „dunklen Welt“ in der Futterkrippe beginnend, zwischen Kuh und Esel, umsorgt von seiner Mutter und bewacht von einem Vater, der er gar nicht sein darf?


  • Was ist das für ein Gott, der den Mann in seiner Zeugungsfähigkeit übergeht, ihm aber so viel lebensverderbende Potenz zumisst, die nach seinem Willen auf dieser Erde so viel Unheil anrichten darf?


  • Was ist das für ein Gott, der sich auf dieser Welt durch leibliche Präsenz bemerkbar machen will und sich von Menschen hinrichten lässt?


  • Was ist das für ein Gott, der als leiblicher Mensch von Menschen verurteilt, getötet und "auferstehen“ muss, damit alle Menschen an ihn und ihre eigene Auferstehung glauben sollen?


  • Was ist das für ein Gott, der als Symbol von seinen Gläubigen als Leiche am Hinrichtungsbalken an ihrem Leib getragen und in den Räumen seiner Verehrung sinnbildlich aufgehängt wird, und so an die Schlechtigkeit seiner Geschöpfe erinnern muss?


  • Was ist das für ein Gott, dessen Opfertod als Mensch immer wieder neu gefeiert werden soll als Zeichen der Verderbtheit jener, die nicht an eine leibliche Auferstehung glauben?


  • Was ist das für ein Gott, der Menschen falsch „konstruiert“ und von den „richtig konstruierten“ aus seiner Anhängerschaft weisen lässt?


  • Was ist das für ein Gott, der sich auf Erden durch Menschen verkündigen lässt, die ihre Rechtgläubigkeit mit Scheinheiligkeit aufrecht halten, wenn sie selbst in Zweifel geraten?


  • Was ist das für ein Gott, von dem man glauben soll, was unser Verstand nicht fassen kann, wenn Menschen, die davon künden, oft selbst so unglaubwürdig scheinen?


Wieviel glaubwürdiger ist mir ein Gott, der als Kind in dieser Welt ewiges Zeichen bleibt durch sein kindliches Vertrauen in die elterliche Fürsorge durch seine Mutter und seinen Vater. Ein Gott, der damit etwas vom ewigen Geheimnis eines Anfangs offenbart durch ein Kind, das darauf angewiesen ist, dass vor ihm schon etwas da war, auf das es sich verlassen kann.

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